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	<title>Kommentare zu: System und Sünder</title>
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	<description>Keine Herren, keine Sklaven!</description>
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		<title>Von: Peinhart</title>
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		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2018 11:26:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Da würd ich eben eher &#039;Zivilisation&#039; sagen. Das ist zwar unbestreitbar auch eine Form von Kultur, aber eine, die die &#039;Unhintergehbarkeit&#039; von Kultur leugnet und sie mit dieser mysteriösen Idee von ungezähmter sprich &#039;unzivilisierter&#039; menschlicher Natur begründet und sie ihr entgegensetzt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da würd ich eben eher &#8216;Zivilisation&#8217; sagen. Das ist zwar unbestreitbar auch eine Form von Kultur, aber eine, die die &#8216;Unhintergehbarkeit&#8217; von Kultur leugnet und sie mit dieser mysteriösen Idee von ungezähmter sprich &#8216;unzivilisierter&#8217; menschlicher Natur begründet und sie ihr entgegensetzt.</p>
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		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9651#comment-76472</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2018 10:46:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Interessant btw. dass Metzger auch &quot;Chaos und Anarchie&quot; beschwört - die uralte Polarität von Ordnung vs. Chaos, die zur vorgeblich notwendigen Unterwerfung der Menschen unter eine bestimmte &#039;Kultur&#039; führt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant btw. dass Metzger auch &#8220;Chaos und Anarchie&#8221; beschwört &#8211; die uralte Polarität von Ordnung vs. Chaos, die zur vorgeblich notwendigen Unterwerfung der Menschen unter eine bestimmte &#8216;Kultur&#8217; führt.</p>
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		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9651#comment-76471</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2018 10:30:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&lt;i&gt;Je mehr personalisisert wird, desto aggressiver wird bewertet. &lt;/i&gt;

Und auch an dem Ende steht dann der &#039;Krieg aller gegen alle&#039; - und sie sagen &#039;siehste&#039;...

&#039;Zivilisation&#039; ist der untaugliche und fatale Versuch, den egoistisch-nutzenmaximierenden Menschen zumindest unter Vermeidung allzu großer physischer Gewalt in den Ring zu schicken. Untauglich, weil seine Voraussetzung nicht stimmt; fatal, weil er sie dadurch dann doch erschafft.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Je mehr personalisisert wird, desto aggressiver wird bewertet. </i></p>
<p>Und auch an dem Ende steht dann der &#8216;Krieg aller gegen alle&#8217; &#8211; und sie sagen &#8216;siehste&#8217;&#8230;</p>
<p>&#8216;Zivilisation&#8217; ist der untaugliche und fatale Versuch, den egoistisch-nutzenmaximierenden Menschen zumindest unter Vermeidung allzu großer physischer Gewalt in den Ring zu schicken. Untauglich, weil seine Voraussetzung nicht stimmt; fatal, weil er sie dadurch dann doch erschafft.</p>
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		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9651#comment-76470</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2018 09:50:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Tja, wenn man sich auf &quot;große Soziologen&quot; und &quot;legendäre&quot; Politiker beruft, den &quot;ehrbaren Kaufmann&quot; (die Hausfrau kümmert sich wohl gerade um den schwäbischen Fisch) und das deutsche sprcihwort beschöwrt, muss man nicht mehr denken. Ich erkenne eine Korrelation: Je mehr personalisisert wird, desto aggressiver wird bewertet. Von volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung hat der Mann noch hie etwas gehört. Das einzige systemische Problem, das er kennt, ist &quot;Masseneinwanderung&quot;. Reif für die AfD.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, wenn man sich auf &#8220;große Soziologen&#8221; und &#8220;legendäre&#8221; Politiker beruft, den &#8220;ehrbaren Kaufmann&#8221; (die Hausfrau kümmert sich wohl gerade um den schwäbischen Fisch) und das deutsche sprcihwort beschöwrt, muss man nicht mehr denken. Ich erkenne eine Korrelation: Je mehr personalisisert wird, desto aggressiver wird bewertet. Von volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung hat der Mann noch hie etwas gehört. Das einzige systemische Problem, das er kennt, ist &#8220;Masseneinwanderung&#8221;. Reif für die AfD.</p>
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		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9651#comment-76468</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2018 08:01:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Noch ein &lt;a href=&quot;https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/oswald-metzger-zur-ordnung/das-riskante-leben-im-pumpkapitalismus/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;schönes Beispiel&lt;/a&gt; (Triggerwarnung: Oswald Metzger) dafür, dass es keine Eigendynamiken gebe, sondern nur Handelnde, die selbstverständlich auch ganz anders handeln könnten. Da stehen dann zwar gleich eine ganze Reihe Scheunentore sperrangelweit offen, aber macht ja nichts.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Noch ein <a href="https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/oswald-metzger-zur-ordnung/das-riskante-leben-im-pumpkapitalismus/" rel="nofollow">schönes Beispiel</a> (Triggerwarnung: Oswald Metzger) dafür, dass es keine Eigendynamiken gebe, sondern nur Handelnde, die selbstverständlich auch ganz anders handeln könnten. Da stehen dann zwar gleich eine ganze Reihe Scheunentore sperrangelweit offen, aber macht ja nichts.</p>
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		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9651#comment-76214</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Mar 2018 18:10:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Etwas Neues ist auch eher nicht so in Sicht, es sei denn, man nimmt Boockchin o.ä., aber passt so schlecht zur Karriereplanung. Ich frage mich eh oft, was Soziologie eigentlich soll. Ich hab den Quatsch ja selbst studiert, aber der einzige USP dieser Wissenschaft ist noch ihre Ignoranz gegen alle um sie herum. Schon in den 90ern war mein ceterum censeo &quot;Man müsste die Psychologie erfinden&quot; (wenn es um die Frage nach menschlichem Verhalten ging). Im Grundsätzlichen sind die Philosphen kompetenter, Marktideologie lehrt besser die &#039;WiWi&#039; und für Korruption und Larifari gibt es Politologie. Bloß für Bildung ist kein Stuhl mehr übrig.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas Neues ist auch eher nicht so in Sicht, es sei denn, man nimmt Boockchin o.ä., aber passt so schlecht zur Karriereplanung. Ich frage mich eh oft, was Soziologie eigentlich soll. Ich hab den Quatsch ja selbst studiert, aber der einzige USP dieser Wissenschaft ist noch ihre Ignoranz gegen alle um sie herum. Schon in den 90ern war mein ceterum censeo &#8220;Man müsste die Psychologie erfinden&#8221; (wenn es um die Frage nach menschlichem Verhalten ging). Im Grundsätzlichen sind die Philosphen kompetenter, Marktideologie lehrt besser die &#8216;WiWi&#8217; und für Korruption und Larifari gibt es Politologie. Bloß für Bildung ist kein Stuhl mehr übrig.</p>
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		<title>Von: eb</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9651#comment-76213</link>
		<dc:creator>eb</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Mar 2018 17:47:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@flatter (33)
Da muss ich jetzt doch leicht widersprechen. Sehe ich es als Mode die aufkommt und untergeht, gebe ich dir natürlich recht. Die Designer sind verschwunden, aber das Mode-hungrige Volk, hat noch keinen Ersatz dafür. Sowohl das Management, wie auch die Sozialpädagogik, reiten noch unverändert das gleiche Pferd. Von den jungen Pädagogen, die gar nichts anderes kennen, muss man erst gar nicht reden. Sie haben nichts anderes. Auf den Türen der Personalbüros steht auch immer noch HR.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@flatter (33)<br />
Da muss ich jetzt doch leicht widersprechen. Sehe ich es als Mode die aufkommt und untergeht, gebe ich dir natürlich recht. Die Designer sind verschwunden, aber das Mode-hungrige Volk, hat noch keinen Ersatz dafür. Sowohl das Management, wie auch die Sozialpädagogik, reiten noch unverändert das gleiche Pferd. Von den jungen Pädagogen, die gar nichts anderes kennen, muss man erst gar nicht reden. Sie haben nichts anderes. Auf den Türen der Personalbüros steht auch immer noch HR.</p>
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		<title>Von: Frau Lehmann</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9651#comment-76202</link>
		<dc:creator>Frau Lehmann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Mar 2018 07:30:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zu dem Thema fällt mir doch glatt Georg Büchner ein, wenn er selbst Revolutionsführer als &quot;Marionetten&quot; zeichnet und ein imaginäres &quot;Müssen&quot; als Antrieb und Legitimation für menschliches Handeln begründet. Wie zeitlos und damit auch aktuell seine Überlegungen doch sind. Aber das wäre ja purer Fatalismus. Igitt! 
Halten wir uns doch lieber an Kant und Goethe, damit wir uns als Menschen, heute selbstverständlich eigenverantwortliche Individuen,besser und größer fühlen können.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu dem Thema fällt mir doch glatt Georg Büchner ein, wenn er selbst Revolutionsführer als &#8220;Marionetten&#8221; zeichnet und ein imaginäres &#8220;Müssen&#8221; als Antrieb und Legitimation für menschliches Handeln begründet. Wie zeitlos und damit auch aktuell seine Überlegungen doch sind. Aber das wäre ja purer Fatalismus. Igitt!<br />
Halten wir uns doch lieber an Kant und Goethe, damit wir uns als Menschen, heute selbstverständlich eigenverantwortliche Individuen,besser und größer fühlen können.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lycalopex</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9651#comment-76198</link>
		<dc:creator>Lycalopex</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2018 23:22:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Naja, ganz so düster seh ich den Ansatz nicht - bei der Ausführung sind wir uns ja offenbar sehr einig. Trauma trifft es ganz gut, zumindest erklärete es die ständige Wiederholung des immergleichen retraumatisierenden Handlungsablaufs (der mit &#039;ich will über mich selbst hinaus wirken&#039; ja doch halbwegs treffen beschrieben ist)und schließt damit auch den Bereich der schon immer erlebten existenziellen Gefährdung als vakantes &#039;Grenz&#039;gebiet des Bewältigbaren mit ein. Ohnmacht ist es ja gerade nicht, was den Menschen auszeichnet. Er kann ja wirken, nur wird es im Großen halt immer und ausnahmslos sein eigenes Verderben. Gott als Bewältigungsansatz war da m.E. nicht die schlechteste Idee. Was die Unterordnung unter dessen Ordnung so schwer macht, erlebt man schon ganz gut wenn man den Begriff &#039;Unterordnung&#039; mehrfach langsam vor sich hin liest. &#039;Nebenbei&#039; halte ich das erkennen der wikenden Ordnungsprinzipien in den Grenzen des menschlich Möglichen und des erkannten Ordnungsprinzips für eine herausfordernde Angelegenheit. Aber Jahrhundertausende lang, also stabil gelebte Wildbeutereien legen zumindest nahe, dass dies durchaus im Machbarkeitsbereich des Menschen lag. Damals musste man allerdings auch nicht &#039;Unterordnung&#039; lesen, schon gar nicht mehrfach. ;-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja, ganz so düster seh ich den Ansatz nicht &#8211; bei der Ausführung sind wir uns ja offenbar sehr einig. Trauma trifft es ganz gut, zumindest erklärete es die ständige Wiederholung des immergleichen retraumatisierenden Handlungsablaufs (der mit &#8216;ich will über mich selbst hinaus wirken&#8217; ja doch halbwegs treffen beschrieben ist)und schließt damit auch den Bereich der schon immer erlebten existenziellen Gefährdung als vakantes &#8216;Grenz&#8217;gebiet des Bewältigbaren mit ein. Ohnmacht ist es ja gerade nicht, was den Menschen auszeichnet. Er kann ja wirken, nur wird es im Großen halt immer und ausnahmslos sein eigenes Verderben. Gott als Bewältigungsansatz war da m.E. nicht die schlechteste Idee. Was die Unterordnung unter dessen Ordnung so schwer macht, erlebt man schon ganz gut wenn man den Begriff &#8216;Unterordnung&#8217; mehrfach langsam vor sich hin liest. &#8216;Nebenbei&#8217; halte ich das erkennen der wikenden Ordnungsprinzipien in den Grenzen des menschlich Möglichen und des erkannten Ordnungsprinzips für eine herausfordernde Angelegenheit. Aber Jahrhundertausende lang, also stabil gelebte Wildbeutereien legen zumindest nahe, dass dies durchaus im Machbarkeitsbereich des Menschen lag. Damals musste man allerdings auch nicht &#8216;Unterordnung&#8217; lesen, schon gar nicht mehrfach. ;-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9651#comment-76197</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2018 21:58:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=9651#comment-76197</guid>
		<description><![CDATA[Gott ist ja einerseits eine Kulturkrücke für das Unfassbare, von Anfang an aber auch Herrschaftsinstrument. 
Mein Fokus liegt aber auf so etwas wie &#039;Weltbezug&#039;. Ein Weltbild scheint der Mensch ja zu brauchen; das moderne, humanistische oder anthropozentrische schließt nun an die mystischen insofern an, als dass auch dieses nicht von der Vorstellung lassen kann, etwas müsse Welt doch bewegen können, in dem Fall also der Mensch (oder die Menschen). Anstatt aber den konsequenten Schritt zu gehen und sich damit zu bescheiden, dass es eben keine Macht gibt, die Welt nach einem Willen verändern kann, bleibt dieser depperte Glauben an Weltbeherrschung bestehen, die obendrein eine gute über eine böse obsiegen sehen will. Das ist kein bisschen Fortschritt, weder in Bezug auf Erkenntnis noch auf realistische Handlungsoptionen. So eine Art Urtrauma mag da am Werk sein, die zwanghaft Ohnmacht überwinden will und die blödesten Strategien dazu freisetzt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gott ist ja einerseits eine Kulturkrücke für das Unfassbare, von Anfang an aber auch Herrschaftsinstrument.<br />
Mein Fokus liegt aber auf so etwas wie &#8216;Weltbezug&#8217;. Ein Weltbild scheint der Mensch ja zu brauchen; das moderne, humanistische oder anthropozentrische schließt nun an die mystischen insofern an, als dass auch dieses nicht von der Vorstellung lassen kann, etwas müsse Welt doch bewegen können, in dem Fall also der Mensch (oder die Menschen). Anstatt aber den konsequenten Schritt zu gehen und sich damit zu bescheiden, dass es eben keine Macht gibt, die Welt nach einem Willen verändern kann, bleibt dieser depperte Glauben an Weltbeherrschung bestehen, die obendrein eine gute über eine böse obsiegen sehen will. Das ist kein bisschen Fortschritt, weder in Bezug auf Erkenntnis noch auf realistische Handlungsoptionen. So eine Art Urtrauma mag da am Werk sein, die zwanghaft Ohnmacht überwinden will und die blödesten Strategien dazu freisetzt.</p>
]]></content:encoded>
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