<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Hoeneß höher hängen</title>
	<atom:link href="https://archiv2.feynsinn.org/?feed=rss2&#038;p=679" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=679</link>
	<description>Keine Herren, keine Sklaven!</description>
	<lastBuildDate>Tue, 14 Mar 2023 15:53:32 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.5.1</generator>
	<item>
		<title>Von: R@iner</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=679#comment-2892</link>
		<dc:creator>R@iner</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Mar 2014 13:01:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=679#comment-2892</guid>
		<description><![CDATA[Zum Abschluss finde ich den folgenden Kommentar noch passend: Strafblog 17.03.2014, &lt;a href=&quot;http://strafblog.de/2014/03/17/sie-habens-getan-die-staatsanwaltschaft-verzichtet-auf-die-revision-in-sachen-hoeness-rechtsstaat-adieu&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Rechtsstaat adieu?! Die Staatsanwaltschaft verzichtet auf die Revision in Sachen Hoeneß!&lt;/a&gt; 

&lt;i&gt;[..] Alles in Allem: Man darf Zweifel haben, ob die angeführten Strafmilderungsgründe in Anbetracht der eklatant hohen Hinterziehungsbeträge ausreichen konnten, die Annahme von besonders schweren Fällen der Steuerhinterziehung zu verneinen. Dann wäre es für jeden steuerunehrlichen Finanzmagnaten ein Leichtes, sich mit entsprechenden Maßnahmen vor allzu schweren Folgen im Falle der Entdeckung zu schützen.

Die Staatsanwaltschaft wollte am Anfang dieser Woche  mitteilen, ob sie in Revision geht. Eigentlich hätte sie das tun müssen, weil das milde Urteil ihre im Plädoyer zum Ausdruck gekommene Rechtsauffassung desavouiert. Es ist anders gekommen, und verwundern tut´s leider nicht.

Nie und nimmer hätte Hoeneß, der alte Taktiker, einen einseitigen Rechtsmittelverzicht verkündet, wenn er sich nicht ziemlich sicher gewesen wäre, dass die Staatsanwaltschaft ebenfalls verzichtet. So einer gibt nicht alle Waffen aus der Hand, wenn er damit rechnen muss, von einem gnadenlosen Gegner vernichtet zu werden.

Fast alle Medien, die über die Causa Hoeneß berichtet haben,  sind ohnehin davon ausgegangen, dass Hoeneß  in den nächsten Wochen seine Strafe in der Justizanstalt Landsberg antreten wird. Das setzte die Annahme voraus, dass das Urteil rechtskräftig wird. Irgendwie schien das eine ausgemachte Sache zu sein.

Die Prophezeiungen haben sich jetzt erfüllt  und der Rechtsstaat ist damit  aus meiner Sicht so ziemlich unter die Räder gekommen. Für Hoeneß und seine Verteidigung ist das – rein ergebnisbezogen – ein großartiger Erfolg.&lt;/i&gt;]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Abschluss finde ich den folgenden Kommentar noch passend: Strafblog 17.03.2014, <a href="http://strafblog.de/2014/03/17/sie-habens-getan-die-staatsanwaltschaft-verzichtet-auf-die-revision-in-sachen-hoeness-rechtsstaat-adieu" rel="nofollow">Rechtsstaat adieu?! Die Staatsanwaltschaft verzichtet auf die Revision in Sachen Hoeneß!</a> </p>
<p><i>[..] Alles in Allem: Man darf Zweifel haben, ob die angeführten Strafmilderungsgründe in Anbetracht der eklatant hohen Hinterziehungsbeträge ausreichen konnten, die Annahme von besonders schweren Fällen der Steuerhinterziehung zu verneinen. Dann wäre es für jeden steuerunehrlichen Finanzmagnaten ein Leichtes, sich mit entsprechenden Maßnahmen vor allzu schweren Folgen im Falle der Entdeckung zu schützen.</p>
<p>Die Staatsanwaltschaft wollte am Anfang dieser Woche  mitteilen, ob sie in Revision geht. Eigentlich hätte sie das tun müssen, weil das milde Urteil ihre im Plädoyer zum Ausdruck gekommene Rechtsauffassung desavouiert. Es ist anders gekommen, und verwundern tut´s leider nicht.</p>
<p>Nie und nimmer hätte Hoeneß, der alte Taktiker, einen einseitigen Rechtsmittelverzicht verkündet, wenn er sich nicht ziemlich sicher gewesen wäre, dass die Staatsanwaltschaft ebenfalls verzichtet. So einer gibt nicht alle Waffen aus der Hand, wenn er damit rechnen muss, von einem gnadenlosen Gegner vernichtet zu werden.</p>
<p>Fast alle Medien, die über die Causa Hoeneß berichtet haben,  sind ohnehin davon ausgegangen, dass Hoeneß  in den nächsten Wochen seine Strafe in der Justizanstalt Landsberg antreten wird. Das setzte die Annahme voraus, dass das Urteil rechtskräftig wird. Irgendwie schien das eine ausgemachte Sache zu sein.</p>
<p>Die Prophezeiungen haben sich jetzt erfüllt  und der Rechtsstaat ist damit  aus meiner Sicht so ziemlich unter die Räder gekommen. Für Hoeneß und seine Verteidigung ist das – rein ergebnisbezogen – ein großartiger Erfolg.</i></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=679#comment-2889</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Mar 2014 09:13:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=679#comment-2889</guid>
		<description><![CDATA[Die Staatsanwaltschaft will es also auch nicht mehr genauer wissen und lässt die mehr als zahlreichen losen Fäden lieber in der Luft hängen. Schade, aber absehbar. Dem deutschen Fußball schadet man noch weniger als evt der deutschen Wirtschaft.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Staatsanwaltschaft will es also auch nicht mehr genauer wissen und lässt die mehr als zahlreichen losen Fäden lieber in der Luft hängen. Schade, aber absehbar. Dem deutschen Fußball schadet man noch weniger als evt der deutschen Wirtschaft.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=679#comment-2824</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Mar 2014 12:06:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=679#comment-2824</guid>
		<description><![CDATA[&lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/artikel/41/41258/1.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Folgen der Schuldvermutung&lt;/a&gt;. Auch in dem Artikel selbst wieder.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.heise.de/tp/artikel/41/41258/1.html" rel="nofollow">Folgen der Schuldvermutung</a>. Auch in dem Artikel selbst wieder.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: renée</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=679#comment-2801</link>
		<dc:creator>renée</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Mar 2014 18:45:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=679#comment-2801</guid>
		<description><![CDATA[@150+152 flatter

Ick könnt dir umarmen ;-)

@153 Peinhart + 154 flatter

Danke, dass ihr die Diskussion wieder in die realitätsnäheren Gefilde geführt habt, diese abgehobenen Theoretisierereien erinnern mich immer ein bisschen an die Kämpfe der Jedi-Ritter, das einfache Volk (ich) steht dem ganzen dann eher in einer Mischung aus Faszination und Irritation gegenüber. Vor allem, wenn man gleichzeitig die Befürchtung hegt, dass doch eigentlich längst die Hütte brennt.

Trotzdem möchte ich die Chose nicht ganz so pessimistisch sehen, wie im letzten Absatz von flatter. Jedenfalls würde ich einen Höllenritt gegenüber bleiernen Zeiten bevorzugen. Hoffentlich kriegen wir keine Kombination von beidem.

cu
renée]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@150+152 flatter</p>
<p>Ick könnt dir umarmen ;-)</p>
<p>@153 Peinhart + 154 flatter</p>
<p>Danke, dass ihr die Diskussion wieder in die realitätsnäheren Gefilde geführt habt, diese abgehobenen Theoretisierereien erinnern mich immer ein bisschen an die Kämpfe der Jedi-Ritter, das einfache Volk (ich) steht dem ganzen dann eher in einer Mischung aus Faszination und Irritation gegenüber. Vor allem, wenn man gleichzeitig die Befürchtung hegt, dass doch eigentlich längst die Hütte brennt.</p>
<p>Trotzdem möchte ich die Chose nicht ganz so pessimistisch sehen, wie im letzten Absatz von flatter. Jedenfalls würde ich einen Höllenritt gegenüber bleiernen Zeiten bevorzugen. Hoffentlich kriegen wir keine Kombination von beidem.</p>
<p>cu<br />
renée</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=679#comment-2787</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Mar 2014 12:37:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=679#comment-2787</guid>
		<description><![CDATA[Meine Prognose wäre die, dass es von allem etwas sein wird, auch und gerade vom Reset. Dass der nicht funktionieren kann - vor allem weil die überbordende technische Produktivität immer schneller an denselben Punkt führen muss - ficht ja das globale Mangement nicht an. Auch werden die Menschen mangels anderer Ideen vermutlich dazu tendieren, das Experiment noch ein paar Mal aufzusetzen. 
In der Folge ist alles vorstellbar; in vielem erscheint mir die Zeit ähnlich wie die Renaissance. Eine globale Aufklärung, vor allem durch das Internet, steht gewaltigen restaurativen Kräften entgegen; schräger Geisterglaube konterkariert die neuen Möglichkeiten des Wissens. Ich sehe Tyranneien entstehen und vergehen, bis vielleicht, mit viel Glück, eine neue, stabilere Zivilgesellschaft aus Krieg und Elend gelernt haben wird. Wenn die Menschheit das überlebt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Prognose wäre die, dass es von allem etwas sein wird, auch und gerade vom Reset. Dass der nicht funktionieren kann &#8211; vor allem weil die überbordende technische Produktivität immer schneller an denselben Punkt führen muss &#8211; ficht ja das globale Mangement nicht an. Auch werden die Menschen mangels anderer Ideen vermutlich dazu tendieren, das Experiment noch ein paar Mal aufzusetzen.<br />
In der Folge ist alles vorstellbar; in vielem erscheint mir die Zeit ähnlich wie die Renaissance. Eine globale Aufklärung, vor allem durch das Internet, steht gewaltigen restaurativen Kräften entgegen; schräger Geisterglaube konterkariert die neuen Möglichkeiten des Wissens. Ich sehe Tyranneien entstehen und vergehen, bis vielleicht, mit viel Glück, eine neue, stabilere Zivilgesellschaft aus Krieg und Elend gelernt haben wird. Wenn die Menschheit das überlebt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=679#comment-2786</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Mar 2014 12:26:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=679#comment-2786</guid>
		<description><![CDATA[Auch wenn es stimmt, dass die &#039;Selbstverwertung des Wertes&#039; bzw die &#039;Vergesellschaftung durch Arbeit&#039; im Ausbrennen begriffen ist, heisst das natürlich nicht, dass der immer noch existierende Nationalstaat nicht Zuflucht zu Gewalt und Repression nehmen wird, im Gegenteil. Wir beobachten das ja bereits auch in den immer noch &#039;prosperierendsten&#039; Volkswirtschaften wie zB der unseren hier. Märkte, Rohstoffe und Handelswege müssen zunehmend gewaltsam erschlossen bzw &#039;gesichert&#039; werden (wobei auch der territoriale Aspekt keineswegs verschwindet), während im Inneren über Lohnsenkungen und Verlängerung der Arbeitszeit tatsächlich so etwas wie die &#039;Rückkehr&#039; zur absoluten Mehrwertproduktion stattfindet. 

Es kann sich dabei dann aber letztlich nur noch um die immer weitere Verlagerung der Konkurrenz der Einzelkapitale hin zur Standortkonkurrenz handeln, aber diese Konkurrenz scheint mir da wie dort nur noch die Form des Verdrängungswettbewerbs annehmen zu können, sie hinterlässt bankrotte Einzelkapitale, zunehmend aber auch tatsächlich handlungsunfähige Nationalstaaten, die de facto wie Kolonien von außen regiert werden. Hierbei spielen längst auch supranationale &#039;Gesamtkapitalisten&#039; wie Weltbank und IWF eine tragende Rolle. 

Gleichzeitig befinden sich aber auch die noch erfolgreichsten Volkswirtschaften in der misslichen Lage, den von ihnen geschaffenen Warenberg mangels Nachfrage schon gar nicht mehr selbst konsumieren zu können, wären bzw sind also auf externe Nachfrage angewiesen, die sie aber gleichzeitig auch schon wieder niederkonkurrieren müssen.  

Das wird mE auch erstmal so weitergehen - zumindest solange noch Einzelkapitale zu bankrottieren und Standorte zu veröden sind können die jeweils verbleibenden noch eine Weile &#039;weiterprozessieren&#039;. Die Möglichkeit eines &#039;Reset&#039; scheint mir da aber tatsächlich nicht mehr gegeben. Theoretisch wie empirisch spricht mehr dagegen als dafür, und schon der letzte, der &#039;fordistische&#039; Schub war nicht mehr wirklich &#039;selbsttragend&#039;, sondern bedurfte massiver Vorabkapitalisierung, für die der Keynesianismus die Blaupause lieferte, die aber auch schon nicht mehr ausgeglichen werden konnte, was dieser bekanntlich theoretisch so auch nicht vorgesehen hatte.

Noch krasser ist das jetzt beim Neoliberalismus, der es fertig gebracht hat, eine &#039;&lt;a href=&quot;http://www.krisis.org/wp-content/data/ernst-lohoff-kapitalakkumulation-ohne-wertakkumulation-2014-1.pdf&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;wertlose Kapitalakkumulation&lt;/a&gt;&#039; in Gang zu setzen, die es seinem Monetarismus zufolge eigentlich gar nicht geben dürfte, und für die er daher auch ideologisch vollkommen blind ist. 

Und selbst wenn die Theorie der &#039;inneren&#039; Schranke falsch liegen sollte, gibt es immer noch die äußere. Die &#039;kapitalistische Utopie&#039; einer globalen Vollbeschäftigung auf dem aktuellen Produktivitätsniveau jedenfalls ist schon lange komplett undenkbar, schon lange vorher ginge dem Planeten buchstäblich die Luft aus. 

Aber auch wenn das Kapitalverhältnis nicht mehr trägt, heisst das nicht, dass Herrschaft endet, wiederum ganz im Gegenteil. Die spannende Frage ist aber doch, auf welche Verhältnisse sie sich dann noch stützen kann und wird. Steht uns nach der regressiven Wiederkehr von absolutem Mehrwert, Kolonialismus und Merkelantismus auch noch eine in&#039;s Feudale bevor? Eine Gesellschaft, die keine innere Dynamik mehr besitzt und in der die Mehrheit einer Minderheit von Oligarchen aufgrund des jetzt noch zusammengerafften Eigentums an Produktionsmitteln, Grund und Boden sowie vor allem Monopolisierung von Wissen und Information &#039;tributpflichtig&#039; ist, während sich die dann noch verbliebenen Oligarchen &#039;arrangieren&#039; bzw sich im Falle eines Falles auch wieder einfacher Gewalt statt konkurrenzvermittelter bedienen werden? Und welche Strategien könnte und müsste man entwickeln, um so einer Entwicklung zu entgehen?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es stimmt, dass die &#8216;Selbstverwertung des Wertes&#8217; bzw die &#8216;Vergesellschaftung durch Arbeit&#8217; im Ausbrennen begriffen ist, heisst das natürlich nicht, dass der immer noch existierende Nationalstaat nicht Zuflucht zu Gewalt und Repression nehmen wird, im Gegenteil. Wir beobachten das ja bereits auch in den immer noch &#8216;prosperierendsten&#8217; Volkswirtschaften wie zB der unseren hier. Märkte, Rohstoffe und Handelswege müssen zunehmend gewaltsam erschlossen bzw &#8216;gesichert&#8217; werden (wobei auch der territoriale Aspekt keineswegs verschwindet), während im Inneren über Lohnsenkungen und Verlängerung der Arbeitszeit tatsächlich so etwas wie die &#8216;Rückkehr&#8217; zur absoluten Mehrwertproduktion stattfindet. </p>
<p>Es kann sich dabei dann aber letztlich nur noch um die immer weitere Verlagerung der Konkurrenz der Einzelkapitale hin zur Standortkonkurrenz handeln, aber diese Konkurrenz scheint mir da wie dort nur noch die Form des Verdrängungswettbewerbs annehmen zu können, sie hinterlässt bankrotte Einzelkapitale, zunehmend aber auch tatsächlich handlungsunfähige Nationalstaaten, die de facto wie Kolonien von außen regiert werden. Hierbei spielen längst auch supranationale &#8216;Gesamtkapitalisten&#8217; wie Weltbank und IWF eine tragende Rolle. </p>
<p>Gleichzeitig befinden sich aber auch die noch erfolgreichsten Volkswirtschaften in der misslichen Lage, den von ihnen geschaffenen Warenberg mangels Nachfrage schon gar nicht mehr selbst konsumieren zu können, wären bzw sind also auf externe Nachfrage angewiesen, die sie aber gleichzeitig auch schon wieder niederkonkurrieren müssen.  </p>
<p>Das wird mE auch erstmal so weitergehen &#8211; zumindest solange noch Einzelkapitale zu bankrottieren und Standorte zu veröden sind können die jeweils verbleibenden noch eine Weile &#8216;weiterprozessieren&#8217;. Die Möglichkeit eines &#8216;Reset&#8217; scheint mir da aber tatsächlich nicht mehr gegeben. Theoretisch wie empirisch spricht mehr dagegen als dafür, und schon der letzte, der &#8216;fordistische&#8217; Schub war nicht mehr wirklich &#8216;selbsttragend&#8217;, sondern bedurfte massiver Vorabkapitalisierung, für die der Keynesianismus die Blaupause lieferte, die aber auch schon nicht mehr ausgeglichen werden konnte, was dieser bekanntlich theoretisch so auch nicht vorgesehen hatte.</p>
<p>Noch krasser ist das jetzt beim Neoliberalismus, der es fertig gebracht hat, eine &#8216;<a href="http://www.krisis.org/wp-content/data/ernst-lohoff-kapitalakkumulation-ohne-wertakkumulation-2014-1.pdf" rel="nofollow">wertlose Kapitalakkumulation</a>&#8216; in Gang zu setzen, die es seinem Monetarismus zufolge eigentlich gar nicht geben dürfte, und für die er daher auch ideologisch vollkommen blind ist. </p>
<p>Und selbst wenn die Theorie der &#8216;inneren&#8217; Schranke falsch liegen sollte, gibt es immer noch die äußere. Die &#8216;kapitalistische Utopie&#8217; einer globalen Vollbeschäftigung auf dem aktuellen Produktivitätsniveau jedenfalls ist schon lange komplett undenkbar, schon lange vorher ginge dem Planeten buchstäblich die Luft aus. </p>
<p>Aber auch wenn das Kapitalverhältnis nicht mehr trägt, heisst das nicht, dass Herrschaft endet, wiederum ganz im Gegenteil. Die spannende Frage ist aber doch, auf welche Verhältnisse sie sich dann noch stützen kann und wird. Steht uns nach der regressiven Wiederkehr von absolutem Mehrwert, Kolonialismus und Merkelantismus auch noch eine in&#8217;s Feudale bevor? Eine Gesellschaft, die keine innere Dynamik mehr besitzt und in der die Mehrheit einer Minderheit von Oligarchen aufgrund des jetzt noch zusammengerafften Eigentums an Produktionsmitteln, Grund und Boden sowie vor allem Monopolisierung von Wissen und Information &#8216;tributpflichtig&#8217; ist, während sich die dann noch verbliebenen Oligarchen &#8216;arrangieren&#8217; bzw sich im Falle eines Falles auch wieder einfacher Gewalt statt konkurrenzvermittelter bedienen werden? Und welche Strategien könnte und müsste man entwickeln, um so einer Entwicklung zu entgehen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=679#comment-2778</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Mar 2014 22:40:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=679#comment-2778</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe versucht, das ein wenig zu moderieren im Hinblick auf eine Relevanz für Prognosen, die Einschätzung von Möglichkeiten der Entwicklung von Gesellschaft und das Anknüpfen an aktuelle Zustände. Das kann ich bei Salvador noch so gerade erkennen, bei dir nicht mehr.
Das mache ich hier gern kaputt, weil es hier nicht zu leisten ist und weder mehr als drei Leute interessiert noch jedwede Aussicht auf fruchtbare Resultate hat. Im Gegenteil führt es zu absurden Vorwürfen innerhalb eines Wortgefechts, dem längst niemand mehr folgt. Was hat eine solche Qualität von &#039;Diskussion&#039; mit meinem Blog zu tun?
Ich erwarte, dass ihr euch diese Frage stellt, wenn ihr hier die Klingen kreuzt.

Sleep well!
]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe versucht, das ein wenig zu moderieren im Hinblick auf eine Relevanz für Prognosen, die Einschätzung von Möglichkeiten der Entwicklung von Gesellschaft und das Anknüpfen an aktuelle Zustände. Das kann ich bei Salvador noch so gerade erkennen, bei dir nicht mehr.<br />
Das mache ich hier gern kaputt, weil es hier nicht zu leisten ist und weder mehr als drei Leute interessiert noch jedwede Aussicht auf fruchtbare Resultate hat. Im Gegenteil führt es zu absurden Vorwürfen innerhalb eines Wortgefechts, dem längst niemand mehr folgt. Was hat eine solche Qualität von &#8216;Diskussion&#8217; mit meinem Blog zu tun?<br />
Ich erwarte, dass ihr euch diese Frage stellt, wenn ihr hier die Klingen kreuzt.</p>
<p>Sleep well!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: BorisGruschenko</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=679#comment-2777</link>
		<dc:creator>BorisGruschenko</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Mar 2014 22:22:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=679#comment-2777</guid>
		<description><![CDATA[@flatter

Sry, aber die Fokussierung auf ein Thema ohne den krisentheoretischen Hintergrund zu klären würde dazu führen, das wir uns &quot;immer wieder in denselben Kreisen zu drehen&quot;. 

&quot;Nun, ich kümmere mich zugegebenermaßen eher gar nicht um marx. “Richtungen”.&quot;

Die Unterschiede sind keine Lappalien, was unschwer zu erkennen ist, deswegen diese nötigen Eingrenzungen.

&quot;Welch eine Verschwendung von Zeit und Grütze!&quot;
Keine Ahnung was dir diesmal nicht passt, sag das nä mal einfach gleich, dass du sowas nicht willst...bis zu meiner letzten Reaktion auf Salvador war die Welt noch in Ordnung und dann diese Reaktion, passiert ja nicht zum ersten Mal...siehe oben, #124 ...so kann man das natürlich auch kaputt machen...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@flatter</p>
<p>Sry, aber die Fokussierung auf ein Thema ohne den krisentheoretischen Hintergrund zu klären würde dazu führen, das wir uns &#8220;immer wieder in denselben Kreisen zu drehen&#8221;. </p>
<p>&#8220;Nun, ich kümmere mich zugegebenermaßen eher gar nicht um marx. “Richtungen”.&#8221;</p>
<p>Die Unterschiede sind keine Lappalien, was unschwer zu erkennen ist, deswegen diese nötigen Eingrenzungen.</p>
<p>&#8220;Welch eine Verschwendung von Zeit und Grütze!&#8221;<br />
Keine Ahnung was dir diesmal nicht passt, sag das nä mal einfach gleich, dass du sowas nicht willst&#8230;bis zu meiner letzten Reaktion auf Salvador war die Welt noch in Ordnung und dann diese Reaktion, passiert ja nicht zum ersten Mal&#8230;siehe oben, #124 &#8230;so kann man das natürlich auch kaputt machen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=679#comment-2776</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Mar 2014 22:11:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=679#comment-2776</guid>
		<description><![CDATA[Oh my. Das Kreuz mit euch Marxisten ist nicht nur, dass ihr welche seid, sondern auch dass ihr euch sogar über die Abweichungen von einzelnen Theoremen noch zanken müsst wie die Kinder. Salvador ein orthodoxer Marxist? Bullshit. Krisentheorie vs. Werttheorie vs. Leckmichamfuß ... solche Debatten braucht kein Mensch. Genau deshalb fordere ich dazu auf, sich auf ein Thema zu fokussieren und den theoretischen Hintergrund auf die Fragestellung verständlich anzuwenden, anstatt sich immer wieder in denselben Kreisen zu drehen. Welch eine Verschwendung von Zeit und Grütze!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oh my. Das Kreuz mit euch Marxisten ist nicht nur, dass ihr welche seid, sondern auch dass ihr euch sogar über die Abweichungen von einzelnen Theoremen noch zanken müsst wie die Kinder. Salvador ein orthodoxer Marxist? Bullshit. Krisentheorie vs. Werttheorie vs. Leckmichamfuß &#8230; solche Debatten braucht kein Mensch. Genau deshalb fordere ich dazu auf, sich auf ein Thema zu fokussieren und den theoretischen Hintergrund auf die Fragestellung verständlich anzuwenden, anstatt sich immer wieder in denselben Kreisen zu drehen. Welch eine Verschwendung von Zeit und Grütze!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: BorisGruschenko</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=679#comment-2775</link>
		<dc:creator>BorisGruschenko</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Mar 2014 21:44:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=679#comment-2775</guid>
		<description><![CDATA[@SalvadorArachnor

Ok, hinsichtlich des Vorwurfs dass du Herrschaft personalisieren würdest merke ich, dass wir einer Meinung sind, dass sie subjektlos stattfindest (Kapital als autom. Subjekt).


Hier die Einwände: ich halte mich kurz:

&quot;Ja glaubst Du denn, dass der Imperialismus des 19ten und 20ten Jahrhunderts nicht dem Verwertungsimperativ unterlag?&quot;

Dies findet heute auf einer erweiterten Stufenleiter statt, in der Druchsetzungsphase des kapitalistisch-warenproduzierenden Systems galt es nicht diesen Verwertungsimperativ mit aller Gewalt zu prolongieren, sondern erst einmal zu konstituieren.

&quot;Du davon aus, dass ein faschistisch/autokratisch kontrollierter „Reset“ nicht möglich ist?&quot;

Der Kapitalismus ist keine &quot;ewige Wiederkehr des Gleichen&quot;. Ich sehe das auch als ein Abwehrversuch der (metaphorischen) Zusammenbruchstheorie (Schranke). Eine implizierte Wiederkehr oder ein &quot;Reset&quot; ist allein deshalb nicht mgl weil das gesellschaftl. aggregrierte Wissen sich nicht einfach entwerten lässt und der systemische Zwang der Produktion auf erweiterter Stunfenleiter stattfindet.

&quot;In Deiner krisentheoretischen Fixierung übersiehst Du die bisher ungeschlagene Flexibilität kapitalitischer Vergesellschaftung, welche selbst durch Krisen wie die von 1929ff und zwei Weltkriege nicht überwältigt werden konnte.&quot;


Du übersiehst, dass wir es 1929ff mit &quot;Durchsetzungskrisen&quot; der kap. Warenproduktion oder &quot;Modernisierungsregimen&quot; des Ostens zu tun hatten. Heute braucht es keines von beiden, die unter #126 skizzierte innere Schranke lässt einen wie auch immer gedachte &quot;Flexibilität&quot; schlicht nicht zu.

PS: Stimmt der an dich gerichtete &quot;Vorwurf&quot; unter #131, wenn ja, dann sollten wir dies vll beenden, dann sind wir schlicht zu weit außeinander...mit orthodoxen Marxisten zu debattieren halte ich für eine schlichte Zeitverschwendung (ob der Blindheit der krisentheoretischen Dimension), so wie es für dich eine Zeitverschwendung sein dürfte eine Debatte mit der wertkritischen Krisentheorie zu führen (eine solche Abwehrhaltung zur Krisentheorie habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet, allein die in diesem Zusammenhang gemacht Gleichsetzung des hist. entwickelten Kapitalismus 1929 und heute verwundert).
edit: typo]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@SalvadorArachnor</p>
<p>Ok, hinsichtlich des Vorwurfs dass du Herrschaft personalisieren würdest merke ich, dass wir einer Meinung sind, dass sie subjektlos stattfindest (Kapital als autom. Subjekt).</p>
<p>Hier die Einwände: ich halte mich kurz:</p>
<p>&#8220;Ja glaubst Du denn, dass der Imperialismus des 19ten und 20ten Jahrhunderts nicht dem Verwertungsimperativ unterlag?&#8221;</p>
<p>Dies findet heute auf einer erweiterten Stufenleiter statt, in der Druchsetzungsphase des kapitalistisch-warenproduzierenden Systems galt es nicht diesen Verwertungsimperativ mit aller Gewalt zu prolongieren, sondern erst einmal zu konstituieren.</p>
<p>&#8220;Du davon aus, dass ein faschistisch/autokratisch kontrollierter „Reset“ nicht möglich ist?&#8221;</p>
<p>Der Kapitalismus ist keine &#8220;ewige Wiederkehr des Gleichen&#8221;. Ich sehe das auch als ein Abwehrversuch der (metaphorischen) Zusammenbruchstheorie (Schranke). Eine implizierte Wiederkehr oder ein &#8220;Reset&#8221; ist allein deshalb nicht mgl weil das gesellschaftl. aggregrierte Wissen sich nicht einfach entwerten lässt und der systemische Zwang der Produktion auf erweiterter Stunfenleiter stattfindet.</p>
<p>&#8220;In Deiner krisentheoretischen Fixierung übersiehst Du die bisher ungeschlagene Flexibilität kapitalitischer Vergesellschaftung, welche selbst durch Krisen wie die von 1929ff und zwei Weltkriege nicht überwältigt werden konnte.&#8221;</p>
<p>Du übersiehst, dass wir es 1929ff mit &#8220;Durchsetzungskrisen&#8221; der kap. Warenproduktion oder &#8220;Modernisierungsregimen&#8221; des Ostens zu tun hatten. Heute braucht es keines von beiden, die unter #126 skizzierte innere Schranke lässt einen wie auch immer gedachte &#8220;Flexibilität&#8221; schlicht nicht zu.</p>
<p>PS: Stimmt der an dich gerichtete &#8220;Vorwurf&#8221; unter #131, wenn ja, dann sollten wir dies vll beenden, dann sind wir schlicht zu weit außeinander&#8230;mit orthodoxen Marxisten zu debattieren halte ich für eine schlichte Zeitverschwendung (ob der Blindheit der krisentheoretischen Dimension), so wie es für dich eine Zeitverschwendung sein dürfte eine Debatte mit der wertkritischen Krisentheorie zu führen (eine solche Abwehrhaltung zur Krisentheorie habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet, allein die in diesem Zusammenhang gemacht Gleichsetzung des hist. entwickelten Kapitalismus 1929 und heute verwundert).<br />
edit: typo</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
