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	<title>Kommentare zu: KI und Kapitalismus (6): Unsichtbare Hände</title>
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	<description>Keine Herren, keine Sklaven!</description>
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		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9443#comment-81658</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Sep 2018 14:30:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich hätte da noch paar Texte, die mir in letzter Zeit so zum Thema untergekommen sind... Mit der Komplexität des &#039;Denkens&#039; aus systemtheoretischer Sicht beschäftigt sich der (auch ansonsten lesenswerte) tp-Autor &lt;a href=&quot;https://www.heise.de/tp/autoren/?autor=J%C3%B6rg%20R%C3%A4wel&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Jörg Räwel&lt;/a&gt; insbesondere in &lt;a href=&quot;https://www.heise.de/tp/features/Koennen-Maschinen-denken-4117648.html?seite=all&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Können Maschinen denken&lt;/a&gt; sowie &lt;a href=&quot;https://www.heise.de/tp/features/Das-Hirngespinst-des-Gedankenlesens-3820483.html?seite=all&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Das Hirngespinst des Gedankenlesens&lt;/a&gt;.  

Martin Burckhardt hingegen plädiert in &lt;a href=&quot;https://www.heise.de/tp/features/Der-Philosoph-sollte-Altgriechisch-und-Programmieren-lernen-4136510.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;diesem Interview&lt;/a&gt; für eine Erweiterung der Maschinen-Metapher, wie sie weiland vor allem von Lewis Mumford eingeführt und heute bspw von Fabian Scheidler verwendet wird. Das so beworbene Buch steht auf der Leseliste, harrt aber noch...

Derweil will mir scheinen, dass eine wesentliche Beschränkung aller KI-Algorithmen darin liegt, dass sie ihren vorgebenen Rahmen nicht überschreiten können. So ist es natürlich möglich, eine KI zu implementieren, die im sog. Hochfrequenzhandel jedem menschlichen Entscheider haushoch überlegen ist. Ihre Antworten werden aber immer die vorgegebene Form &#039;x verkaufen, y behalten, z kaufen&#039; haben, der menschliche Entscheider hingegen mit der Frage &#039;Was soll der Scheiss - wer bin ich denn, und was mach ich hier?&#039; auch den Rahmen verlassen bzw in Frage stellen kann. 

Das hat offenbar auch das &lt;a href=&quot;https://www.heise.de/tp/features/Pentagon-will-wissenschaftliche-Forschung-durch-KI-Systeme-ersetzen-4145928.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Pentagon&lt;/a&gt; erkannt und bittet um Vorschläge für eine KI, die &#039;selbst Daten sammeln, Hypothesen entwicklen, Modelle erzeugen und überprüfen können&#039; soll. Das wäre mE aber auch nur eine erweiterte Problemstellung, die der KI dann entsprechend aber erstmal eine &#039;Idee&#039; davon vermitteln müsste, was &#039;Daten&#039;, &#039;Modelle&#039;, &#039;Hypothesen&#039; etc sind und wie sie sich aufeinander beziehen. Dazu wäre zunächst einmal &#039;viel Glück&#039; zu wünschen, andererseits anzumerken, dass der beschränkende Rahmen damit zwar erweitert, aber natürlich keineswegs aufgehoben wäre. 

Und dann war da auch noch was von &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/gefahr-der-kuenstlichen-intelligenz-kontrollverlust-der-menschen-15716684.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Sascha Lobo&lt;/a&gt;... ;)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hätte da noch paar Texte, die mir in letzter Zeit so zum Thema untergekommen sind&#8230; Mit der Komplexität des &#8216;Denkens&#8217; aus systemtheoretischer Sicht beschäftigt sich der (auch ansonsten lesenswerte) tp-Autor <a href="https://www.heise.de/tp/autoren/?autor=J%C3%B6rg%20R%C3%A4wel" rel="nofollow">Jörg Räwel</a> insbesondere in <a href="https://www.heise.de/tp/features/Koennen-Maschinen-denken-4117648.html?seite=all" rel="nofollow">Können Maschinen denken</a> sowie <a href="https://www.heise.de/tp/features/Das-Hirngespinst-des-Gedankenlesens-3820483.html?seite=all" rel="nofollow">Das Hirngespinst des Gedankenlesens</a>.  </p>
<p>Martin Burckhardt hingegen plädiert in <a href="https://www.heise.de/tp/features/Der-Philosoph-sollte-Altgriechisch-und-Programmieren-lernen-4136510.html" rel="nofollow">diesem Interview</a> für eine Erweiterung der Maschinen-Metapher, wie sie weiland vor allem von Lewis Mumford eingeführt und heute bspw von Fabian Scheidler verwendet wird. Das so beworbene Buch steht auf der Leseliste, harrt aber noch&#8230;</p>
<p>Derweil will mir scheinen, dass eine wesentliche Beschränkung aller KI-Algorithmen darin liegt, dass sie ihren vorgebenen Rahmen nicht überschreiten können. So ist es natürlich möglich, eine KI zu implementieren, die im sog. Hochfrequenzhandel jedem menschlichen Entscheider haushoch überlegen ist. Ihre Antworten werden aber immer die vorgegebene Form &#8216;x verkaufen, y behalten, z kaufen&#8217; haben, der menschliche Entscheider hingegen mit der Frage &#8216;Was soll der Scheiss &#8211; wer bin ich denn, und was mach ich hier?&#8217; auch den Rahmen verlassen bzw in Frage stellen kann. </p>
<p>Das hat offenbar auch das <a href="https://www.heise.de/tp/features/Pentagon-will-wissenschaftliche-Forschung-durch-KI-Systeme-ersetzen-4145928.html" rel="nofollow">Pentagon</a> erkannt und bittet um Vorschläge für eine KI, die &#8216;selbst Daten sammeln, Hypothesen entwicklen, Modelle erzeugen und überprüfen können&#8217; soll. Das wäre mE aber auch nur eine erweiterte Problemstellung, die der KI dann entsprechend aber erstmal eine &#8216;Idee&#8217; davon vermitteln müsste, was &#8216;Daten&#8217;, &#8216;Modelle&#8217;, &#8216;Hypothesen&#8217; etc sind und wie sie sich aufeinander beziehen. Dazu wäre zunächst einmal &#8216;viel Glück&#8217; zu wünschen, andererseits anzumerken, dass der beschränkende Rahmen damit zwar erweitert, aber natürlich keineswegs aufgehoben wäre. </p>
<p>Und dann war da auch noch was von <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/gefahr-der-kuenstlichen-intelligenz-kontrollverlust-der-menschen-15716684.html" rel="nofollow">Sascha Lobo</a>&#8230; ;)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9443#comment-80341</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jul 2018 11:25:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Trotz einiger Ausreisser und einer letztlich unzureichenden Gegenstrategie ist &lt;a href=&quot;https://www.rubikon.news/artikel/die-smarte-diktatur&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;das hier&lt;/a&gt; doch noch eine lesenswerte Ergänzung zum gesamten Komplex.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz einiger Ausreisser und einer letztlich unzureichenden Gegenstrategie ist <a href="https://www.rubikon.news/artikel/die-smarte-diktatur" rel="nofollow">das hier</a> doch noch eine lesenswerte Ergänzung zum gesamten Komplex.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9443#comment-78529</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 May 2018 09:22:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das bestätigt nicht nur die beiden letzten Absätze im Opner, sondern auch: &quot;&lt;em&gt;Das befähigt sie aber keineswegs zu Lösungen komplexer Probleme, zumal solcher von der unfassbaren Komplexität lebendiger Organismen. Von denen haben ihre Schöpfer ja kaum einen Schimmer.&lt;/em&gt;&quot; aus Teil drei. Dass Kapitalismus hier das Bezugssystem ist, liegt im Begriff &quot;funktionieren&quot;. Sieht so aus, als täte es, was es soll(!), kann also ausgeliefert werden. KI als Bananenware.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das bestätigt nicht nur die beiden letzten Absätze im Opner, sondern auch: &#8220;<em>Das befähigt sie aber keineswegs zu Lösungen komplexer Probleme, zumal solcher von der unfassbaren Komplexität lebendiger Organismen. Von denen haben ihre Schöpfer ja kaum einen Schimmer.</em>&#8221; aus Teil drei. Dass Kapitalismus hier das Bezugssystem ist, liegt im Begriff &#8220;funktionieren&#8221;. Sieht so aus, als täte es, was es soll(!), kann also ausgeliefert werden. KI als Bananenware.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9443#comment-78527</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 May 2018 08:51:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&lt;a href=&quot;https://www.heise.de/tp/features/Die-Geister-die-wir-rufen-Kuenstliche-Intelligenz-Algorithmen-als-neue-Alchemie-4047487.html?seite=all&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Der hier&lt;/a&gt; gehört unbedingt auch noch angehängt:

&lt;i&gt;Viele Forscher auf diesem Gebiet tappten im Dunkeln und wüssten eigentlich nicht, was sie täten. Nicht nur einzelne Algorithmen funktionierten wie eine &quot;Black Box&quot;, bei der man nur Ein- und Ausgabe kennen und nicht verstehe, was im Inneren geschehe. Ganze Teile der KI-Forschergemeinschaft würden inzwischen genauso anmuten.

Der Informatiker François Chollet, ebenfalls von Google, formuliert es so: Man programmiere die Software schlicht so, dass sie die Trefferquote maximiere. Trotz tausender wissenschaftlicher Arbeiten zum Thema basiere das aber im Wesentlichen auf Versuch und Irrtum.&lt;/i&gt;

Erinnert mich an mein eigenes Vorgehen, wenn ich mal Grafik programmieren musste. Erweckt nicht gerade Vertrauen. Aber wir sollen wollen. Existentielle Entscheidungen möglichst. Vielleicht hängt der Hype auch damit zusammen, dass eh niemand mehr so recht weiter weiss.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.heise.de/tp/features/Die-Geister-die-wir-rufen-Kuenstliche-Intelligenz-Algorithmen-als-neue-Alchemie-4047487.html?seite=all" rel="nofollow">Der hier</a> gehört unbedingt auch noch angehängt:</p>
<p><i>Viele Forscher auf diesem Gebiet tappten im Dunkeln und wüssten eigentlich nicht, was sie täten. Nicht nur einzelne Algorithmen funktionierten wie eine &#8220;Black Box&#8221;, bei der man nur Ein- und Ausgabe kennen und nicht verstehe, was im Inneren geschehe. Ganze Teile der KI-Forschergemeinschaft würden inzwischen genauso anmuten.</p>
<p>Der Informatiker François Chollet, ebenfalls von Google, formuliert es so: Man programmiere die Software schlicht so, dass sie die Trefferquote maximiere. Trotz tausender wissenschaftlicher Arbeiten zum Thema basiere das aber im Wesentlichen auf Versuch und Irrtum.</i></p>
<p>Erinnert mich an mein eigenes Vorgehen, wenn ich mal Grafik programmieren musste. Erweckt nicht gerade Vertrauen. Aber wir sollen wollen. Existentielle Entscheidungen möglichst. Vielleicht hängt der Hype auch damit zusammen, dass eh niemand mehr so recht weiter weiss.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Katze aus dem Sack</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9443#comment-78217</link>
		<dc:creator>Die Katze aus dem Sack</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 May 2018 18:59:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&quot;Nutzen Sie die Stärken unserer autistischen Consultants für Ihre IT- und Compliance-Projekte: Mustererkennung und Detailgenauigkeit, Aufmerksamkeit und Ausdauer, angeborenes Qualitätsbewusstsein, Spezialinteresse, Leidenschaft für die Sache sowie absolute Ehrlichkeit.&quot; (Auticon)

Warum diese nutzbaren Stärken nur auf IT- und Compliance-Projekte beschränken?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Nutzen Sie die Stärken unserer autistischen Consultants für Ihre IT- und Compliance-Projekte: Mustererkennung und Detailgenauigkeit, Aufmerksamkeit und Ausdauer, angeborenes Qualitätsbewusstsein, Spezialinteresse, Leidenschaft für die Sache sowie absolute Ehrlichkeit.&#8221; (Auticon)</p>
<p>Warum diese nutzbaren Stärken nur auf IT- und Compliance-Projekte beschränken?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9443#comment-78211</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 May 2018 13:38:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=9443#comment-78211</guid>
		<description><![CDATA[Und noch einmal vorgeholt - die &lt;a href=&quot;https://capulcu.blackblogs.org/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; auch frei runterladbaren drei Broschüren scheinen mir ausgesprochen lesenswert, auf jeden Fall trifft es auf den KI-Artikel in BandIII, der mir auch insgesamt am interessantesten erscheint, zu. Erstaunlicherweise kommt er sogar zu ähnlichen Ergebnissen wie wir hier. ;)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Und noch einmal vorgeholt &#8211; die <a href="https://capulcu.blackblogs.org/" rel="nofollow">hier</a> auch frei runterladbaren drei Broschüren scheinen mir ausgesprochen lesenswert, auf jeden Fall trifft es auf den KI-Artikel in BandIII, der mir auch insgesamt am interessantesten erscheint, zu. Erstaunlicherweise kommt er sogar zu ähnlichen Ergebnissen wie wir hier. ;)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9443#comment-76574</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Apr 2018 15:24:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=9443#comment-76574</guid>
		<description><![CDATA[Ein an sich nicht schlechter und kritischer Artikel über die &#039;&lt;a href=&quot;https://www.heise.de/tp/features/Digitalisierung-der-Gefuehle-4000478.html?seite=all&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Digitalisierung der Gefühle&lt;/a&gt;&#039; - der es dabei aber schafft, nicht ein einziges mal den menschlichen Körper, die &#039;Leiblichkeit&#039; zu erwähnen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein an sich nicht schlechter und kritischer Artikel über die &#8216;<a href="https://www.heise.de/tp/features/Digitalisierung-der-Gefuehle-4000478.html?seite=all" rel="nofollow">Digitalisierung der Gefühle</a>&#8216; &#8211; der es dabei aber schafft, nicht ein einziges mal den menschlichen Körper, die &#8216;Leiblichkeit&#8217; zu erwähnen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ThomasX</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9443#comment-75923</link>
		<dc:creator>ThomasX</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2018 16:07:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=9443#comment-75923</guid>
		<description><![CDATA[@ Peinhart #33: Ich finde den gezogenen Vergleich mitsamt Versinnbildlichung der virtuellen Realität, in welcher Mensch dahinsiecht, richtig gut. 

Der eigentliche Adressat, welcher dies schlußfolgernd erkennen sollte, wird damit jedoch in seiner VR nicht mehr erreicht.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Peinhart #33: Ich finde den gezogenen Vergleich mitsamt Versinnbildlichung der virtuellen Realität, in welcher Mensch dahinsiecht, richtig gut. </p>
<p>Der eigentliche Adressat, welcher dies schlußfolgernd erkennen sollte, wird damit jedoch in seiner VR nicht mehr erreicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9443#comment-75915</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2018 11:24:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=9443#comment-75915</guid>
		<description><![CDATA[Und noch ein sehr interessanter Beifang aus &lt;a href=&quot;https://www.heise.de/tp/features/Das-eigene-Selbst-als-Lebensaufgabe-macht-einsam-3985192.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;diesem&lt;/a&gt;, auch ansonsten lesenswerten Interview: 

&lt;i&gt;Umgekehrt wird der Mensch zum Computer gemacht. So virtuell wie die Bilder und Welten auf der Oberfläche des Bildschirms werden auch Körper, Seele und Geist des Menschen. Das Gehirn als „CPU“ (Central Process Unit) erzeugt diese Bilder und entwirft uns, die wir uns gleichsam als Programm durchs Leben bewegen. In diesem Bild vom Menschen spielt die Differenz zwischen Gefühl und Bewußtsein kaum eine Rolle – beides sind Funktionen, die der Programmerfüllung untergeordnet sind.

Der Körper wird entfleischt, dafür bekommt er gänzlich ungreifbare, abstrakte „informationelle Netzwerke“ implantiert. Das Problem: einen solchen Körper kann man nicht mehr fühlen, über ihn kann man nicht mehr selbst verfügen. In einem solchen Körper kann man nicht mehr wohnen, sondern man ist exterritorialisiert. Gleichsam von außen redet man über Werte, Kurven und Wahrscheinlichkeiten, die dieser (eher unzuverläsige) Körper „produziert“. Der Körper wird durchgescannt, als tauglich befunden oder verworfen. Aufgerüstet mit Technik und chemischen Mixturen können entsprechende Experten daran gehen, Fettpolster zu beseitigen, Haare einzupflanzen, Augenfarben zu verändern – Angst und Traurigkeit zu eliminieren. 

Die Verabsolutierung des Gehirns als Leitorgan, als Konstruktionsstelle für Wirklichkeit setzt den Körper ins Unrecht. Der Körper ist lediglich ausführende Mechanik. Die Seele, heute einfach synonym für Gefühle, ist vom Gehirn gemacht.&lt;/i&gt;

Quelle: &lt;a href=&quot;http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2006/2711/pdf/JurkCharlotte-2006-02-13.pdf&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Der niedergeschlagene Mensch&lt;/a&gt;
(Depression. Eine sozialwissenschaftliche Studie zu Geschichte und gesellschaftlicher Bedeutung einer Diagnose)

Die Gefährlichkeit der KI, das wird auch hier noch einmal deutlich, liegt wieder mal nicht in der Technik selbst, sondern in der (Deutungs-) Macht, die &#039;wir&#039; Menschen ihr auf den verschiedensten Ebenen einzuräumen bereit sind. Wir machen uns selbst zu Sklaven eines noch dazu ziemlich platten Modells. 

Ausdrückliche Leseempfehlung, trotz 190 Seiten pdf...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Und noch ein sehr interessanter Beifang aus <a href="https://www.heise.de/tp/features/Das-eigene-Selbst-als-Lebensaufgabe-macht-einsam-3985192.html" rel="nofollow">diesem</a>, auch ansonsten lesenswerten Interview: </p>
<p><i>Umgekehrt wird der Mensch zum Computer gemacht. So virtuell wie die Bilder und Welten auf der Oberfläche des Bildschirms werden auch Körper, Seele und Geist des Menschen. Das Gehirn als „CPU“ (Central Process Unit) erzeugt diese Bilder und entwirft uns, die wir uns gleichsam als Programm durchs Leben bewegen. In diesem Bild vom Menschen spielt die Differenz zwischen Gefühl und Bewußtsein kaum eine Rolle – beides sind Funktionen, die der Programmerfüllung untergeordnet sind.</p>
<p>Der Körper wird entfleischt, dafür bekommt er gänzlich ungreifbare, abstrakte „informationelle Netzwerke“ implantiert. Das Problem: einen solchen Körper kann man nicht mehr fühlen, über ihn kann man nicht mehr selbst verfügen. In einem solchen Körper kann man nicht mehr wohnen, sondern man ist exterritorialisiert. Gleichsam von außen redet man über Werte, Kurven und Wahrscheinlichkeiten, die dieser (eher unzuverläsige) Körper „produziert“. Der Körper wird durchgescannt, als tauglich befunden oder verworfen. Aufgerüstet mit Technik und chemischen Mixturen können entsprechende Experten daran gehen, Fettpolster zu beseitigen, Haare einzupflanzen, Augenfarben zu verändern – Angst und Traurigkeit zu eliminieren. </p>
<p>Die Verabsolutierung des Gehirns als Leitorgan, als Konstruktionsstelle für Wirklichkeit setzt den Körper ins Unrecht. Der Körper ist lediglich ausführende Mechanik. Die Seele, heute einfach synonym für Gefühle, ist vom Gehirn gemacht.</i></p>
<p>Quelle: <a href="http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2006/2711/pdf/JurkCharlotte-2006-02-13.pdf" rel="nofollow">Der niedergeschlagene Mensch</a><br />
(Depression. Eine sozialwissenschaftliche Studie zu Geschichte und gesellschaftlicher Bedeutung einer Diagnose)</p>
<p>Die Gefährlichkeit der KI, das wird auch hier noch einmal deutlich, liegt wieder mal nicht in der Technik selbst, sondern in der (Deutungs-) Macht, die &#8216;wir&#8217; Menschen ihr auf den verschiedensten Ebenen einzuräumen bereit sind. Wir machen uns selbst zu Sklaven eines noch dazu ziemlich platten Modells. </p>
<p>Ausdrückliche Leseempfehlung, trotz 190 Seiten pdf&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=9443#comment-75385</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Mar 2018 08:04:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=9443#comment-75385</guid>
		<description><![CDATA[Und &lt;a href=&quot;http://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&amp;index=2&amp;posnr=686&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; noch ein brauchbarer Artikel zum Thema KI und Kapital. 

&lt;i&gt;Die bittere Ironie an dem – aus klassischen Fachidiotentum erwachsenen – Ignoranzgebilde des Transhumanismus besteht selbstverständlich darin, dass „die Maschinen“ längst über die Menschheit herrschen. Sie tun es seit der Durchsetzung des Kapitalismus – nur tun sie es nicht bewusst. [...] [S]ie tun es als Konkretisierungen der realabstrakten, blinden Verwertungsbewegung des Kapitals [...]&lt;/i&gt;]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Und <a href="http://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&amp;index=2&amp;posnr=686" rel="nofollow">hier</a> noch ein brauchbarer Artikel zum Thema KI und Kapital. </p>
<p><i>Die bittere Ironie an dem – aus klassischen Fachidiotentum erwachsenen – Ignoranzgebilde des Transhumanismus besteht selbstverständlich darin, dass „die Maschinen“ längst über die Menschheit herrschen. Sie tun es seit der Durchsetzung des Kapitalismus – nur tun sie es nicht bewusst. [...] [S]ie tun es als Konkretisierungen der realabstrakten, blinden Verwertungsbewegung des Kapitals [...]</i></p>
]]></content:encoded>
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