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	<title>Kommentare zu: Hassprediger-Feiertag</title>
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	<description>Keine Herren, keine Sklaven!</description>
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		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=8789#comment-78224</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2018 10:48:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Oh, verpasst: Das hier ist der 3000. Opener. Ich gratuliere mir.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oh, verpasst: Das hier ist der 3000. Opener. Ich gratuliere mir.</p>
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	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=8789#comment-71936</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2017 15:18:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gar nicht mal so OT und absolut lesenswert: 

&lt;a href=&quot;https://www.heise.de/tp/features/Auto-Nomie-3878881.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Was autonome Systeme mit uns machen (werden)&lt;/a&gt;]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gar nicht mal so OT und absolut lesenswert: </p>
<p><a href="https://www.heise.de/tp/features/Auto-Nomie-3878881.html" rel="nofollow">Was autonome Systeme mit uns machen (werden)</a></p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=8789#comment-71821</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2017 17:44:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&lt;i&gt;Ich verstehe dich so, dass die egelitären Gesellschaften weniger geeignet wären, das Monster zu domestizieren.&lt;/i&gt;

Welches &#039;Monster&#039;...? Nein, ich bin im Gegenteil eben der Meinung, dass erst dieses fatale Selbstbild das &#039;Monster&#039; sozusagen erst wirklich erschafft. Natürlich gibt es diese unangenehmen Züge menschlichen Verhaltens, aber erst indem man sie zum Kern des menschlichen Wesens, zu seiner &#039;Natur&#039; schlechthin erklärt (und andere Züge dabei schlicht unterschlägt) und, s.o., entsprechende Institutionen schafft, wird es sozusagen zur selbsterfüllenden Prophezeihung. In der so erschaffenen Welt &lt;i&gt;musst&lt;/i&gt; du diese Züge aufweisen, um &#039;erfolgreich&#039; zu sein. Ansonsten bist du, wie dieser schöne Spruch geht, einfach &#039;zu gut für diese Welt&#039;. 

Ein &#039;egalitäres&#039; Menschenbild hingegen ginge von der Voraussetzung aus, dass nicht individueller Erfolg und Macht über andere, sondern im Gegenteil ein friedliches (und fröhliches, statt verbissen angestrengtes) Leben in der Natur des Menschen läge und daher erstrebenswert sei, und dass man ein solches nur gemeinsam - und immer wieder den Konsens suchend statt der Konfrontation - zu verwirklichen sei. Eine Gesellschaft, die sich selbst so sieht, wird wie gesagt auch ganz andere Institutionen ausbilden. Mitanderen Wort und um diesen Begriff endlich auch mal zu nennen, eine andere &#039;Kultur&#039;. 

Bezüglich Konditionierung und Narrativ kann und mag ich dir folgen - und natürlich sind wir da ganz nah beim ollen Luther - der es aber wie gesagt auch nur (wieder) aufgegriffen hat. 

Zu deinem letzten Absatz ich einwenden wollen,dasses sich um eine ganz spezifische Zivilisation oder eben &#039;Kultur&#039;handelt, eben die, die ich etwas verkürzend die &#039;westliche&#039; nenne. Die &#039;Möglichkeit wirklich egalitärer Strukturen&#039; haben andere Kulturen in Vergangenheit und Gegenwart, siehe &lt;a href=&quot;https://www.jungewelt.de/artikel/313917.herrschaftsfreie-gesellschaften-werden-nicht-mehr-geleugnet.html?sstr=amborn&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Amborn&lt;/a&gt;, bereits weitgehend verwirklicht. Nur sind sie, wie auch schon gesagt, den gewaltbereiten Misanthropen im allgemeinen &#039;strukturell&#039; unterlegen - die &#039;westliche&#039; Geschichte ist nicht zuletzt auch die Geschichte der rücksichtslosen Zerstörung solcher &#039;primitiven&#039; und &#039;zurückgebliebenen&#039; Kulturen, und die Geschichte ihrer &#039;technischen Fortschritte&#039; nicht zuletzt die Geschichte ihrer Waffentechnologie und ihrer Spin-Offs. 

Mein &#039;ceterum censeo&#039; jedenfalls nochmal: wenn wir uns um diesen fatalen &#039;Kern des Narrativs&#039; nicht ganz zentral kümmern haben wir wenig Aussicht auf grundlegende Veränderung. Und da muss man mE wohl deutlich &#039;tiefer&#039; ansetzen als erst bei Luther. Der war ja auch nicht zufällig ausgerechnet ein Augustinermönch... ;)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Ich verstehe dich so, dass die egelitären Gesellschaften weniger geeignet wären, das Monster zu domestizieren.</i></p>
<p>Welches &#8216;Monster&#8217;&#8230;? Nein, ich bin im Gegenteil eben der Meinung, dass erst dieses fatale Selbstbild das &#8216;Monster&#8217; sozusagen erst wirklich erschafft. Natürlich gibt es diese unangenehmen Züge menschlichen Verhaltens, aber erst indem man sie zum Kern des menschlichen Wesens, zu seiner &#8216;Natur&#8217; schlechthin erklärt (und andere Züge dabei schlicht unterschlägt) und, s.o., entsprechende Institutionen schafft, wird es sozusagen zur selbsterfüllenden Prophezeihung. In der so erschaffenen Welt <i>musst</i> du diese Züge aufweisen, um &#8216;erfolgreich&#8217; zu sein. Ansonsten bist du, wie dieser schöne Spruch geht, einfach &#8216;zu gut für diese Welt&#8217;. </p>
<p>Ein &#8216;egalitäres&#8217; Menschenbild hingegen ginge von der Voraussetzung aus, dass nicht individueller Erfolg und Macht über andere, sondern im Gegenteil ein friedliches (und fröhliches, statt verbissen angestrengtes) Leben in der Natur des Menschen läge und daher erstrebenswert sei, und dass man ein solches nur gemeinsam &#8211; und immer wieder den Konsens suchend statt der Konfrontation &#8211; zu verwirklichen sei. Eine Gesellschaft, die sich selbst so sieht, wird wie gesagt auch ganz andere Institutionen ausbilden. Mitanderen Wort und um diesen Begriff endlich auch mal zu nennen, eine andere &#8216;Kultur&#8217;. </p>
<p>Bezüglich Konditionierung und Narrativ kann und mag ich dir folgen &#8211; und natürlich sind wir da ganz nah beim ollen Luther &#8211; der es aber wie gesagt auch nur (wieder) aufgegriffen hat. </p>
<p>Zu deinem letzten Absatz ich einwenden wollen,dasses sich um eine ganz spezifische Zivilisation oder eben &#8216;Kultur&#8217;handelt, eben die, die ich etwas verkürzend die &#8216;westliche&#8217; nenne. Die &#8216;Möglichkeit wirklich egalitärer Strukturen&#8217; haben andere Kulturen in Vergangenheit und Gegenwart, siehe <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/313917.herrschaftsfreie-gesellschaften-werden-nicht-mehr-geleugnet.html?sstr=amborn" rel="nofollow">Amborn</a>, bereits weitgehend verwirklicht. Nur sind sie, wie auch schon gesagt, den gewaltbereiten Misanthropen im allgemeinen &#8216;strukturell&#8217; unterlegen &#8211; die &#8216;westliche&#8217; Geschichte ist nicht zuletzt auch die Geschichte der rücksichtslosen Zerstörung solcher &#8216;primitiven&#8217; und &#8216;zurückgebliebenen&#8217; Kulturen, und die Geschichte ihrer &#8216;technischen Fortschritte&#8217; nicht zuletzt die Geschichte ihrer Waffentechnologie und ihrer Spin-Offs. </p>
<p>Mein &#8216;ceterum censeo&#8217; jedenfalls nochmal: wenn wir uns um diesen fatalen &#8216;Kern des Narrativs&#8217; nicht ganz zentral kümmern haben wir wenig Aussicht auf grundlegende Veränderung. Und da muss man mE wohl deutlich &#8216;tiefer&#8217; ansetzen als erst bei Luther. Der war ja auch nicht zufällig ausgerechnet ein Augustinermönch&#8230; ;)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=8789#comment-71819</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2017 15:51:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&quot;&lt;em&gt;Wo liest du das bei mir?&lt;/em&gt;&quot;
Ich verstehe dich so, dass die egelitären Gesellschaften weniger geeignet wären, das Monster zu domestizieren.
&quot;&lt;em&gt;In Bezug auf die frz Egalité&lt;/em&gt;&quot; - ja sicher war das halbherzig, weil sie ja wussten, dass manche gleicher bleiben würden. Für das Narrativ, als Versprechen ist es aber unabdingbar, um die vielen (vermeintlich) freiwillig zu einen. Insofern ist seitdem Herrschaft ans Versprechen der Freiheit (von ihr) gebunden. In diesem Bruch lockt die Möglichkeit wirklich egalitärer Strukturen.
Ich glaube nicht an &quot;Jahrtausende&quot; wirksame Konditionierung; im Gegenteil ist das immer der Kurzfrist-effekt. Wirkt sofort, wenn das Setting stimmt. So ein Scheiß wie NLP hampelt ja z.B. damit herum, ebenso andere primitive Verhaltenstherapien (die recht erfolgreich sein können). Das mit den Jahrtausenden ist das Narrativ. Das macht es sehr schwierig, die konkreten Konditionierungen so anzulegen, dass sie nicht ständig sozial destabilisiert werden. Daher braucht es meist einen großen Rumms, um das maßgeblich zu ändern. Wie man sieht, ändert das mitunter die Ursachen, aber leidet nicht die Symptome.

Ähm, wenn ich deinen Kommentar noch mal lese, könnte das da schon drinstehen ;-) Okay, also das &quot;&#039;apokalyptische&#039; Menschenbild&quot; wäre demnach ein Kern des Narrativs. Nuya, sind wir da etwa wieder recht nah beim Luther?

p.s./edith: Womöglich ist das der Fortschritt der Zivilisation, dass im Narrativ die Drohung schwächer wird und die Versprechen wichtiger. Das mit der Hölle ist keine taugliche Erzählung mehr, wenn sie ersichtlich selbsterschaffen auf Erden liegt. ]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;<em>Wo liest du das bei mir?</em>&#8221;<br />
Ich verstehe dich so, dass die egelitären Gesellschaften weniger geeignet wären, das Monster zu domestizieren.<br />
&#8220;<em>In Bezug auf die frz Egalité</em>&#8221; &#8211; ja sicher war das halbherzig, weil sie ja wussten, dass manche gleicher bleiben würden. Für das Narrativ, als Versprechen ist es aber unabdingbar, um die vielen (vermeintlich) freiwillig zu einen. Insofern ist seitdem Herrschaft ans Versprechen der Freiheit (von ihr) gebunden. In diesem Bruch lockt die Möglichkeit wirklich egalitärer Strukturen.<br />
Ich glaube nicht an &#8220;Jahrtausende&#8221; wirksame Konditionierung; im Gegenteil ist das immer der Kurzfrist-effekt. Wirkt sofort, wenn das Setting stimmt. So ein Scheiß wie NLP hampelt ja z.B. damit herum, ebenso andere primitive Verhaltenstherapien (die recht erfolgreich sein können). Das mit den Jahrtausenden ist das Narrativ. Das macht es sehr schwierig, die konkreten Konditionierungen so anzulegen, dass sie nicht ständig sozial destabilisiert werden. Daher braucht es meist einen großen Rumms, um das maßgeblich zu ändern. Wie man sieht, ändert das mitunter die Ursachen, aber leidet nicht die Symptome.</p>
<p>Ähm, wenn ich deinen Kommentar noch mal lese, könnte das da schon drinstehen ;-) Okay, also das &#8220;&#8216;apokalyptische&#8217; Menschenbild&#8221; wäre demnach ein Kern des Narrativs. Nuya, sind wir da etwa wieder recht nah beim Luther?</p>
<p>p.s./edith: Womöglich ist das der Fortschritt der Zivilisation, dass im Narrativ die Drohung schwächer wird und die Versprechen wichtiger. Das mit der Hölle ist keine taugliche Erzählung mehr, wenn sie ersichtlich selbsterschaffen auf Erden liegt. </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=8789#comment-71818</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2017 15:42:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@flatter #18 - &#039;Um Beherrschung einkommen&#039; = um Beherrschung bitten. Der Mensch sieht sozusagen selbst ein, dass er aufgrund seiner egoistischen, auf Dominanz über andere ausgerichtete &#039;Natur&#039; selbst beherrscht werden muss weil sonst eben &#039;Krieg aller gegen alle&#039;. 

Nun versteh ich aber auch nicht alles. &lt;i&gt;Es erschließt sich mir auch nicht, wo eine egalitäre Gesellschaft &#039;gefährlicher&#039; wäre im Hinblick auf menschliche Abgründe als eine hierarchische.&lt;/i&gt; - Wo liest du das bei mir?

In Bezug auf die frz Egalité würde ich sagen, dass das ein ziemlich halbherziger und/oder gescheiterter Ansatz war. Die parlamentarische Demokratie verweist ja auch schon auf das Weiterbestehen von Herrschaft in Form der Republik, so wie das angesprochene Menschenbild im homo oeconomicus weiterlebt bzw wiederbelebt wurde. In der Betrachtung als &#039;Mogelpackung&#039; - die angebliche Gleichheit dient vor allem der Fiktion des gleichberechtigten Vertragsschlusses - dürften wir uns jedoch soweit einig sein. 

&lt;i&gt;Der Rest ist Konditionierung einhergehend mit der fehlenden Idee, was man denn tun sollte, wenn einem das keiner mehr sagt.&lt;/i&gt;

Meine These ist es ja, dass gerade diese Konditionierung in einem sehr starken Maße auf eben dieses tief verinnerlichte, sich durch Jahrtausende &#039;westlicher&#039; Geistesgeschichte ziehende, geradezu &#039;apokalyptische&#039; Menschenbild zurückzuführen ist. Sozusagen eine &#039;Tiefengrundierung&#039;, und mitnichten auf das politisch &#039;rechte&#039; Spektrum beschränkt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@flatter #18 &#8211; &#8216;Um Beherrschung einkommen&#8217; = um Beherrschung bitten. Der Mensch sieht sozusagen selbst ein, dass er aufgrund seiner egoistischen, auf Dominanz über andere ausgerichtete &#8216;Natur&#8217; selbst beherrscht werden muss weil sonst eben &#8216;Krieg aller gegen alle&#8217;. </p>
<p>Nun versteh ich aber auch nicht alles. <i>Es erschließt sich mir auch nicht, wo eine egalitäre Gesellschaft &#8216;gefährlicher&#8217; wäre im Hinblick auf menschliche Abgründe als eine hierarchische.</i> &#8211; Wo liest du das bei mir?</p>
<p>In Bezug auf die frz Egalité würde ich sagen, dass das ein ziemlich halbherziger und/oder gescheiterter Ansatz war. Die parlamentarische Demokratie verweist ja auch schon auf das Weiterbestehen von Herrschaft in Form der Republik, so wie das angesprochene Menschenbild im homo oeconomicus weiterlebt bzw wiederbelebt wurde. In der Betrachtung als &#8216;Mogelpackung&#8217; &#8211; die angebliche Gleichheit dient vor allem der Fiktion des gleichberechtigten Vertragsschlusses &#8211; dürften wir uns jedoch soweit einig sein. </p>
<p><i>Der Rest ist Konditionierung einhergehend mit der fehlenden Idee, was man denn tun sollte, wenn einem das keiner mehr sagt.</i></p>
<p>Meine These ist es ja, dass gerade diese Konditionierung in einem sehr starken Maße auf eben dieses tief verinnerlichte, sich durch Jahrtausende &#8216;westlicher&#8217; Geistesgeschichte ziehende, geradezu &#8216;apokalyptische&#8217; Menschenbild zurückzuführen ist. Sozusagen eine &#8216;Tiefengrundierung&#8217;, und mitnichten auf das politisch &#8216;rechte&#8217; Spektrum beschränkt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=8789#comment-71815</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2017 14:27:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@#17: Hatte ich schon und kopfschüttelte, Argumente wie &quot;V&lt;em&gt;ielmehr sei die protestantische Ethik der Calvinisten eine Handwerker-Doktrin gewesen, zudem sei der moderne Kapitalismus schon älter – er sei in Italien ohne die Mithilfe irgendeines religiösen Irrationalismus auf die Welt gekommen.&lt;/em&gt;&quot; zeigen, dass da einer nicht im Ansatz den Weber kapiert hat, geschweige denn den Foucault. Adäquat könnte man behaupten, eine jüdische Religion könnte keinen Einfluss auf das frühmittelalterliche Rom gehabt haben, weil es dergleichen schon tausend Jahre vorher gab.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@#17: Hatte ich schon und kopfschüttelte, Argumente wie &#8220;V<em>ielmehr sei die protestantische Ethik der Calvinisten eine Handwerker-Doktrin gewesen, zudem sei der moderne Kapitalismus schon älter – er sei in Italien ohne die Mithilfe irgendeines religiösen Irrationalismus auf die Welt gekommen.</em>&#8221; zeigen, dass da einer nicht im Ansatz den Weber kapiert hat, geschweige denn den Foucault. Adäquat könnte man behaupten, eine jüdische Religion könnte keinen Einfluss auf das frühmittelalterliche Rom gehabt haben, weil es dergleichen schon tausend Jahre vorher gab.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=8789#comment-71814</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2017 14:13:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Peinhart(16):
Vorab: Ich verstehe den Ausdruck &quot;um seine Beherrschung einkommt&quot; nicht.

Im Kern sehe ich keine Contradictio (um deutlich zu machen, dass mit &quot;Widerspruch&quot; an dieser Stelle ein ausschließender gemeint ist) zwischen den beiden Ansätzen, die du &quot;egalitär&quot; vs. &quot;Herrschaft&quot; nennst. Im gegenteil ist die Konstellation egalitär vs. dominant zwar konträr, kommt aber häufig vor und ist m.E. u.a. in der parlamentarischen Demokratie und ihrem Narrativ angelegt. Der erste Wert der frz. Revolution ist ja &quot;Egalité&quot;. Es wird allenthalben so getan, als seien die Bürger gleichberechtigt, und die Herrschaft, so weiß gerade der Kritiker des Systems, dient vornehmlich dem Schutz des Eigentums, mithin einer Herrschaft, die Gleichheit verhindert - nicht, weil sie das Böse im Menschen fresetzt, sondern weil sie dem heimlichen Unrecht im Wege steht.
Es erschließt sich mir auch nicht, wo eine egalitäre Gesellschaft &#039;gefährlicher&#039; wäre im Hinblick auf menschliche Abgründe als eine hierarchische. Der Konflikt ist doch eher ein rhetorischer, den die jeweilige Herrschaft pflegt, um ihre Obsolenz zu kaschieren. Der Rest ist Konditionierung einhergehend mit der fehlenden Idee, was man denn tun sollte, wenn einem das keiner mehr sagt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Peinhart(16):<br />
Vorab: Ich verstehe den Ausdruck &#8220;um seine Beherrschung einkommt&#8221; nicht.</p>
<p>Im Kern sehe ich keine Contradictio (um deutlich zu machen, dass mit &#8220;Widerspruch&#8221; an dieser Stelle ein ausschließender gemeint ist) zwischen den beiden Ansätzen, die du &#8220;egalitär&#8221; vs. &#8220;Herrschaft&#8221; nennst. Im gegenteil ist die Konstellation egalitär vs. dominant zwar konträr, kommt aber häufig vor und ist m.E. u.a. in der parlamentarischen Demokratie und ihrem Narrativ angelegt. Der erste Wert der frz. Revolution ist ja &#8220;Egalité&#8221;. Es wird allenthalben so getan, als seien die Bürger gleichberechtigt, und die Herrschaft, so weiß gerade der Kritiker des Systems, dient vornehmlich dem Schutz des Eigentums, mithin einer Herrschaft, die Gleichheit verhindert &#8211; nicht, weil sie das Böse im Menschen fresetzt, sondern weil sie dem heimlichen Unrecht im Wege steht.<br />
Es erschließt sich mir auch nicht, wo eine egalitäre Gesellschaft &#8216;gefährlicher&#8217; wäre im Hinblick auf menschliche Abgründe als eine hierarchische. Der Konflikt ist doch eher ein rhetorischer, den die jeweilige Herrschaft pflegt, um ihre Obsolenz zu kaschieren. Der Rest ist Konditionierung einhergehend mit der fehlenden Idee, was man denn tun sollte, wenn einem das keiner mehr sagt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=8789#comment-71813</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2017 13:26:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&lt;a href=&quot;https://oxiblog.de/der-geist-des-kapitalismus-protestantismus-max-weber-und-der-reformationstag/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Hier&lt;/a&gt; übrigens noch ein paar kurze, aber lesenswerte und ausbaufähige Anmerkungen zu Weber.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://oxiblog.de/der-geist-des-kapitalismus-protestantismus-max-weber-und-der-reformationstag/" rel="nofollow">Hier</a> übrigens noch ein paar kurze, aber lesenswerte und ausbaufähige Anmerkungen zu Weber.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=8789#comment-71812</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2017 13:08:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=8789#comment-71812</guid>
		<description><![CDATA[@flatter #7 -&lt;i&gt;Was aber will uns der Autor damit sagen?&lt;/i&gt;

Der Autor - dem schon klar ist, dass er allmählich nervt ;) - möchte damit zum einen sagen, dass es sich lohnt, noch tiefer zu graben und noch frühere Schichten freizulegen. Gut, damit scheint er im Prinzip erstmal quer durch die Scheune zu rennen, trotzdem. 

Ihm will nämlich scheinen, dass es da eine sehr lange Linie des Widerstreits zwischen herrschaftsorientierten und egalitären Konzepten gibt, wobei letztere mit dem hier immer wiederin Anschlag gebrachten misanthropen Menschenbild schlicht nicht vereinbar sind, während sich erstere aus demselben quasi automatisch ergeben. Das perfide an dieser &#039;opfermythologischen Herrschaftstechnik&#039; ist ja, dass &#039;der Mensch&#039; selbst, aus Einsicht in seine Verderbtheit und  Sündhaftigkeit, um seine Beherrschung einkommt. 

So bekommt auch jeder Versuch, an die Vernunft zu appelieren, unweigerlich entsprechende Schlagseite, wenn dieses Bild gesetzt bleibt. Es geht dann, wie schon bei den alten Griechen, nur noch um die Frage, ob es eine Monarchie bzw Diktatur sein muss, oder ob nicht eine Republik vielleicht auch schon ausreicht. &#039;Herrschaft&#039; selbst bleibt damit aber ebenfalls gesetzt. 

Fatal des weiteren, dass herrschaftsförmige Gebilde zu ganz anderen Formen der Gewalttätigkeit bereit und fähig sind als egalitäre. Denn Institutionen und Apparate, die eine Gesellschaft ausbildet, beruhen zwangsläufig auf dem Bild, dass sich die Menschen von sich selbst und ihrer Umgebung machen. Und die herrschaftsförmigen haben sich aufgrund ihrer Gewaltbereitschaft bisher als sozusagen &#039;strukturell überlegen&#039; erwiesen. 

Kurz, je länger ich überdiese &#039;lange Linie&#039; nachdenke, desto zwingender scheint mir die ja auch &lt;a href=&quot;http://feynsinn.org/?p=8012#comment-67065&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; schon geäußerte Ansicht, dass dieses &#039;Selbstbildnis&#039; - in des Begriffes doppelter Bedeutung - elementar ist für alle Versuche, eine wirklich andere, auf egalitären Verhältnissen beruhende Gesellschaft mit entsprechenden Institutionen zu begründen. 

Eine reine Diskussion über die &#039;technische&#039; Seite einer solchen Transformation, also über Institutionen und Apparate setzt bereits eine Ebene zu hoch an, ist eben nicht &#039;radikal&#039;, sondern auch nur &#039;symptomatisch&#039;.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@flatter #7 -<i>Was aber will uns der Autor damit sagen?</i></p>
<p>Der Autor &#8211; dem schon klar ist, dass er allmählich nervt ;) &#8211; möchte damit zum einen sagen, dass es sich lohnt, noch tiefer zu graben und noch frühere Schichten freizulegen. Gut, damit scheint er im Prinzip erstmal quer durch die Scheune zu rennen, trotzdem. </p>
<p>Ihm will nämlich scheinen, dass es da eine sehr lange Linie des Widerstreits zwischen herrschaftsorientierten und egalitären Konzepten gibt, wobei letztere mit dem hier immer wiederin Anschlag gebrachten misanthropen Menschenbild schlicht nicht vereinbar sind, während sich erstere aus demselben quasi automatisch ergeben. Das perfide an dieser &#8216;opfermythologischen Herrschaftstechnik&#8217; ist ja, dass &#8216;der Mensch&#8217; selbst, aus Einsicht in seine Verderbtheit und  Sündhaftigkeit, um seine Beherrschung einkommt. </p>
<p>So bekommt auch jeder Versuch, an die Vernunft zu appelieren, unweigerlich entsprechende Schlagseite, wenn dieses Bild gesetzt bleibt. Es geht dann, wie schon bei den alten Griechen, nur noch um die Frage, ob es eine Monarchie bzw Diktatur sein muss, oder ob nicht eine Republik vielleicht auch schon ausreicht. &#8216;Herrschaft&#8217; selbst bleibt damit aber ebenfalls gesetzt. </p>
<p>Fatal des weiteren, dass herrschaftsförmige Gebilde zu ganz anderen Formen der Gewalttätigkeit bereit und fähig sind als egalitäre. Denn Institutionen und Apparate, die eine Gesellschaft ausbildet, beruhen zwangsläufig auf dem Bild, dass sich die Menschen von sich selbst und ihrer Umgebung machen. Und die herrschaftsförmigen haben sich aufgrund ihrer Gewaltbereitschaft bisher als sozusagen &#8216;strukturell überlegen&#8217; erwiesen. </p>
<p>Kurz, je länger ich überdiese &#8216;lange Linie&#8217; nachdenke, desto zwingender scheint mir die ja auch <a href="http://feynsinn.org/?p=8012#comment-67065" rel="nofollow">hier</a> schon geäußerte Ansicht, dass dieses &#8216;Selbstbildnis&#8217; &#8211; in des Begriffes doppelter Bedeutung &#8211; elementar ist für alle Versuche, eine wirklich andere, auf egalitären Verhältnissen beruhende Gesellschaft mit entsprechenden Institutionen zu begründen. </p>
<p>Eine reine Diskussion über die &#8216;technische&#8217; Seite einer solchen Transformation, also über Institutionen und Apparate setzt bereits eine Ebene zu hoch an, ist eben nicht &#8216;radikal&#8217;, sondern auch nur &#8216;symptomatisch&#8217;.</p>
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		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=8789#comment-71788</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2017 23:27:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Ringo: Kein Problem :-)]]></description>
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