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	<title>Kommentare zu: Der Heilige Geist des Gehorsams</title>
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	<description>Keine Herren, keine Sklaven!</description>
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		<title>Von: Feynsinn &#187; Christizismus vs. Islam</title>
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		<dc:creator>Feynsinn &#187; Christizismus vs. Islam</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2016 17:09:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...] der Nationalsozialismus spross, haben wir bereits zur Kenntnis genommen, ihre antidemokratische und fanatisch autoritäre Ausrichtung ebenso. Luther war voller Verachtung für Menschen, die nicht seinem Bild entsprachen. Juden hatten [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] der Nationalsozialismus spross, haben wir bereits zur Kenntnis genommen, ihre antidemokratische und fanatisch autoritäre Ausrichtung ebenso. Luther war voller Verachtung für Menschen, die nicht seinem Bild entsprachen. Juden hatten [...]</p>
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		<title>Von: Peinhart</title>
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		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 May 2016 09:34:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@flatter - Aber das weiß ich doch, du Gute-Laune-Spaß-Clown. :p]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@flatter &#8211; Aber das weiß ich doch, du Gute-Laune-Spaß-Clown. :p</p>
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		<title>Von: R@iner</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=5825#comment-49391</link>
		<dc:creator>R@iner</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 May 2016 08:50:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Peinhart: Kann &lt;a href=&quot;http://i.imgur.com/teUx6vI.gif&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;vorkommen&lt;/a&gt;, aber vielen Dank!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Peinhart: Kann <a href="http://i.imgur.com/teUx6vI.gif" rel="nofollow">vorkommen</a>, aber vielen Dank!</p>
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	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=5825#comment-49390</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 May 2016 08:47:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer nicht gut drauf ist, hat hier nichts verloren.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wer nicht gut drauf ist, hat hier nichts verloren.</p>
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	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=5825#comment-49389</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 May 2016 08:41:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Rainer - Sorry, bin auch nicht gut drauf zur Zeit.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Rainer &#8211; Sorry, bin auch nicht gut drauf zur Zeit.</p>
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	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=5825#comment-49313</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2016 14:38:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Rainer - Obwohl ich mir den Schuh, den Terminus &#039;Umverteilung&#039; unreflektiert gebraucht zu haben, durchaus anzöge - als &#039;Antworten&#039; würde ich das nicht betrachten. Mir ging es um mögliche positive Auswirkungen dessen, was &#039;allgemein&#039; als Umverteilung bezeichnet wird. Das kann man gerne und auch mit Recht anders bezeichnen wollen, aber ändert das etwas an den Effekten? 

Im übrigen ist das Verlinkte wie das Zitierte zwar durchaus anregend, aber auch verwirrend und widersprüchlich, an erster Stelle würde ich eine Vermischung dessen was ist mit dem was sein sollte nennen. &#039;Wir sind der Staat&#039; wäre zwar schön, ist aber nicht der Fall. Und er wird es auch sicher nicht auf rein semantischem Wege. 

Und dass Abstraktionen &#039;gedankliche Konstrukte&#039; sind, scheint mir nun auch nicht so neu zu sein, mit Verlaub. Im Falle der Gleichheit sogar ein besonders &#039;uraltes&#039;, Evolutionsbiologen sagen, glaube ich, &#039;ratiomorph&#039; dazu und schreiben es bereits Pantoffeltierchen zu. Natürlich ist das &#039;im sozialen Raum&#039; und als Forderung nochmal was andres, aber schon diese Differenzierungen fehlen mir da eben irgendwie.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Rainer &#8211; Obwohl ich mir den Schuh, den Terminus &#8216;Umverteilung&#8217; unreflektiert gebraucht zu haben, durchaus anzöge &#8211; als &#8216;Antworten&#8217; würde ich das nicht betrachten. Mir ging es um mögliche positive Auswirkungen dessen, was &#8216;allgemein&#8217; als Umverteilung bezeichnet wird. Das kann man gerne und auch mit Recht anders bezeichnen wollen, aber ändert das etwas an den Effekten? </p>
<p>Im übrigen ist das Verlinkte wie das Zitierte zwar durchaus anregend, aber auch verwirrend und widersprüchlich, an erster Stelle würde ich eine Vermischung dessen was ist mit dem was sein sollte nennen. &#8216;Wir sind der Staat&#8217; wäre zwar schön, ist aber nicht der Fall. Und er wird es auch sicher nicht auf rein semantischem Wege. </p>
<p>Und dass Abstraktionen &#8216;gedankliche Konstrukte&#8217; sind, scheint mir nun auch nicht so neu zu sein, mit Verlaub. Im Falle der Gleichheit sogar ein besonders &#8216;uraltes&#8217;, Evolutionsbiologen sagen, glaube ich, &#8216;ratiomorph&#8217; dazu und schreiben es bereits Pantoffeltierchen zu. Natürlich ist das &#8216;im sozialen Raum&#8217; und als Forderung nochmal was andres, aber schon diese Differenzierungen fehlen mir da eben irgendwie.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=5825#comment-49308</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2016 13:35:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zitat des Tages ganz passend: &quot;G&lt;em&gt;ib Deinen Kunden 3% Zinsen auf ihre Einlagen, verlange 6% für einen Kredit, mach um Drei Feierabend und geh dann Golf spielen. Würden alle Banker so handeln; uns wären die ganzen Crashs, Krisen und milliardenschweren Rettungspakete erspart geblieben&lt;/em&gt;.&quot;
Drei Prozent &lt;em&gt;Wachstum&lt;/em&gt;&#174; pflückt der Soz nämlich vom Baum.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zitat des Tages ganz passend: &#8220;G<em>ib Deinen Kunden 3% Zinsen auf ihre Einlagen, verlange 6% für einen Kredit, mach um Drei Feierabend und geh dann Golf spielen. Würden alle Banker so handeln; uns wären die ganzen Crashs, Krisen und milliardenschweren Rettungspakete erspart geblieben</em>.&#8221;<br />
Drei Prozent <em>Wachstum</em>&reg; pflückt der Soz nämlich vom Baum.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Katze aus dem Sack</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=5825#comment-49300</link>
		<dc:creator>Die Katze aus dem Sack</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2016 12:14:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ R@iner

Ich bin demnach Teil dieses Staates, die Dokumente belegen dies: Personal. Allererste Aufgabe die ich und diesbezüglich alle anderen hier höchst selbst zu erledigen haben: Die Würde des Anderen nicht anzutasten.

Da hier bereits das erste handfeste Versagen zu Tage tritt, wo immer man auch hinschaut, braucht man sich an anderen, tiefer gelegten Punkten, gar nicht abarbeiten. Oder doch?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ R@iner</p>
<p>Ich bin demnach Teil dieses Staates, die Dokumente belegen dies: Personal. Allererste Aufgabe die ich und diesbezüglich alle anderen hier höchst selbst zu erledigen haben: Die Würde des Anderen nicht anzutasten.</p>
<p>Da hier bereits das erste handfeste Versagen zu Tage tritt, wo immer man auch hinschaut, braucht man sich an anderen, tiefer gelegten Punkten, gar nicht abarbeiten. Oder doch?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R@iner</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=5825#comment-49251</link>
		<dc:creator>R@iner</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2016 06:33:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Peinhart: Zwei Dinge zur Antwort.

1. &lt;a href=&quot;http://derstandard.at/2000020079740/Die-Bedeutungslosigkeit-sozialer-Ungleichheit&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Die Bedeutungslosigkeit sozialer Ungleichheit&lt;/a&gt;

&lt;i&gt;Gleichheit ist ein gedankliches Konstrukt. Politik, die Menschen einander gleichmachen will, ist zum Scheitern verurteilt&lt;/i&gt;

2. Im gleichen Buch (#17) schreibt E. Wehling ab S. 107:

&lt;i&gt;Die Idee, dass wir Steuern an den Staat als eine von uns getrennte Entität zahlen, anstatt sie als unseren Beitrag zu einer Gemeinschaft zu sehen, mit der wir uns grundsätzlich verbunden fühlen, geht Hand in Hand mit dem Begriff der »Umverteilung«.

Das Wort aktiviert nämlich den Frame des Verteilens, und nicht den des Teilens. Die beiden mögen auf den ersten Blick relativ austauschbar erscheinen. Sind sie aber nicht! Denn der Frame vom Verteilen proﬁliert eine Instanz, die Objekte an Dritte verteilt. Zum Beispiel so: »Peter verteilt den Geburtstagskuchen. Der Frame vom Teilen hingegen proﬁliert eine Gruppe, die untereinander teilt. So etwa: »Die Kinder teilen sich den Geburtstagskuchen.«

Nun ist es ja tatsächlich so, dass »der Staat« derjenige ist, der Steuern erhebt und entscheidet, wofür das durch unsere Steuerbeiträge zusammengekommene Geld ausgegeben werden soll, der Schulen und Kindertagesstätten einrichtet, Förderprogramme auﬂegt, Sozialleistungen auszahlt und vieles mehr. Nur - er tut all dies aufgrund demokratisch beschlossener Gesetze mit den Bürgern und im Auftrag der Bürger.

Was hat es also damit auf sich, wenn wir von Umverteilung sprechen? Man könnte auch, wenn man wollte, davon sprechen, dass die Gemeinschaft »untereinander verteilt«. Aber so wird der Begriff in unseren Debatten nicht genutzt, es geht um die »Umverteilung durch den Sozialstaat« (SCHÄFER in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.1.2015).

Der Begriff »Umverteilung« ist in mindestens zweierlei Hinsicht interessant. Erstens: Der Staat wird als vom Bürger getrennte Entität begreifbar gemacht. Auf dieses Phänomen habe ich auch bei einigen der Frame-Analysen in Kapitel 4 hingewiesen. Zweitens: Die Idee des Miteinander-Teilens ﬁndet gedanklich nicht statt. Den Bürgern werden sowohl die Handlung selbst als auch die dahinterstehende Handlungsintention abgesprochen.

Ganz ähnliche Schlussfolgerungen legen übrigens auch Frames nahe, die über Begriffe wie »freie Bildung« aktiviert werden. Es heißt dort eben nicht »gemeinschaftlich ﬁnanziert«.

Und nicht zuletzt impliziert der Begriff »Umverteilung« über das Afﬁx »um-«‚ dass die Güter (auch metaphorische Güter wie etwa Zugang zu guter Bildung) bereits fest verteilt sind. Umverteilung wird als ein Eingriff in einen vermeintlich festgeschriebenen Zustand der Güterverteilung begreifbar gemacht. Das bedeutet zwangsläufig auch, dass denen, die Güter haben, etwas weggenommen werden muss, woher sollten sonst die umzuverteilenden Güter stammen.

Der Frame blendet aus, das die Verteilung metaphorischer und tatsächlicher Güter in unserer Gemeinschaft ein Prozess ist, in dem und über den demokratisch immer wieder neu entschieden wird. Er blendet aus, dass niemandem etwas weggenommen wird, was ihm eigentlich zustünde, dass einmal erworbene Rechte nicht unantastbar sind, seien es die Rechte derer, die bisher von unserer Gesetzgebung proﬁtiert haben, seien es die Rechte derer, die künftig mehr proﬁtieren sollen.

Das Affix »um-« hat zudem in unserer Alltagssprache oft, wenn auch nicht immer, die Bedeutung, dass etwas um 180 Grad gedreht wird, sich nicht nur unten und oben etwas angleichen, sondern verkehren - ein 2-Euro-Stück »umdrehen«, den Garten »umgraben«, das Ruderboot »umkippen«. Das mag dazu beitragen, Ängste vor einer Umverteilung zu schüren.

Ab und an lohnt es sich, in unser Grundgesetz zu schauen, zumal, wenn man um die richtige Formulierung ringt. Dort heißt es in Art. 20 Absatz 2: »Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.« Diese Organe brauchen wir, um als Volk von mehr als 80 Millionen Bürgern handlungsfähig zu sein, so wie jeder Verein seine Vereinsorgane hat.

In Abwandlung des Spruches »Wir sind das Volk!« sollten wir uns fragen, ob es nicht unserem Selbstverständnis in einer Demokratie entspräche zu sagen: »Wir sind der Staat!« Dann wäre sowohl in unserem Selbstverständnis, als auch in unserer Sprache kein Raum für die Idee des Staates als eine von uns getrennte Entität, mit allen Konsequenzen - zum Beispiel würden wir »von jedem von uns seinen Steuerbeitrag einfordern«, anstatt »von dem Staat zur Kasse gebeten zu werden«.&lt;/i&gt;

tl;dr: »Verteilen« impliziert, es gebe eine feste Quantität von Objekten, von denen jeder in einer Gesellschaft im Sinne der Gerechtigkeit etwas erhalten sollte.
Die Progressiven wollen allen den gleichen Anteil zukommen lassen, während die Konservativen sich auf die per se vorhandene Ungleichheit der Menschen berufen und jeder sich &quot;das Seine&quot; gemäß seiner Fähigkeiten und Kräfte in Freiheit holen soll.

Das ist beides Quark, denn zum Einen ist die Menge an zu verteilenden materiellen und immateriellen Gütern nicht konstant und zum Anderen wissen wir, dass die Startbedingungen darüber entscheiden, wer im &quot;Rennen um die Verteilung&quot; eher gewinnen und wer eher verlieren kann. (I&#039;m lost in frames ...)

Außerdem müsste man sich Gedanken machen, ob man den Staat als stets wachenden Richter externalisiert oder ob man nicht selbst der Staat ist.

Mein Fazit: Wer von &quot;Verteilen&quot; spricht, stellt nichts infrage und hat schon verloren. Oder will verlieren?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Peinhart: Zwei Dinge zur Antwort.</p>
<p>1. <a href="http://derstandard.at/2000020079740/Die-Bedeutungslosigkeit-sozialer-Ungleichheit" rel="nofollow">Die Bedeutungslosigkeit sozialer Ungleichheit</a></p>
<p><i>Gleichheit ist ein gedankliches Konstrukt. Politik, die Menschen einander gleichmachen will, ist zum Scheitern verurteilt</i></p>
<p>2. Im gleichen Buch (#17) schreibt E. Wehling ab S. 107:</p>
<p><i>Die Idee, dass wir Steuern an den Staat als eine von uns getrennte Entität zahlen, anstatt sie als unseren Beitrag zu einer Gemeinschaft zu sehen, mit der wir uns grundsätzlich verbunden fühlen, geht Hand in Hand mit dem Begriff der »Umverteilung«.</p>
<p>Das Wort aktiviert nämlich den Frame des Verteilens, und nicht den des Teilens. Die beiden mögen auf den ersten Blick relativ austauschbar erscheinen. Sind sie aber nicht! Denn der Frame vom Verteilen proﬁliert eine Instanz, die Objekte an Dritte verteilt. Zum Beispiel so: »Peter verteilt den Geburtstagskuchen. Der Frame vom Teilen hingegen proﬁliert eine Gruppe, die untereinander teilt. So etwa: »Die Kinder teilen sich den Geburtstagskuchen.«</p>
<p>Nun ist es ja tatsächlich so, dass »der Staat« derjenige ist, der Steuern erhebt und entscheidet, wofür das durch unsere Steuerbeiträge zusammengekommene Geld ausgegeben werden soll, der Schulen und Kindertagesstätten einrichtet, Förderprogramme auﬂegt, Sozialleistungen auszahlt und vieles mehr. Nur &#8211; er tut all dies aufgrund demokratisch beschlossener Gesetze mit den Bürgern und im Auftrag der Bürger.</p>
<p>Was hat es also damit auf sich, wenn wir von Umverteilung sprechen? Man könnte auch, wenn man wollte, davon sprechen, dass die Gemeinschaft »untereinander verteilt«. Aber so wird der Begriff in unseren Debatten nicht genutzt, es geht um die »Umverteilung durch den Sozialstaat« (SCHÄFER in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.1.2015).</p>
<p>Der Begriff »Umverteilung« ist in mindestens zweierlei Hinsicht interessant. Erstens: Der Staat wird als vom Bürger getrennte Entität begreifbar gemacht. Auf dieses Phänomen habe ich auch bei einigen der Frame-Analysen in Kapitel 4 hingewiesen. Zweitens: Die Idee des Miteinander-Teilens ﬁndet gedanklich nicht statt. Den Bürgern werden sowohl die Handlung selbst als auch die dahinterstehende Handlungsintention abgesprochen.</p>
<p>Ganz ähnliche Schlussfolgerungen legen übrigens auch Frames nahe, die über Begriffe wie »freie Bildung« aktiviert werden. Es heißt dort eben nicht »gemeinschaftlich ﬁnanziert«.</p>
<p>Und nicht zuletzt impliziert der Begriff »Umverteilung« über das Afﬁx »um-«‚ dass die Güter (auch metaphorische Güter wie etwa Zugang zu guter Bildung) bereits fest verteilt sind. Umverteilung wird als ein Eingriff in einen vermeintlich festgeschriebenen Zustand der Güterverteilung begreifbar gemacht. Das bedeutet zwangsläufig auch, dass denen, die Güter haben, etwas weggenommen werden muss, woher sollten sonst die umzuverteilenden Güter stammen.</p>
<p>Der Frame blendet aus, das die Verteilung metaphorischer und tatsächlicher Güter in unserer Gemeinschaft ein Prozess ist, in dem und über den demokratisch immer wieder neu entschieden wird. Er blendet aus, dass niemandem etwas weggenommen wird, was ihm eigentlich zustünde, dass einmal erworbene Rechte nicht unantastbar sind, seien es die Rechte derer, die bisher von unserer Gesetzgebung proﬁtiert haben, seien es die Rechte derer, die künftig mehr proﬁtieren sollen.</p>
<p>Das Affix »um-« hat zudem in unserer Alltagssprache oft, wenn auch nicht immer, die Bedeutung, dass etwas um 180 Grad gedreht wird, sich nicht nur unten und oben etwas angleichen, sondern verkehren &#8211; ein 2-Euro-Stück »umdrehen«, den Garten »umgraben«, das Ruderboot »umkippen«. Das mag dazu beitragen, Ängste vor einer Umverteilung zu schüren.</p>
<p>Ab und an lohnt es sich, in unser Grundgesetz zu schauen, zumal, wenn man um die richtige Formulierung ringt. Dort heißt es in Art. 20 Absatz 2: »Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.« Diese Organe brauchen wir, um als Volk von mehr als 80 Millionen Bürgern handlungsfähig zu sein, so wie jeder Verein seine Vereinsorgane hat.</p>
<p>In Abwandlung des Spruches »Wir sind das Volk!« sollten wir uns fragen, ob es nicht unserem Selbstverständnis in einer Demokratie entspräche zu sagen: »Wir sind der Staat!« Dann wäre sowohl in unserem Selbstverständnis, als auch in unserer Sprache kein Raum für die Idee des Staates als eine von uns getrennte Entität, mit allen Konsequenzen &#8211; zum Beispiel würden wir »von jedem von uns seinen Steuerbeitrag einfordern«, anstatt »von dem Staat zur Kasse gebeten zu werden«.</i></p>
<p>tl;dr: »Verteilen« impliziert, es gebe eine feste Quantität von Objekten, von denen jeder in einer Gesellschaft im Sinne der Gerechtigkeit etwas erhalten sollte.<br />
Die Progressiven wollen allen den gleichen Anteil zukommen lassen, während die Konservativen sich auf die per se vorhandene Ungleichheit der Menschen berufen und jeder sich &#8220;das Seine&#8221; gemäß seiner Fähigkeiten und Kräfte in Freiheit holen soll.</p>
<p>Das ist beides Quark, denn zum Einen ist die Menge an zu verteilenden materiellen und immateriellen Gütern nicht konstant und zum Anderen wissen wir, dass die Startbedingungen darüber entscheiden, wer im &#8220;Rennen um die Verteilung&#8221; eher gewinnen und wer eher verlieren kann. (I&#8217;m lost in frames &#8230;)</p>
<p>Außerdem müsste man sich Gedanken machen, ob man den Staat als stets wachenden Richter externalisiert oder ob man nicht selbst der Staat ist.</p>
<p>Mein Fazit: Wer von &#8220;Verteilen&#8221; spricht, stellt nichts infrage und hat schon verloren. Oder will verlieren?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bruchmüller</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=5825#comment-49234</link>
		<dc:creator>Bruchmüller</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 May 2016 21:54:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hi @ Peinhard

Auf einer belebten Vorstadtstraße rollte mir heute nachmittag ein silbernes Tablett vor die Füße, worauf ein Plastikteller mit einem Burger befestigt war. Das Gefährt gab einen quiekenden Ton von sich, dazu blinkte der Preis, den ich (kurzsichtig) nicht erkennen konnte. Als ich mich bückte, packte ein Gestänge meinen Kragen und riss mich hoch. Auch das Gestänge hielt mir einen tropfenden Burger unter die Nase, forderte meine Karte, quiekte intensiv und schnarrte &quot;DD, schönste Stadt, Kredit, du gut, du schön, du Kredit, Debt!&quot; Ich riss mich los.

Aus dem Fenster der Bahn, in die ich in Panik gesprungen war, sah ich wie das Gestänge meinen Hemdkragen aus seinen Fingern zu schütteln versuchte, aber es war zu spät. Aus allen Richtungen flogen Drohnen auf das arme Burgergepenst zu und wedelten mit T-Shirts und Hemden und ich sah noch, wie ein Drahtverhau mit aufgespannten Hosen von der anderen Straßenseite heranfegte.

Eine gelbe Blechdose schnarrte mich an: &quot;Deinen Fahrausweis pitte!&quot; Ich hatte keinen. Und schon landete ein Hubschrauber auf dem Dach der Bahn.

Jedenfalls könnt ihr mich nicht am Kragen packen, dachte ich.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi @ Peinhard</p>
<p>Auf einer belebten Vorstadtstraße rollte mir heute nachmittag ein silbernes Tablett vor die Füße, worauf ein Plastikteller mit einem Burger befestigt war. Das Gefährt gab einen quiekenden Ton von sich, dazu blinkte der Preis, den ich (kurzsichtig) nicht erkennen konnte. Als ich mich bückte, packte ein Gestänge meinen Kragen und riss mich hoch. Auch das Gestänge hielt mir einen tropfenden Burger unter die Nase, forderte meine Karte, quiekte intensiv und schnarrte &#8220;DD, schönste Stadt, Kredit, du gut, du schön, du Kredit, Debt!&#8221; Ich riss mich los.</p>
<p>Aus dem Fenster der Bahn, in die ich in Panik gesprungen war, sah ich wie das Gestänge meinen Hemdkragen aus seinen Fingern zu schütteln versuchte, aber es war zu spät. Aus allen Richtungen flogen Drohnen auf das arme Burgergepenst zu und wedelten mit T-Shirts und Hemden und ich sah noch, wie ein Drahtverhau mit aufgespannten Hosen von der anderen Straßenseite heranfegte.</p>
<p>Eine gelbe Blechdose schnarrte mich an: &#8220;Deinen Fahrausweis pitte!&#8221; Ich hatte keinen. Und schon landete ein Hubschrauber auf dem Dach der Bahn.</p>
<p>Jedenfalls könnt ihr mich nicht am Kragen packen, dachte ich.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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