Claus Kleber, Held journalistischer Arbeit
Posted by flatter under journalismus[41] Comments
28. Mrz 2014 13:06
Bevor ich meine Erklärung abgebe zu einer Frage, die derzeit erfreulich offen und unbekümmert diskutiert wird – nämlich ob die Parolen in den Medien “zentral gesteuert” werden, muss ich ein kleines Highlight [Video dürfte in wenigen Tagen offline sein] kommentieren von einem, der so dreist Meinung macht, dass das ganze Elend des deutschen Journalismus deutlich wird.
Es ist Claus Kleber, der sich bei dem Versuch zum Spaten macht, einen Topmanager zu angemessenen Lippenbekenntnissen zu zwingen. Ich zitiere dabei nur Kleber. Siemens-Chef Kaeser wäre auch einer Analyse wert, der tut aber nur, wofür er bezahlt wird: Profit als Wohltat darstellen und den Seppel am anderen Ende erden, weil der und seine Mitschüler das Geschäft zu ruinieren drohen.
Ein Highlight
Zu Beginn kritisiert Kleber einen Ausdruck Kaesers. Das erleben wir so gut wie nie, dass einer so etwas wagt, schon gar nicht gegenüber einem Vertreter der Wirtschaft. Geschweige denn legte Kleber dieselbe Messlatte auch bei sich selbst an. Er belehrt Kaeser, der von “Turbulenzen in unserer Planung” gesprochen hatte, über die korrekte Wortwahl:
“Das Weltereignis des russischen Eingreifens in der Ukraine, des wenn man so will Diebstahls der Krim, der internationalen Krisen, da ist „Turbulenzen” ein Ausdruck, der die Sache künstlich kleinmachen will.”
Die Sache ist groß zu machen, und es ist Diebstahl. Der Journalist bestimmt hier autoritär die Sichtweise gegenüber einem Interviewgast.
“Wir berichten immer wieder aus Russland wie in der Innenpolitik, wie in den Medien, wie in der Kunst, wie in Prozessen und in der Außenpolitik von Putin die Zügel angezogen werden, und Sie reden heute in Moskau von einer Werte-Gemeinschaft? An was für Werte ist da gedacht? Sicher nicht nur in Dollar und Euro.”
Wieder pocht Kleber auf die einzig wahre Sichtweise. Er macht deutlich, dass ‘sie’ (Nachrichten, Medien) “immer wieder” dasselbe sagen und erwartet, dass man dem nicht widerspricht. Diesen Vorgang, der in der Wertung “zieht die Zügel an” mündet, einer Wertung, die bedeutet, dass mit der Personalisierung auf Putin und dessen Verhalten keine “Wertegemeinschaft” mehr möglich sei, nennt er “berichten”.
“Die Frage ist wie man sich gegenüber Russland im Moment verhält, und da ist Ihr Besuch eindeutig ein Zeichen gegen alles, was von Merkel bis Obama, von NATO bis EU und OSZE gegen und mit Russland unternommen wird. Sie besuchen da ein Land, das im Moment niemanden mehr im Weltsicherheitsrat hat, das auf seiner Seite abstimmt, und es gibt konkrete Gründe dafür.”
Hier wird in Stellung gebracht, wer die Front bestellt. Die OSZE betreffend, ist das nebenbei bemerkt eigensinnig interpretiert. Aber Obama, Merkel, die EU und die NATO sind diejenigen, deren Linie unwidersprochen hinzunehmen ist. Das ‘Argument’ bezüglich des Sicherheitsrats ist schlicht Unsinn, aber damit wäre noch eine ‘wichtige’ Instanz genannt. Was so viele wichtige Instanzen sagen, muss richtig sein, alles andere falsch. Das ‘Interview’ hat hier übrigens längst aufgehört, eines zu sein. Kleber will Kaeser aggressiv auf Linie bringen.
“Ihnen kann nicht entgangen sein, dass sie mit dem heutigen Besuch konterkarieren, was die westliche Politik versucht aufzubauen, nämlich eine Kulisse, die Russland sagt: Es gibt ein internationales Verhalten, das nicht toleriert wird, für das ein Preis bezahlt wird und das Russland ändern sollte.”
Noch einmal das Drängen auf die Annahme der ‘westlichen’ Sichtweise, ohne jedes inhaltliche Argument, ohne historischen Bezug, ohne ein einziges Argument der Gegenseite zu achten, ohne die vorgeblichen Anforderungen an “internationales Verhalten” zu problematisieren. Schlichtes Beharren auf eine sehr konkrete – im übrigen interessengeleitete – Sichtweise. Die Wahl des Begriffs “Kulisse” dürfte eine Freudsche Fehlleistung sein und wirkt erfrischend entlarvend.
Das mag bis hierhin reichen, das ganze Transkript hat Pantoufle gestern schon geleistet.
Ausgezeichnet
Ein besonderer Witz an diesem Tiefpunkt journalistischer Propaganda ist der Orden, mit dem Kleber 2010 behängt wurde, nämlich der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis, der mit dessen Spruch garniert ist:
“Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.”
Es scheint, als würden inzwischen solche Journalisten ausgezeichnet, die in besonderer Weise illustrieren, was damit gemeint ist. Schaut euch den Kleber an; wann immer ihr den Verdacht habt, ihr könntet auf dieses Niveau sinken, kehrt um!
Für eine halbe Million Jahresgehalt ist das die Unabhängigkeit, die man geliefert bekommt. Vielen Dank für Ihre Rundfunkgebühren! Es ist nur konsequent, dass sich solche Operettengeneräle noch mit Orden behängen lassen.
Albrecht Müller weist zurecht auf die atlantischen Zirkel hin, in denen die geostrategische Logik der NATO gepaukt wird, zieht aber nicht die richtigen Schlüsse daraus. Es geht nämlich nur sehr nebensächlich um die Inhalte und deren Steuerung. Hier sind die Think Tanks der Industrie – die pikanterweise gerade über Kreuz zu liegen scheinen mit denen der Atlantiker – vermutlich effizienter. So lange da kein Konflikt besteht, die Vertreter des Kapitals sich also einig sind, gibt es da allerdings kaum einen Unterschied.
Das Wesentliche aber an den Atlantikern, den Think Tanks, den ganzen Clubs und Grüppchen, in denen natürlich auch die Marschroute abgestimmt wird, ist die Bildung von Seilschaften und Anhängern. Wer dazugehört, darf sich wichtig fühlen – das Adabei-Syndrom halt. Wer wirklich relevant ist, trifft hier Leute, die ihm nützlich sind und denen er selbst nützlich sein kann. Das macht Karrieren und das prägt sie. Am Ende steht dann einer im Rampenlicht, der gelernt hat, Rücksicht zu nehmen und denken zu lassen. Dumm nur, wenn er es selbst nie lernt. Dann steht er da wie Claus Kleber und weiß plötzlich nicht mehr, welchem Herrn er eigentlich dienen muss.
März 28th, 2014 at 13:41
Wenn Deutsche, die sich auf der anderen Seite von der Propaganda nicht anstecken lassen, sich dann zur Äußerung (respektive zur Unterschrift) drängen lassen, liest sich das dann so: “Seine Exzellenz” und “mit vorzüglicher Hochachtung”. Da kommt mir der Kaffe hoch. Was für ein Volk von Kriechern!
März 28th, 2014 at 14:25
Bei Claus Kleber muss ich immer an Rainald Grebe’s “Mittelmäßiger Klaus” denken *flöt* Mittelmäßiger Klaus, das Steißbein der Stadt….
Andererseits ist diese Kreatur wahrscheinlich noch nicht mal mittelmäßig.
Noch geiler fand ich letztens im ZDF irgendwo: “Darufhin entgegnete $Russe_mit_EU-Einreiseverbot FRECH, er impfinde das quasi als Auszeichnung”… Genau so einen Ton sollten Nachrichten haben, das lernt man doch auf der Journalistenschule, oder?
März 28th, 2014 at 15:25
kleber tut doch *auch* nur, wofür er bezahlt wird?!? mit dem unterscheid der selbsteinbildung einer eigenen “meinung”. achmann, was eine schmierenkomödie, ich geh wieder ins bett.
März 28th, 2014 at 16:16
Es ist in der krassen Entlarvung der Situation sogar ein großes Highlight. Die Mimik und der Ton sind in ihrem Kontrast geradezu köstlich zu nennen. Die Hybris ist phänomenal. Und der Krawattenmann des Jahres 2010, der in seiner hilflosen Wut meint, dem “Interviewten” seine Meinung aufdrängen zu können, verdient mit sowas eine halbe Million – unvorstellbar! Wofür? Soviel Dümmlichkeit gepaart mit Gehässigkeit und Selbstüberschätzung an so exponierter Stelle ist wirklich eher selten zu beobachten.
Hoffentlich gibt es das Video bald (zwecks Archivierung) auch auf youtube.
Weiter: Im Radio kam gerade die Meldung, daß Gauck bei seinem chinesischen Gast “angemahnt” habe, daß China doch nun bald… (“Menschenrechte” und so). Ja, unser Oberpfarrer zitiert dazu sogar Konfuzius!
Langsam weiß ich wirklich nicht mehr, in welchem Idiotenstadl wir hier gelandet sind…
Doch wie las man’s schon im Hamlet: “Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode.”
März 28th, 2014 at 16:17
So ist das, wenn man auf der falschen Seite der Geschichte steht. Wer für uns steht, ist jederzeit willkommen, wer gegen uns ist, wird zerschmettert. Damit das auch der letzte weichgekochte Zuschauer kapiert, hat die ARD bei Report Mainz so ein Format für Minderbemittelte, Stalin-Vergleich inklusive: Das schwierige Kind Wladimir (Youtube)
Wenn es etwas gibt, was die devoten Fähnchenträger in den Redaktionen so richtig geil macht, dann sind das Betrafungsphantasien. Wie praktisch, dass sie im Inland dank SGB II schon jahrelang fleißig Untermenschen-Feindbilder ausprobieren durften und das jetzt eigentlich nur auf die Weltbühne umwidmen müssen. Es verwundert nicht, dass derartige Pudelhirne, die nur in den Kategorien “Anreiz” und “Strafe” denken, sich Weltpolitik einzig als strenges Elternhaus vorstellen können, in dem unerwünschtes Verhalten “nicht toleriert wird”.
März 28th, 2014 at 16:29
Wahrscheinlich fühlt sich Claus Kleber noch als besonders “linker Widerständler” und investigativer Journalist, weil er einem Manager eines Konzerns “die Leviten liest”.(?) Das ist dasselbe Niveau, wie es ein Lanz mit seinen “Interviews” an den Tag legt. Wenn Waffengeschäfte mit Diktatoren gemacht werden, fällt das natürlich keinem Journalisten ein.
Brauchts denn überhaupt noch Recherche, wenn sowieso schon fest steht, wer/was gut und böse ist und alles nur noch daran bewertet wird?
Gruselig, wie in diesem Interview ausgerechnet ein Manager die Seite der Kooperation vertritt.
Differenzieren? Meinungsbildung durch überprüfbare Fakten und Diskussion? Gibts das noch?
Wie soll ich meinen Studierenden denn das Argumentieren beibringen? Ergebnis und Urteil stehen schon fest, suchen wir doch einfach mal nur nach allem, was sich da reinpressen lässt und ignorieren komplett, was nicht dazu passt, oder wie?
Vielleicht etwas OT, aber heute in einem Lehrerhandbuch (Gymnasium) Hinweise gefunden, wie sich Humboldt im neoliberalen Sinn verwursten lässt. Alles eine Frage der bereits festgelegten Interpretation – die DDR lässt grüßen.
Verkehrte Welt!
März 28th, 2014 at 17:17
Bizarr.
Kleber scheint sich mit seiner schrägen Weltsicht (jaja, billiger Scherz) tatsächlich als Kämpfer für das Gute zu fühlen. Solche Leute sind mir immer mehr zuwider.
Ist aber natürlich keine Ausnahme, z.B. neulich auf NDRInfo (relativ wortgetreu in einem Trailer für ein Feature über Afghanistan):
“Drohen nach dem Abzug der Amerikaner Gewalt und Bürgerkrieg?”
Ich glaubte einen Moment lang, mich verhört zu haben.
PS: Hatte Kleber nicht auch dieses Trauerspiel mit Ahmadinedschad angezettelt?
März 28th, 2014 at 18:09
Ja, genau, es war Kleber von der traurigen Gestalt!
März 28th, 2014 at 18:23
Interessant ist doch, dass das europäische Kapital offenbar nicht mehr einer Meinung ist mit dem US-Imperium.
Dass ein Schmidt für Frieden oder Menschenrechte steht, ist ja auch eine ziemlich neue Entwicklung.
Für mich treffen da eher diejenigen, die sich mit Russland und China aus wirtschaftlichen Interessen verbünden wollen gegen die Interessen der USA, diesen Bund zu verhindern. Menschenrechte kommen da nur als Worthülsen vor, beiderseitig.
März 28th, 2014 at 18:51
@bernd_r
Die Bananenrepublik hilft: http://www.youtube.com/watch?v=67-GXT8ampg
Die Sendungen in den Mediatheken lassen sich fürs persönliche Archiv mit MediathekView ansehen und/oder abspeichern.
Im Übrigen, sehr gelungener Beitrag!
März 28th, 2014 at 19:56
“Das Wesentliche aber [...] ist die Bildung von Seilschaften und Anhängern.” Netzwerken? Sach bloß? ;-) Das iss ja wie bei/in den Parteien, Verbänden, IGs usw. Ekelhaft!
März 28th, 2014 at 20:55
Netter Nebeneffekt bei all den Klebers ist, dass sich vorsätzliche Brandstifter wie Kissinger als Mäßiger aufspielen dürfen/durften.
http://tinyurl.com/otpcknn
“Hier sind die Think Tanks der Industrie – die pikanterweise gerade über Kreuz zu liegen scheinen mit denen der Atlantiker – vermutlich effizienter.”
Die Industrie ist pragmatisch veranlagt. Warum sollten sie bestehende Geschäftsverbindungen abhaken und stattdessen Aufwand für Neuakquise betreiben.
März 28th, 2014 at 21:39
@12 Markus
Leider ist bei dieser Art Links nicht ersichtlich, wohin sie einen schicken. Da ich aus internettechnischen Gründen z.B. Youtube möglichst meide, klicke ich vorsorglich gar nicht mehr auf solche anonymisierten Links. Es wäre nett, wenn zu solchen Links in Klammern wenigstens ein kleiner Hinweis stünde, wohin die “Reise” geht.
cu
renée
März 28th, 2014 at 22:19
Was wäre , wenn das schärfste Fallbeil des ZDF, Marietta Slomka Kleber gegrillt hätte?
Sicher hätte Keaser vor laufender Kamera Harakiri begangen.
Kleber ist doch auch nur der Sprecher einer Redaktion, die nach Eigenauskunft aus ca. 30 Mitarbeitern/Redakteuren/Reportern besteht. Für Nachwuchs in dieser Sache ist also gesorgt.
Warum überhaupt in Karlsruhe gegen den politischen Einfluss im ZDF-Staatsvertrag geklagt wurde ist im Lichte ( Guttenberg-Sprech ) des Kleber Auftritts und der Causa Ukraine/Krim/Putin wenig
plausibel.
Den investigativen Journalisten des ZDF scheint entgangen zu sein, dass jüngst ein Landeswirtschaftsminister, wohlgemerkt mit ausdrücklicher Zustimmung der Bundesregierung, aber ohne Kleber und Co. zu fragen, zu Wirtschaftsverhandlungen nach „Leningrad“ gereist ist.
Übrigens, über den Hafen Sassnitz sind die russischen Truppen aus der DDR nach Hause geschifft worden. Hoffentlich hat Pegel nicht ihre Rückkehr vorbereitet. ;-)
März 28th, 2014 at 23:20
@renée
Hab ich nicht bedacht, sry – war nur Spon.
März 29th, 2014 at 01:00
Claus Klever ist doch ein netter Mensch, wie seine ständigen inneren Verbeugungen bei seinem Obama-Interview zeigen. Das habe ich mir extra bei youtube runtergeladen, aber trotz mehrerer Versuche konnte ich bisher nicht über 2 Minuten der Schleimspur ansehen.
(meine Anguckversuche fanden nie unmittelbar nach einer Nahrungsaufnahme statt)
März 29th, 2014 at 08:31
Der interessanteste Aspekt an der ganzen Putin/Krim/Rußland/Ukraine Sache ist imho doch der, daß die trans – und nichtatlantischen Entscheidungszirkel, wie auch immer sie heißen mögen, in der Sache uneins sind. Da in den letzten Jahren Milliarden am dealen mit Rußland verdient wurden (auf beiden Seiten) und wohl auch noch verdient werden sollen, denke ich, daß von den in der letzten Zeit eher zu Kurz gekommenen anglo – amerikanischen “Global Players” auf diese Art und Weise ein größeres Stück vom Kuchen “Rußlandhandel” abgepresst werden soll, nachdem es beim ersten Versuch mit Jelzin/Chodorkowski dank des bösen Wladimir nicht so recht geklappt hatte.
Wait and see !
MfG
März 29th, 2014 at 10:58
@15 Markus
Thnx, habe nämlich nur nen Stick mit Datenkontingent, und die Tube frisst ganz schnell viel zu viel weg. Aber der Spon-Titel hat auch einen gravierenden Tippfehler, statt Der” müsste doch eigentlich “Die” dort stehen. Und den drei Hänseln hätte man Fackeln in die Hand drücken können. Wär’ doch mal ‘ne schöne Aufgabe für einen Photoshop-Artisten. Leider habe ich sowas nicht, sonst würde ich mich da dran ein bisschen austoben.
cu
renée
März 29th, 2014 at 11:10
Interessant an der derzeitigen Entwicklung ist ja wirklich, dass die traditionell transatlantisch geprägten Medien zunehmend in Widerspruch zu europäischen und auch deutschen wirtschaftlichen Interessen geraten und letztlich die USA dabei unterstützen, Europa zu schwächen, zum militärischen Vasall an der ‘Westflanke’ zu degradieren und ihr den Rücken für ihr pazifisches Projekt freizuhalten. Nicht nur Russland/Ukraine, auch TTIP kann unter diesem Gesichtspunkt gesehen werden. Da sind noch einige interessante Konflikte programmiert, und es wird auch Merkels vermeintlich starke Position ankratzen, nicht nur in Europa, sondern auch ‘zuhause’. Edith meint, es bröselt schon.
März 29th, 2014 at 11:16
Falls noch nicht bekannt: der Schirrmacher hat auch was dazu geschrieben.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/echtzeitjournalismus-dr-seltsam-ist-heute-online-12867571.html
März 29th, 2014 at 15:26
Von keiner Art Wissen getrübt servierte Kleber gestern Abend auch den EU-Beitrag zur Sommerzeit und zu den unendlichen Schwierigkeiten, diese Regel zu ändern.
Der Knabe ist ein Klops.
Wie können wir ändern, dass so einer von unseren Gebühren (Steuern – verfassungswidrig?) lebt wie die Made im Speck?
Russland hat im März 2011 auf Sommerzeit umgestellt und es einfach dabei belassen.
Ist irgend jemandem etwas bekannt geworden, dass daraus große Probleme entstanden sind?
Aber der Russe ist ja der Feind…
März 29th, 2014 at 21:09
OT: Da jetzt alle mit Frühling beschäftigt snd, bringt mir doch noch ein zwei Blogs mit, sonst gibt es nächstes Jahr keinen Underdog ;-P
März 29th, 2014 at 22:50
@Markus (12)
Absurd! (ich les’ grad Camus ;-) )
PS.: So also geht Zynismus, aha! :-)
März 30th, 2014 at 00:05
@22/flatter
Frühling wurde erfolgreich absolviert, habe unterwegs aber nur von Blockwarten geführte Hunde und leider keinerlei Unterhund-Blogs gesehen. Immerhin schon nah dran, vielleicht nächstes Mal…
Cheers.
März 30th, 2014 at 01:32
@flatter: darf man davon ausgehen, daß du auch alles was der Kiezneurotiker unter ‘Laß mal netzwerken’ verlinkt hat durchgegangen bist, und dort Gefundenes hier nicht extra verlinkt werden muß?
März 30th, 2014 at 05:55
der schirmacher war diesmal so ganz blöd nicht.
März 30th, 2014 at 07:04
@Vogel23
Noch keins von dem gelesen.
Da lernwillig (-: und an guterLit. interessiert Welches meinste?
März 30th, 2014 at 07:32
@flatter
Der Folgende streut thematisch recht breit.
http://www.egon-w-kreutzer.de/
(Auch wenn du ihn schon kennst – is mir egal (-: )
März 30th, 2014 at 08:36
@Markus (27)
Nähere Dich AC in folgender Reihenfolge (imho): Der Fremde, Die Pest, Der Mythos des Sysiphos, Der erste Mensch. Die Biographie von Iris Radisch iss auch sehr gut, kannste auch annen Anfang setzen; da bin ich bald durch. Wennste über flatter mich anmehlst, können wir auch ‘ne Leihe organisieren.
März 30th, 2014 at 09:45
@Vogel
Ist notiert.
Komm ich gern drauf zurück, wenn ich mit aktuellem Schmöker durch bin.
März 30th, 2014 at 11:18
Aha, die Heinrich-Böll-Stiftung hat einen neuen Begriff kreiert: “radikale Ethnonationalisten” als Bezeichnung für die Faschos in der Ukraine. Wenn ich mir dazu dann noch die entsprechenden “grünen” Gestalten vorstelle, wie sie vor sich hinmurmeln – “Ethnonationalisten, ja, so hört sich das gut an, blah” – krieg ich meine Emotionen gar nicht mehr sortiert. Von ungläubigem Staunen bis blanker Wut ist da alles dabei.
Obwohl ich vor einigen Jahren schon sagte: “Keine Sorge, das wird alles noch viel schlimmer” – wenn es dann tatsächlich passiert, trifft es einen trotzdem ganz schön heftig.
cu
renée
März 30th, 2014 at 11:39
@Stony(25): Nein; es ist ja auch so, dass ich gern den anderen ein paar Blogs vorstellen möchte, und die klicken das ganz sicher nicht alles an – ich übrgens auch nicht immer. Also her damit!
März 30th, 2014 at 11:44
@renée: Die Stiftung der Grünen
NichtrauchernazisKryptopazifisten ist schon ihr Geld wert. “Ethnohygiene” ist doch auch ein schönes Wort oder “ethnohygienische Korrekturanstalt”. Ekelhaftes Pack.März 30th, 2014 at 21:53
Vielen Dank für diesen Hinweis; und es dürfte nicht uninteressant sein, wem dieser Club angehört – nämlich dem größten Akademikerverband Deutschlands, also dem Cartellverband (CV), weshalb ich (mangelte es ja auch in dieser Zeit nicht an wahrlichen Seilschaften, Think Tanks, Clubs und Grüppchen einschl. kernigen Anhängern) auf folgende [auch Propaganda-]Marschroute aufmerksam machen möchte: “Der CV bekennt sich zur nationalsozialistischen Revolution als dem großen geistigen Umbruch unserer Zeit. Der CV will und muss Träger und Künder der Idee des Dritten Reiches sein (…) und deswegen wird der CV im Geiste des Nationalsozialismus geleitet werden (…) Nur der nationalsozialistische Staat, der machtvoll aus der Revolution herauswächst, kann uns die Wiederverchristlichung unserer Kultur bringen … Es lebe der CV! Es lebe das Großdeutsche Reich! Heil unserem Führer Adolf Hitler!” Edmund Forschbach, Führer des CV
März 30th, 2014 at 23:26
@33 flatter
Viele Grüne sind ja auch Mitglieder in so ‘nem Atlantikerverein (wie auch obiger Herr Kleber), so wie ich letztens las, wird man da nicht einfach Mitglied wie man möchte, sondern wird von denen ausgeguckt. D.h. wohl auch, dass diese Leute schon vorher entsprechend gepolt gewesen sein müssen, sonst hätten sie da gar nicht reingepasst.
Mittlerweile kommt es mir so vor, als sei die “ehrlichste” Partei die CSU, jeder weiß, dass die korrupt sind, aber die tun nicht so, als wär es anders ;-)
Beii der Hackfresse da oben ist wohl auch klar, dass der einfach seine Agenda abfährt, sein Interview mit Ahmadinedjad soll ja auch sone Schote gewesen sein. Vielleicht hat der mehr übr Kleber gewusst als umgekehrt – ist aber wohl auch kein Kunststück. Das Briefing durch solche Think Tanks schränkt den Blick wohl arg ein.
Zum Glück hab ich kein TV, reine Zeitverschwendung, aber die Berichte darüber lese ich dann doch ganz gern, wenn es wieder mal solch ein Highlight gab.
cu
renée
März 30th, 2014 at 23:43
Ich hab’ mir das auch in der Mediathek angeguckt, nachdem ich das bei den NDS aufgeschanppt hatte. Glaubste, ich guck “heute johurnal”? ;-)
März 31st, 2014 at 08:05
“In Putins blankem Oberkörper erschöpft sich die gestalterische Ambition dieses Präsidenten – sich bei Gelegenheit auf die Brust trommeln zu können.” – Der Berliner Tagesspiegel zur Politik des russischen Staatschefs in der Ukraine- und Krim-Krise
Schokolade ist da natürlich wesentlich gestaltungsfähiger. Fällt einem nix mehr ein zu.
März 31st, 2014 at 09:34
@renée 31
Die HB Stiftung hat sich lt. Wiki “eine aktive Politik der Erweiterung der Europäischen Union – durch Integration und Europäische Nachbarschaftspolitik” auf die Fahnen geschrieben.
Das schließt die Integration von extrem. Rechtsnationalisten natürlich mit ein.
März 31st, 2014 at 09:52
Dazu vielleicht auch dieses interessant
Anarchisten gewinnen gegen Grüne – dank bürgerlicher Gerichte.
Die anarcho-syndikalistische Freie Arbeiterinnen und Arbeiter-Union (FAU) kann in Berlin einen weiteren Teilerfolg gegen die den Grünen nahestehende Heinrich-Böll-Stiftung feiern. Nach der gerichtlichen Feststellung von illegaler Leiharbeit bei der HBS im September 2013 bestimmte das Arbeitsgericht Berlin am 20. März 2014 erstinstanzlich die Arbeitszeit und Eingruppierung eines Mitarbeiters, der mit Unterstützung der FAU Berlin gegen die grüne Stiftung geklagt hatte.
Die Arbeitszeit wird, wie von dem Mitarbeiter Michael R. verlangt, auf zehn Wochenstunden festgesetzt; die Eingruppierung in die niedrigste TVöD-Entgeltgruppe korrigierte das Gericht jedoch nicht. Immerhin, der Versuch der HBS, die neuen MitarbeiterInnen – durch die Zuteilung von nur wenigen Arbeitsstunden – schnell wieder los zu werden, ist damit gescheitert. Der Böll-Stiftung stehen noch weitere ähnliche Verfahren ins Haus, die sich vermutlich an dem Urteil orientieren werden. Der Versuch der HBS, mit Leiharbeit und Outsourcing Geld zu sparen, ist also gründlich schief gegangen.
Die FAU Berlin wirft der Böll-Stiftung zudem gewerkschaftsfeindliches Verhalten vor. Während die meisten KollegInnen nach dem Teilurteil im September an ihre alte Arbeitsstelle zurückkehren konnten, wurden zwei scheinbar besonders verdächtige Kollegen in eine Außenstelle versetzt – geltende Betriebsvereinbarungen zu Arbeitszeiten werden auf sie nicht angewendet. Die Basisgewerkschaft fordert ein Ende dieser disziplinarischen Rechtsverstöße, und sie fordert zudem feste Arbeitsverträge für alle Beschäftigten der grünen Stiftung nach TvöD.
Anfang März rief die FAU Berlin daher bundesweit und international zu Protesten an die Adresse der HBS-Geschäftsführung auf. Allein in der Bundesrepublik wurde diese Aktion von mindestens 14 FAU-Syndikaten getragen.
Markus Weise, Gewerkschaftssekretär der FAU Berlin, kommentiert die Niederlage der HBS-Führung: »Das hätte sie auch einfacher haben können. Indem sie auf die berechtigten Forderungen der FAU Berlin eingegangen wäre, ja überhaupt erstmal ernsthafte Gespräche geführt hätte. Insbesondere im Rest Europas stößt diese Blockadehaltung der Böll-Stiftung auf großes Unverständnis. Schließlich ist Gewerkschaftspluralität in den meisten EU-Ländern gängige Praxis.«
Quelle see red ! Linke Iniative Düsseldorf (iL)
Mai 18th, 2014 at 19:41
[...] wird das dennoch von hiesigen Millionären aus der Journaille und ihren ausgebeuteten Zuträgern als “Putins Imperialismus” [...]
Juli 26th, 2014 at 20:32
[...] des politischen Journalisten. Wer sich siehe oben Videos anschaut, erlebt Ähnliches. Kleber hatten wir schon. Was soll das? Ganz unpolitisch bemerkt [...]