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	<title>Kommentare zu: Weizsäckers Fortsetzung</title>
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	<description>Keine Herren, keine Sklaven!</description>
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		<title>Von: Feynsinn &#187; Jenningers Versagen</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=7508#comment-65208</link>
		<dc:creator>Feynsinn &#187; Jenningers Versagen</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 May 2017 12:16:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...] eine Rede zur Feierstunde im Bundestag, die ihn sein Amt kosten sollte. Drei Jahre nachdem die Rede Weizsäckers als Jahrhundertrede bejubelt worden war, erfuhr Jenninger, wie man in Deutschland nicht sprechen [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] eine Rede zur Feierstunde im Bundestag, die ihn sein Amt kosten sollte. Drei Jahre nachdem die Rede Weizsäckers als Jahrhundertrede bejubelt worden war, erfuhr Jenninger, wie man in Deutschland nicht sprechen [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=7508#comment-63680</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2017 22:24:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ Toptard: Du missverstehst mich fundamental. Ich kann und will mich nicht zu irgendeinem Buch äußern, das ich nicht mal eben gelesen habe, weil du es erwähnst, aber mit Wissenschaftskritik beschäftige ich mich seit Jahrzehnten intensiv. Hier zählt nach wie vor das Argument und nicht die Heiligkeit einer Quelle.
Was du in den letzten beiden Absätzen beschreibst, ist das Resultat von Kapitalismus, nicht das von Wissenschaft. Es ist keine Wissenschaft, Waffen zu konstruieren und zu bauen, sondern es sind die Produktionsbedingungen. 
Was Geschichtlichkeit anbetrifft (Epochen), so ist das ein weites Feld. Wissenschaftliches Denken, und nur das, hat das Potential, die Beschränkungen der Epoche(n) zu sprengen. Du wüsstest ohne Wissenschaft nicht einmal, dass es Epochen gibt.  Wie soll derweil Wissenschaftskritik eigentlich sein, wenn nicht wissenschaftlich? 

Gute Nacht!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Toptard: Du missverstehst mich fundamental. Ich kann und will mich nicht zu irgendeinem Buch äußern, das ich nicht mal eben gelesen habe, weil du es erwähnst, aber mit Wissenschaftskritik beschäftige ich mich seit Jahrzehnten intensiv. Hier zählt nach wie vor das Argument und nicht die Heiligkeit einer Quelle.<br />
Was du in den letzten beiden Absätzen beschreibst, ist das Resultat von Kapitalismus, nicht das von Wissenschaft. Es ist keine Wissenschaft, Waffen zu konstruieren und zu bauen, sondern es sind die Produktionsbedingungen.<br />
Was Geschichtlichkeit anbetrifft (Epochen), so ist das ein weites Feld. Wissenschaftliches Denken, und nur das, hat das Potential, die Beschränkungen der Epoche(n) zu sprengen. Du wüsstest ohne Wissenschaft nicht einmal, dass es Epochen gibt.  Wie soll derweil Wissenschaftskritik eigentlich sein, wenn nicht wissenschaftlich? </p>
<p>Gute Nacht!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=7508#comment-63679</link>
		<dc:creator>Wat.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2017 22:17:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Basis der Wissenschaft wurde in der Antike durch die Sklavenhaltergesellschaft korrumpiert, dann von der Feudalgesellschaft... bis hin zum Staatssozialismus.

Auch Menno ;)

Die Basis der Wissenschaft ist nicht die Methodik sondern die Methode. Ok, statt Mehtode sage ich: Menschen die Zugang zu Wissen haben (dürfen/ können)

PS - Ganz ehrlich, was interessieren mich denn irgendwelche sich selbst linksverortende Wissenschaftler.
Was können die denn tatsächlich mehr als Du, ich und alle anderen (zusammen). 

Im Gegenteil, wir halten uns hoffentlich nicht mal für klüger als andere und können und wollen uns genau deshalb mit anderen beraten/ verständigen.

Sorry, ich muß ins Bett - Sleep well @flatter]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Basis der Wissenschaft wurde in der Antike durch die Sklavenhaltergesellschaft korrumpiert, dann von der Feudalgesellschaft&#8230; bis hin zum Staatssozialismus.</p>
<p>Auch Menno ;)</p>
<p>Die Basis der Wissenschaft ist nicht die Methodik sondern die Methode. Ok, statt Mehtode sage ich: Menschen die Zugang zu Wissen haben (dürfen/ können)</p>
<p>PS &#8211; Ganz ehrlich, was interessieren mich denn irgendwelche sich selbst linksverortende Wissenschaftler.<br />
Was können die denn tatsächlich mehr als Du, ich und alle anderen (zusammen). </p>
<p>Im Gegenteil, wir halten uns hoffentlich nicht mal für klüger als andere und können und wollen uns genau deshalb mit anderen beraten/ verständigen.</p>
<p>Sorry, ich muß ins Bett &#8211; Sleep well @flatter</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Troptard</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=7508#comment-63678</link>
		<dc:creator>Troptard</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2017 22:09:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[O.K. Flatter,

Du willst/ Du kannst Dich nicht darauf einlassen, was ich Dir auch nicht vorhalten will, sich auf die Wissenschaftskritik von Claus Peter Ortlieb, Exit, einzulassen. 

Für mich selber hat diese Einlassung ziemlich viel durcheinander gebracht und ich befinde mich gerade in einer Situation, wo meine bisherigen Gewissheiten ziemlich ins Wanken geraten.

Claus Peter Ortlieb u.a. nehmen den Ausgangspunkt für das moderne und heutige naturwissenschaftliche Denken nicht bei Hegel sondern im Vergleich von Aristoteles und Galilei.

Das eine beruht auf Erfahrung, das andere zwängt in ein Experiment, was nur unter den Bedingungen des Experimentes Gültigkeit beaanspruchen kann, aber daraus Allgemeingültigkeit und Naturgesetzlichkeit  postuliert.

Und wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann ist es dieser unverbrüchliche Glaube daran, dass unsere Epoche nicht ebenso nur ein Produkt unserer Epoche ist, der Beschränktheit seiner eigenen Epoche unterliegt, sondern darin nur einen Fortschritt der Erkenntnis sieht.

Allerdings unterliegt man da selbst einer Mytologie, die man sich selbst abstreifen will. Wenn man das so sieht wie Du, dann verbleibt Wissenschaft nur noch als einziger fester Anker in einer Welt, die auseinander bröselt und ihr Anteil daran wird nicht mehr gesehen.

Warum soll eine Wissenschaft, die selbst zu den Problemen der Menschheit enorm beigetragen hat, ausgerechnet zu deren Lösung beitragen?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>O.K. Flatter,</p>
<p>Du willst/ Du kannst Dich nicht darauf einlassen, was ich Dir auch nicht vorhalten will, sich auf die Wissenschaftskritik von Claus Peter Ortlieb, Exit, einzulassen. </p>
<p>Für mich selber hat diese Einlassung ziemlich viel durcheinander gebracht und ich befinde mich gerade in einer Situation, wo meine bisherigen Gewissheiten ziemlich ins Wanken geraten.</p>
<p>Claus Peter Ortlieb u.a. nehmen den Ausgangspunkt für das moderne und heutige naturwissenschaftliche Denken nicht bei Hegel sondern im Vergleich von Aristoteles und Galilei.</p>
<p>Das eine beruht auf Erfahrung, das andere zwängt in ein Experiment, was nur unter den Bedingungen des Experimentes Gültigkeit beaanspruchen kann, aber daraus Allgemeingültigkeit und Naturgesetzlichkeit  postuliert.</p>
<p>Und wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann ist es dieser unverbrüchliche Glaube daran, dass unsere Epoche nicht ebenso nur ein Produkt unserer Epoche ist, der Beschränktheit seiner eigenen Epoche unterliegt, sondern darin nur einen Fortschritt der Erkenntnis sieht.</p>
<p>Allerdings unterliegt man da selbst einer Mytologie, die man sich selbst abstreifen will. Wenn man das so sieht wie Du, dann verbleibt Wissenschaft nur noch als einziger fester Anker in einer Welt, die auseinander bröselt und ihr Anteil daran wird nicht mehr gesehen.</p>
<p>Warum soll eine Wissenschaft, die selbst zu den Problemen der Menschheit enorm beigetragen hat, ausgerechnet zu deren Lösung beitragen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=7508#comment-63677</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2017 22:04:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Menno, aber das ist doch das Argument gegen Troptard und seine Zitatquelle, dass nämlich &lt;em&gt;im gegebenen Rahmen&lt;/em&gt; Wissenschaft nich anders kann - nicht wegen ihres (seriösen) Selbstverständnisses, sondern wegen des Rahmens. Dieses Selbstverständnis ist kein ethisches, sondern ein methodologisches. Die Basis der Wissenschaft wird durch den Kap. korrumpiert. ]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Menno, aber das ist doch das Argument gegen Troptard und seine Zitatquelle, dass nämlich <em>im gegebenen Rahmen</em> Wissenschaft nich anders kann &#8211; nicht wegen ihres (seriösen) Selbstverständnisses, sondern wegen des Rahmens. Dieses Selbstverständnis ist kein ethisches, sondern ein methodologisches. Die Basis der Wissenschaft wird durch den Kap. korrumpiert. </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=7508#comment-63675</link>
		<dc:creator>Wat.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2017 21:58:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Danke, geht schon in Ordnung.

Wissenschaft kann aber nunmal nicht entscheiden, daß sie nicht forscht.

Alleine macht die nämlich immer noch nix sondern Menschen in ihr. Und diese wollen/ müssen essen und dreist wenn sie sehr spartanisch dafür leben wollen würden, käme da irgendein holdes Eheglück um die Ecke, das da meinen würde, es möchte materiell viel besser leben ;)

Den Anspruch so zu formulieren hieße, jemandem im luftleeren Raum verorten zu können.

Zweck von hier ist immer noch nichts anderes als Geld und Verwertung der Ware Arbeitskraft.
Tolle moralische/ ethische Ansprüche muß &#039;man&#039; sich leisten können.
Und da gebe ich Tropthard recht, davon (Edit: Der Idealvorstellung Moral/ Ethik) geht gemeinhin das Bürgerliche Subjekt aus.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke, geht schon in Ordnung.</p>
<p>Wissenschaft kann aber nunmal nicht entscheiden, daß sie nicht forscht.</p>
<p>Alleine macht die nämlich immer noch nix sondern Menschen in ihr. Und diese wollen/ müssen essen und dreist wenn sie sehr spartanisch dafür leben wollen würden, käme da irgendein holdes Eheglück um die Ecke, das da meinen würde, es möchte materiell viel besser leben ;)</p>
<p>Den Anspruch so zu formulieren hieße, jemandem im luftleeren Raum verorten zu können.</p>
<p>Zweck von hier ist immer noch nichts anderes als Geld und Verwertung der Ware Arbeitskraft.<br />
Tolle moralische/ ethische Ansprüche muß &#8216;man&#8217; sich leisten können.<br />
Und da gebe ich Tropthard recht, davon (Edit: Der Idealvorstellung Moral/ Ethik) geht gemeinhin das Bürgerliche Subjekt aus.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=7508#comment-63672</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2017 21:33:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Liebe Wat., manchmal musst du aufmerksamer lesen.
Erstens:
&quot;&lt;em&gt;Man kann Marx vorwerfen, teleologisch (auf ein Ziel/einen Zweck) ausgerichtet zu sein, sicher, aber das ist eben eine Entscheidung, die jeder treffen kann, ob er das unterstützt: Die klassenlose Gesellschaft, wahlweise auch in der Formulierung des Blogmottos hier.&lt;/em&gt;&quot; Das war mein Kommentar. (Teleologisch, l statt t.)
Das ist eher dahingehend gemeint, dass Marx jenseits(!) seiner Analyse auch eine Vorstellung hatte, wie Gesellschaft denn besser sein könnte. Ich weiß gar nicht, ob Wissenschaft jenseits ihrer Methodologie anders sinnvoll sein kann, aber was Marx betrifft, bin ich doch ganz bei ihm. Ich sehe auch nicht, dass er das vermischt hätte - seine Analyse und seine Ausrichtung auf einen Zweck. Im Gegenteil hat er das als guter Wissenschaftler getrennt, so wie es moderne Theorie eben kann. 
Ich halte das sogar für bahnbrechend, im Gegnsatz zu Weber, der ernsthaft meinte, man könne &quot;wertfrei&quot; forschen. 
Zweitens:
Die notwendige Bedingung besteht genau darin, diese Bereiche zu trennen, aber nie zu vergessen, dass Wissenschaft in einem Rahmen stattfindet, den man nicht zementieren darf, sondern sprengen muss.
Wissenschaft, die ihre Bedingungen mitdenkt, ohne sich davon einengen zu lassen, ist die Kunst - weswegen ich sie auch neulich mit Journalismus verglichen habe. Ich behelfe mir da mit der schwachen Stütze &quot;seriös&quot;. Seriöse Wissenschaft und seriöser Journalismus machen sich (seit der Moderne) eben nicht gemein. Wenn es beides kaum mehr gibt, ist das nicht dem Selbstanspruch geschuldet, sondern der Korruption durch das System. An diesem Punkt widerspreche ich Troptard.

oh, sorry, wegens lesen:
Troptard warf das Thema &quot;bürgerliche Wissenschaft&quot; ein, ich erkläre nur, dass das kein Kainsmal ist. Es ist (s.o.) ja eben so, dass Marx wie Hegel im Rahmen &#039;bürgerlicher&#039; Wissenschaft philosophiert haben; Marx nur konsequenter. Seine Teleologie zwecks gesellschaftlichen Fortschritts hat er aber nicht in die Analyse (Das Kapital) vermurkst. Was man ihm hier vorwerfen kann, wäre ein Text wie das Manifest, das wäre demnach zu analytisch.  

[edith2] Und noch ein p.s.: Die Entscheidung in der Wissenschaft wäre demnach die, &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; zu forschen, wenn es (falschen) Zwecken dient, ein ganz netter Bogen zu Bruder Weizsäcker und seiner Teilnahme am Kernwaffenprojekt der Nazis.  ]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Wat., manchmal musst du aufmerksamer lesen.<br />
Erstens:<br />
&#8220;<em>Man kann Marx vorwerfen, teleologisch (auf ein Ziel/einen Zweck) ausgerichtet zu sein, sicher, aber das ist eben eine Entscheidung, die jeder treffen kann, ob er das unterstützt: Die klassenlose Gesellschaft, wahlweise auch in der Formulierung des Blogmottos hier.</em>&#8221; Das war mein Kommentar. (Teleologisch, l statt t.)<br />
Das ist eher dahingehend gemeint, dass Marx jenseits(!) seiner Analyse auch eine Vorstellung hatte, wie Gesellschaft denn besser sein könnte. Ich weiß gar nicht, ob Wissenschaft jenseits ihrer Methodologie anders sinnvoll sein kann, aber was Marx betrifft, bin ich doch ganz bei ihm. Ich sehe auch nicht, dass er das vermischt hätte &#8211; seine Analyse und seine Ausrichtung auf einen Zweck. Im Gegenteil hat er das als guter Wissenschaftler getrennt, so wie es moderne Theorie eben kann.<br />
Ich halte das sogar für bahnbrechend, im Gegnsatz zu Weber, der ernsthaft meinte, man könne &#8220;wertfrei&#8221; forschen.<br />
Zweitens:<br />
Die notwendige Bedingung besteht genau darin, diese Bereiche zu trennen, aber nie zu vergessen, dass Wissenschaft in einem Rahmen stattfindet, den man nicht zementieren darf, sondern sprengen muss.<br />
Wissenschaft, die ihre Bedingungen mitdenkt, ohne sich davon einengen zu lassen, ist die Kunst &#8211; weswegen ich sie auch neulich mit Journalismus verglichen habe. Ich behelfe mir da mit der schwachen Stütze &#8220;seriös&#8221;. Seriöse Wissenschaft und seriöser Journalismus machen sich (seit der Moderne) eben nicht gemein. Wenn es beides kaum mehr gibt, ist das nicht dem Selbstanspruch geschuldet, sondern der Korruption durch das System. An diesem Punkt widerspreche ich Troptard.</p>
<p>oh, sorry, wegens lesen:<br />
Troptard warf das Thema &#8220;bürgerliche Wissenschaft&#8221; ein, ich erkläre nur, dass das kein Kainsmal ist. Es ist (s.o.) ja eben so, dass Marx wie Hegel im Rahmen &#8216;bürgerlicher&#8217; Wissenschaft philosophiert haben; Marx nur konsequenter. Seine Teleologie zwecks gesellschaftlichen Fortschritts hat er aber nicht in die Analyse (Das Kapital) vermurkst. Was man ihm hier vorwerfen kann, wäre ein Text wie das Manifest, das wäre demnach zu analytisch.  </p>
<p>[edith2] Und noch ein p.s.: Die Entscheidung in der Wissenschaft wäre demnach die, <em>nicht</em> zu forschen, wenn es (falschen) Zwecken dient, ein ganz netter Bogen zu Bruder Weizsäcker und seiner Teilnahme am Kernwaffenprojekt der Nazis.  </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=7508#comment-63669</link>
		<dc:creator>Wat.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2017 21:01:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@flatter(37)

Die Marx&#039;sche Analyse bezeichnest Du als Bürgerliche Wissenschaft :P

Ich erinnere mich noch, daß Du vor Jahren mal meintest: Marx würde ja teteologisch an seine Analyse herangegangen sein. 
Ja, was denn nun?
Teteologisch oder bürgerlich...

Wir haben uns hier immer mal wieder um den Begriff der Wissenschaft, immer mal wieder ums Handeln und Denken.

Ja, ganz zugespitzt muß ich sagen - dann bin ich auch gegen Wissenschaft. Ich bin für Wissen, bin für eine sachliche Methode (nennen wir sie ruhig weiter wissenschaftliche Methodik), aber ganz sicher gegen einen Wissenschaftsbetrieb, wie er hier und heute nur noch vorkommen kann.
Welcher Wissenschaftler sitzt denn noch &#039;unabhängig&#039; von seinem Broterwerb und brütet über Wissen?

Wissenschaft war noch nie etwas außerhalb der gesellschaftlichen Verhältnisse.
Und auch ein Marx fing erst einmal mit rein bürgerlicher Kritik an den Verhältnissen an. Der Tatsache, daß er sich nicht &#039;korrumpieren&#039; mußte, scheint mir ein wesentlicher Punkt dafür zu sein, daß er aus dem Verstehen der bürgerlichen Verhältnisse dann später zu einer Kritik der Politischen Ökonomie aus proletarischem Blickwinkel kommen konnte.
Geist, Verstand, Intelligenz, Zeit, meinetwegen auch Dein Begriff des Denkens und der Wissenschaftlichkeit sind dafür, um es mit Deinen Worten auszudrücken, weder hinreichend noch notwendige Bedingungen.

Wie Peinhart immer zu sagen pflegte: Das Außen ist immer schon da, wenn wir das Innen betrachten wollen, odda so ;)

Noch einmal - WissenSCHAFT ist Herrschaftsmittel und im wesentlichen taugt sie auch nur dafür.
(Nein, Grundlagenforschung meine ich mit &quot;wesentlich&quot; ausdrücklich nicht)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@flatter(37)</p>
<p>Die Marx&#8217;sche Analyse bezeichnest Du als Bürgerliche Wissenschaft :P</p>
<p>Ich erinnere mich noch, daß Du vor Jahren mal meintest: Marx würde ja teteologisch an seine Analyse herangegangen sein.<br />
Ja, was denn nun?<br />
Teteologisch oder bürgerlich&#8230;</p>
<p>Wir haben uns hier immer mal wieder um den Begriff der Wissenschaft, immer mal wieder ums Handeln und Denken.</p>
<p>Ja, ganz zugespitzt muß ich sagen &#8211; dann bin ich auch gegen Wissenschaft. Ich bin für Wissen, bin für eine sachliche Methode (nennen wir sie ruhig weiter wissenschaftliche Methodik), aber ganz sicher gegen einen Wissenschaftsbetrieb, wie er hier und heute nur noch vorkommen kann.<br />
Welcher Wissenschaftler sitzt denn noch &#8216;unabhängig&#8217; von seinem Broterwerb und brütet über Wissen?</p>
<p>Wissenschaft war noch nie etwas außerhalb der gesellschaftlichen Verhältnisse.<br />
Und auch ein Marx fing erst einmal mit rein bürgerlicher Kritik an den Verhältnissen an. Der Tatsache, daß er sich nicht &#8216;korrumpieren&#8217; mußte, scheint mir ein wesentlicher Punkt dafür zu sein, daß er aus dem Verstehen der bürgerlichen Verhältnisse dann später zu einer Kritik der Politischen Ökonomie aus proletarischem Blickwinkel kommen konnte.<br />
Geist, Verstand, Intelligenz, Zeit, meinetwegen auch Dein Begriff des Denkens und der Wissenschaftlichkeit sind dafür, um es mit Deinen Worten auszudrücken, weder hinreichend noch notwendige Bedingungen.</p>
<p>Wie Peinhart immer zu sagen pflegte: Das Außen ist immer schon da, wenn wir das Innen betrachten wollen, odda so ;)</p>
<p>Noch einmal &#8211; WissenSCHAFT ist Herrschaftsmittel und im wesentlichen taugt sie auch nur dafür.<br />
(Nein, Grundlagenforschung meine ich mit &#8220;wesentlich&#8221; ausdrücklich nicht)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=7508#comment-63666</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2017 19:49:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Marxens Analyse war exakt das, was du &quot;bürgerliche Wissenschaft&quot; nennst. Es ist übrigens grundfalsch zu behaupten, diese Wissenschaft sei bürgerlich. Ihre Basis liegt teilweise noch vor der Antike, so etwa die Konstruktion natürlicher Zahlen, die eine paradoxe Annahme sind, mit der man aber verdammt weit gekommen ist. Das Gros der Mathematik entstammt der Antike. Das Modell der experimentellen Wissenschaft stammt aus der Renaissance, ebenfalls vorbürgerlich. Schließlich ist es mir auch wurscht, ob etwas &#039;bürgerlich&#039; ist oder nicht. Die Freiheit zu denken musst du dir nehmen, dann sind Theorien nur noch Werkzeuge. Spätestens seit dem Beginn der Moderne (19. Jhdt. [&lt;em&gt;korrigiert, Säzzer&lt;/em&gt;]) ist uns auch Philosophie gegeben, die das Denken von seiner jeweiligen Epoche unabhängig macht - wenn man diese Option nutzt. Nein, es liegt nicht an der Wissenschaft selbst, wenn man hinter sie zurückfällt. Das Schlimmste sind aber die, die es ganz absichtsvoll tun: Wissenschaft abzulehnen, um der Mythologie anheim zu fallen. Euch passt etwas nicht an der Wissenschaft? Dann verbessert sie!

p.s.: Hegel war quasi der bürgerlichtse aller Philosophen. Seine Wissenschaft war es, die den Kollegen dazu nötigte, dessen Theorie vom Kopf auf die Füße zu stellen. ]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Marxens Analyse war exakt das, was du &#8220;bürgerliche Wissenschaft&#8221; nennst. Es ist übrigens grundfalsch zu behaupten, diese Wissenschaft sei bürgerlich. Ihre Basis liegt teilweise noch vor der Antike, so etwa die Konstruktion natürlicher Zahlen, die eine paradoxe Annahme sind, mit der man aber verdammt weit gekommen ist. Das Gros der Mathematik entstammt der Antike. Das Modell der experimentellen Wissenschaft stammt aus der Renaissance, ebenfalls vorbürgerlich. Schließlich ist es mir auch wurscht, ob etwas &#8216;bürgerlich&#8217; ist oder nicht. Die Freiheit zu denken musst du dir nehmen, dann sind Theorien nur noch Werkzeuge. Spätestens seit dem Beginn der Moderne (19. Jhdt. [<em>korrigiert, Säzzer</em>]) ist uns auch Philosophie gegeben, die das Denken von seiner jeweiligen Epoche unabhängig macht &#8211; wenn man diese Option nutzt. Nein, es liegt nicht an der Wissenschaft selbst, wenn man hinter sie zurückfällt. Das Schlimmste sind aber die, die es ganz absichtsvoll tun: Wissenschaft abzulehnen, um der Mythologie anheim zu fallen. Euch passt etwas nicht an der Wissenschaft? Dann verbessert sie!</p>
<p>p.s.: Hegel war quasi der bürgerlichtse aller Philosophen. Seine Wissenschaft war es, die den Kollegen dazu nötigte, dessen Theorie vom Kopf auf die Füße zu stellen. </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Troptard</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=7508#comment-63665</link>
		<dc:creator>Troptard</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2017 19:38:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=7508#comment-63665</guid>
		<description><![CDATA[@ flatter, 
dass wäre genau das, worüber es zu streiten gäbe. Der Begriff des Denkens, den Du einführst, ist eben kein in Zement gegossener, und auch von einer Wissenschaft nicht,  sondern lässt sich für mich vom bürgerlichen Bewusstsein eben überhaupt nicht trennen.

Das, was da methodologisch und experimental und in mathematischen Formeln eingepackt wird, das wird den Menschen als logische und nicht mehr hinterfragbare Entsprechungen einer Naturgesetzlichkeit bedient, die  in den Methoden und Experimenten immer wieder ihre Richtigkeit bestätigt und sich somit gegen alle Kritik immun erweist.

Und deshalb, weil eben das bürgerliche Bewusstsein sich vollständig immun gegen jede Anfeindung ihres in Geld bemessenen Fetisch erweist, deshalb werden auch die metrischen Naturwissenschaften kaum noch hinterfragt.

Der olle Marx hat die Religion für die Menschen doch noch recht gut verstanden, als Rettungsanker in einer Welt, die den Menschen nichts mehr zu versprechen hatte, als sein eigenes Leid in einer Zukunft ausserhalb des irdischen Lebens.

Ebenso wenig hat er die Abstraktion akzektiert , die sich aus der metrischen Verortung des Menschen ergibt, sondern diese als menschenfeindlich, gegen den Menschen in Stellung gebracht erkannt hat.

Im Prinzip gibt es heute nichts zu versprechen und auch ebensowenig etwas einzuhalten, was nicht schon vor dreissig Jahren versprochen wurde und ebenso nicht eingehalten werden konnte.

Also für mich ist dass ziemlich viel lange Weile, weil da für mich immer nur heisse Luft rauss kommt.

Und wo die bürderlichen Gesellschaften  immer mehr abkacken, da muss immer noch &#039;ne Duftwolke drauf.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ flatter,<br />
dass wäre genau das, worüber es zu streiten gäbe. Der Begriff des Denkens, den Du einführst, ist eben kein in Zement gegossener, und auch von einer Wissenschaft nicht,  sondern lässt sich für mich vom bürgerlichen Bewusstsein eben überhaupt nicht trennen.</p>
<p>Das, was da methodologisch und experimental und in mathematischen Formeln eingepackt wird, das wird den Menschen als logische und nicht mehr hinterfragbare Entsprechungen einer Naturgesetzlichkeit bedient, die  in den Methoden und Experimenten immer wieder ihre Richtigkeit bestätigt und sich somit gegen alle Kritik immun erweist.</p>
<p>Und deshalb, weil eben das bürgerliche Bewusstsein sich vollständig immun gegen jede Anfeindung ihres in Geld bemessenen Fetisch erweist, deshalb werden auch die metrischen Naturwissenschaften kaum noch hinterfragt.</p>
<p>Der olle Marx hat die Religion für die Menschen doch noch recht gut verstanden, als Rettungsanker in einer Welt, die den Menschen nichts mehr zu versprechen hatte, als sein eigenes Leid in einer Zukunft ausserhalb des irdischen Lebens.</p>
<p>Ebenso wenig hat er die Abstraktion akzektiert , die sich aus der metrischen Verortung des Menschen ergibt, sondern diese als menschenfeindlich, gegen den Menschen in Stellung gebracht erkannt hat.</p>
<p>Im Prinzip gibt es heute nichts zu versprechen und auch ebensowenig etwas einzuhalten, was nicht schon vor dreissig Jahren versprochen wurde und ebenso nicht eingehalten werden konnte.</p>
<p>Also für mich ist dass ziemlich viel lange Weile, weil da für mich immer nur heisse Luft rauss kommt.</p>
<p>Und wo die bürderlichen Gesellschaften  immer mehr abkacken, da muss immer noch &#8216;ne Duftwolke drauf.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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