Wie Weselsky die Bahn kaputtmachen will
Posted by flatter under kunstlyriklamauk[22] Comments
09. Mai 2015 17:48
Gut informierte Leser wissen, dass GdL-Chef Weselsky nicht für Arbeitnehmer kämpft, sondern aus Egoismus einen Krieg gegen das Volk führt. Er will die Bahn kaputtmachen, damit niemand mehr pünktlich zur Arbeit kommt. Ihm ist der Standort Deutschland egal, und wenn er das zarte Pflänzchen Aufschwung überrollt, wenn Millionen Arbeitsplätze vernichtet werden, hält er das für einen Erfolg. Kein Wunder, dass immer mehr deutsche Unternehmen ins Ausland abwandern.
Auf seinem zerstörerischen Weg hat er nun eine Waffe gefunden, die alles Dagewesene in den Schatten stellt. Weselsky will keine Arbeitsplätze, er will nur Rache. Dabei hat niemand mehr einen positiven Einfluss auf ihn. So war ihm Norbert Hansen, ehemaliger Chef der Gewerkschaft Transnet und einer der fähigsten Gewerkschafter aller Zeiten, schon immer ein Dorn im Auge. Weselskys Neid auf den inzwischen zum Manager aufgestiegenen Kollegen entfacht seine gnadenlose Wut.
Welche Waffe er einsetzen wird
Auch Bahnsprecher Pofalla, der ausdrücklich den Streik der Gewerkschaften für beendet erklärt hat, findet kein Gehör. Weselky akzeptiert kein Machtwort außer seinem eigenen. Jetzt lässt er alle Hemmungen fahren und setzt ein Mittel ein, das Deutschland mit Furcht und Schrecken erfüllt. Er hat für die GdL einen Verhandlungsführer engagiert, der die Bahn, die Gewerkschaft und das ganze Land in den Ruin führen soll. Einen Experten nicht nur für die Bahn, sondern vor allem für Chaos und Niedergang. Weselsky hat für seinen Vernichtungsfeldzug keinen geringeren gewonnen als Hartmut Mehdorn!
In einer Dringlichkeitssitzung hat das Bundeskabinett ein Paket auf den Weg gebracht, das über die bisherigen Notverordnungen gegen die Zersetzung der deutschen Wirtschaft durch unbedeutende Gewerkschaften hinausgeht. In Abwesenheit der Kanzlerin, die ein strategisches Zentrum für Zwergeichhörnchen einweihen muss, versuchen Vizekanzler Gabriel, Arbeitsplätzeministerin Nahles und Justizminister Maas die Soziale Marktwirtschaft zu retten.
Wie die Regierung uns retten will
Es wird künftig einen neuen Straftatbestand “Solidarität” im Strafgesetzbuch geben. “Wir müssen echte Solidarität schützen gegen Zusammenrottungen fehlgeleiteter Bürger, sonst hätten wir bald die Lynchjustiz in Deutschland. Niemand braucht gewaltbereite Gruppen, die Unternehmen zerstören oder die Ordnung bedrohen. Gleichzeitig haben wir dabei auch diejenigen im Blick, die sich zusammentun und dennoch Hilfsleistungen in Anspruch nehmen. Legale Solidarität ist in einer Demokratie durch das staatliche Gewaltmonopol abgedeckt“, sagte Gabriel am Dienstag der Bild am Montag,
Nahles erklärte am Samstag dem “Freitag”, man müsse jetzt handeln. Eichhörnchen könnten auch nur Nüsse essen, die sie vorher gesammelt hätten. Nachfragen verwies sie an Regierungssprecher Seibert, der verlautbarte, er könne kein Gesetz kommentieren, das nicht in Kraft sei und keine Eichhörnchen, die er selbst nicht besucht habe.
Der Entwurf wurde von allen demokratischen Fraktionen begrüßt. Lediglich die Partei “die Linke” äußerte Bedenken. Sie forderte ein Verbot nur von falscher Solidarität und eine eindeutige Definition des Tatbestands, um Rechtsunsicherheit zu vermeiden.
Mai 9th, 2015 at 18:19
Ich bin ja grundsätzlich schon für Streiks, aber halt nicht, wenn es sich bemerkbar macht.
Mai 9th, 2015 at 18:23
Dazu ein passender Cartoon von Piero:
http://www.schoenescheisse.de/tarifeinheitsbrei/
Mai 9th, 2015 at 21:08
Sehe ich auch so. Weselskys Kalkül ist, Deutschland den Rest zu geben. Tausende Konzerne und Kioske werden hinter den Karpaten verschwinden und zigtausende Vermögensbrater und Steuerfachgehhilfen werden folgen. Doch welche Lok ohne Lokführer bringt sie dort hin? Nicht auszudenken, wenn dann noch mein Zahnarzt die Koffer auf seine Harley schnallt.
Mai 9th, 2015 at 22:26
HDGDL *rofl*
Ich denke mal, dass es genau das ist, was mir beim Postillon noch fehlt: dieses Mit-der-Zeit-gehen.
Besonderes Bonbon: die Nahles irgendwie zu spät dran.
Mai 10th, 2015 at 04:40
kulykla – ich bin dabei:
Jeder sein eigener lokführer – kauft modelleisenbahnen.
Und dann immer mit im kreis drehen, bis einem ganz schwindlig ist und man vergisst, wenn es nicht schon vergessen ist, was das ist – solidarisch – war das nicht irgendwas mit allein?! – jaaa, wenn man es ergänzt, passt das – … machen sie dich ein …
Wo bleiben solidaritätsstreiks, die gab es tatsächlich mal. Bei DGB und SPD, diesen resolutionsorganisationen mit staatstragender, also kapitalistischer haltung, redet man ab und zu, es steckt halt so drin, noch von solidarisch, hört sich aber immer so an wie solide und arisch – DAF und KDF usw. – narrhallamarsch.
Mai 10th, 2015 at 14:10
wenn man die “reden” der neoliberalen medien so zusammenstellt, wie du es hier getan hast, dann wird deutlich, mit was für einen müll wir zugeschüttet werden.
Mai 10th, 2015 at 17:36
@ klaus baum
Diese Reden sind nur für Bürger Blöd, diesem Haltungsinvaliden. Damit er weiss, wer der böse Buhmann ist, und wer der tüchtige Schwertschlucker. Je mieser jemand von diesen neoliberalen Medien gemacht wird, desto sympathischer ist mir dieser. Keine Ahnung warum das so ist.
Mai 10th, 2015 at 20:25
Nur damit die Enttäuschung/der Kater nicht irgendwann mal zu groß wird.
Die vereinigte (vorwiegend westsozialisierte?) Linke aller Ausprägungen steht/kämpft Schulter an Schulter mit einem, der im vollen Bewusstsein seiner Lebenserfahrungen (48 Jahre) strammes CDU-Mitglied wurde.
Das ich das noch erleben muss. :-(
Mai 10th, 2015 at 23:32
Hm? Ich kann den Sprallo leiden wie Pommes in Altöl, aber ich werde den Teufel tun, das auch nur ansatzweise zu personalisieren. Heute las ich: “Putins Volk” – da werden Millionen von Leuten, die Bevölkerng des größten Landes der Erde, zum Fortsatz ihres Präsidenten degradiert. Das ist das Geschäft der Journaille und ihrer Befehlshaber, aber doch bitte nicht unseres!
Mai 11th, 2015 at 07:27
Bitte korrigieren, sonst unterziehn se dich noch einer verschärften… ;)
Mai 11th, 2015 at 11:22
Wat jetz?
Mai 11th, 2015 at 13:04
Alles klar…
Mai 11th, 2015 at 13:14
Eben nich. ;-)
Mai 11th, 2015 at 13:15
Da stand doch zunächst ‘unserer’ als letztes…?
Mai 11th, 2015 at 13:26
Jaja, aber wo ist da jetzt die Gefahr? Dass Horst Horstmann erwacht?
Mai 11th, 2015 at 13:34
Dass man unsere Befehlshaber aushebt, Mann! :p
Mai 11th, 2015 at 13:37
Geh’ doch mal von meiner Leitung runter, ey, also ehrlich!!!
Mai 11th, 2015 at 14:37
Achtung Eilmeldung
+++Weselsky Plant, laut gut informierten Kreisen, den Verkauf der Deutschen Bahn an Russland+++
Mai 11th, 2015 at 18:18
Mit Capslock wäre das nicht passiert.
Mai 12th, 2015 at 17:18
Bevor Weselsky an die Macht kam, konnte man in den Zügen noch die Fenster öffnen und herauswinken. Das war schön und die Abfahrt des Zuges ein bewegendes Ereignis, wie im Film. Man konnte das Abteil zu einer Liegewiese umbauen und herumlümmeln. Es gab funktionierende Toiletten, Speisewagen, und, ja, man kam da an, wo man hin wollte.
Heute ist das alles weg. “Danke”, Herr Weselsky!
Mai 13th, 2015 at 19:27
ich werde jetzt, nach dem streik, mal eine testfahrt mit der bahn machen.
Mai 13th, 2015 at 20:41
Bei uns war auch 14 Tage Streik der Öffentlichen.
Vorgestern dann wieder Normalbetrieb…
“Sie habe ich aber lange nicht gesehen”
“War doch Streik”
“Ich bin aber im Notfahrplan für die Bevölkerung gefahren”
“Ach wat, sie warn Streikbrecher?”
Verdutzter, erschrockener Blick (ich hatte es genauso laut wie mein freundliches Guten Morgen gesagt)
Dann…
“Naja, aber die Leute müssen doch irgendwie zur Arbeit oder ins Krankenhaus (Schule hat er nicht gesagt, da waren sich wohl die Kollegen auch einig, wie ich hörte, Schulbusse fuhren keine)”
“Quatsch, Notfahrplan, machen sie den auch, wenn ich nach der späten Spätschicht oder Sonntags zur Frühschicht muß?!
Wäret ihr Euch einig gewesen, hätte ich vielleicht nicht 14 Tage hin und zurück jedes mal fast 5 km laufen müssen…”
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(Ob Verdi mal irgendwann auf die Idee kommt, irgendwas zu fordern, bei dem ein ‘Außenstehender’ sich solidarisieren kann. Statt dessen so ein Käse, daß Anfangs von den möglichen Streikerfolgen nur die eigenen Mitglieder profitieren sollten.^^
Der Busfahrer war glücklicherweise bei meinem Einwurf so per plex, dat er dat nicht vorgebracht hat – meine Antwort wäre da wohl nicht ganz so schlagfertig ausgefallen, denn ihm zu empfehlen da Mitglied zu werden, wäre mir nicht mal im Traum rausgerutscht – irgendwie geht mE Mitgliederwerbung anders)