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	<title>Kommentare zu: Deutsche Intellektuelle</title>
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	<description>Keine Herren, keine Sklaven!</description>
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		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4701#comment-40618</link>
		<dc:creator>Wat.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2015 22:52:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@matrixmann(53) - Ich lasse mir gern, oft und viel von anderen (auch Gruppen) erzählen, ist für mich einfacher als zu rätseln, was sie wohl wie meinen könnten ;)
Gute N8.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@matrixmann(53) &#8211; Ich lasse mir gern, oft und viel von anderen (auch Gruppen) erzählen, ist für mich einfacher als zu rätseln, was sie wohl wie meinen könnten ;)<br />
Gute N8.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: matrixmann</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4701#comment-40609</link>
		<dc:creator>matrixmann</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2015 19:33:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zu frosch Nr. 51:

Ganz verwerfen kann man das nicht, denn - keine Ahnung, ob es nur mein eigener Eindruck ist, aber die Sparte an &quot;klugen Büchern&quot; (klugen und mal weniger klugen) über komplizierte Ablaufe in der Welt sind in den letzten 5 Jahren - eigentlich seit der 2008er / 2009er Wirtschaftskrise - hat beträchtlich zugenommen. Würde nicht vermuten, dass es nur daran liegt, weil so viele kluge Leute von sich aus etwas zu sagen haben. Wenn mich der Eindruck nicht täuscht, war es kurz danach eigentlich glatt Mode, so zu reden und diese Literatur als Privatmensch zu lesen. Jetzt zwar nicht mehr so ganz, aber die Verlage werden auch wissen, was Geld in die Kasse spült und was nicht.

@ Wat Nr. 52

Ich würde meinen, so oberflächlich ist es nicht, denn aus Einstellungen wird auch wieder Materie bzw. werden reale Umstände geschaffen. Nur weil ein paar Frauenzeitschriftenleserinnen ankommen, die keinen Blick für Menschenkenntnis haben, oder ein paar Rattenfänger, die mit ihrem Gerede sektiererische Züge annehmen, muss ich mir die Sache noch lang nicht verderben lassen.
Aber - wie&#039;s dir recht sei.
Ich denke, man merkt aber eines, dass ich nicht aus anderer Leute schlaue Bücher abschreibe, oder mir von bestimmten Gruppen was erzählen lasse.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu frosch Nr. 51:</p>
<p>Ganz verwerfen kann man das nicht, denn &#8211; keine Ahnung, ob es nur mein eigener Eindruck ist, aber die Sparte an &#8220;klugen Büchern&#8221; (klugen und mal weniger klugen) über komplizierte Ablaufe in der Welt sind in den letzten 5 Jahren &#8211; eigentlich seit der 2008er / 2009er Wirtschaftskrise &#8211; hat beträchtlich zugenommen. Würde nicht vermuten, dass es nur daran liegt, weil so viele kluge Leute von sich aus etwas zu sagen haben. Wenn mich der Eindruck nicht täuscht, war es kurz danach eigentlich glatt Mode, so zu reden und diese Literatur als Privatmensch zu lesen. Jetzt zwar nicht mehr so ganz, aber die Verlage werden auch wissen, was Geld in die Kasse spült und was nicht.</p>
<p>@ Wat Nr. 52</p>
<p>Ich würde meinen, so oberflächlich ist es nicht, denn aus Einstellungen wird auch wieder Materie bzw. werden reale Umstände geschaffen. Nur weil ein paar Frauenzeitschriftenleserinnen ankommen, die keinen Blick für Menschenkenntnis haben, oder ein paar Rattenfänger, die mit ihrem Gerede sektiererische Züge annehmen, muss ich mir die Sache noch lang nicht verderben lassen.<br />
Aber &#8211; wie&#8217;s dir recht sei.<br />
Ich denke, man merkt aber eines, dass ich nicht aus anderer Leute schlaue Bücher abschreibe, oder mir von bestimmten Gruppen was erzählen lasse.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4701#comment-40588</link>
		<dc:creator>Wat.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2015 11:28:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@matrixmann(50)

&lt;i&gt;&quot;Leben wäre der Oberbegriff. Alleinstehend als Antwort wäre es mir zu simpel.&quot;&lt;/i&gt;

Darum hatte ich das auch weiter unterfüttert.
Zugegeben mit meiner materialistischen Ansicht, die nicht jeder teilen muß.

Können wir es dabei belassen? 
Denn Deine ist für mich zu oberflächlich, sorry - scheint Dir ja aber die Antworten zu geben, die Du gerade suchst.
... und damit ist es für Dich genau das richtige - und darauf kommt es wohl auch immer nur an ;)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@matrixmann(50)</p>
<p><i>&#8220;Leben wäre der Oberbegriff. Alleinstehend als Antwort wäre es mir zu simpel.&#8221;</i></p>
<p>Darum hatte ich das auch weiter unterfüttert.<br />
Zugegeben mit meiner materialistischen Ansicht, die nicht jeder teilen muß.</p>
<p>Können wir es dabei belassen?<br />
Denn Deine ist für mich zu oberflächlich, sorry &#8211; scheint Dir ja aber die Antworten zu geben, die Du gerade suchst.<br />
&#8230; und damit ist es für Dich genau das richtige &#8211; und darauf kommt es wohl auch immer nur an ;)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: frosch</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4701#comment-40583</link>
		<dc:creator>frosch</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2015 10:04:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Französische Intellektuelle pfeifen auch auf dem letzten Loch, wie Jungle-World zeigt: http://jungle-world.com/artikel/2015/50/53165.html
&lt;b&gt;Mein Senf dazu:&lt;/b&gt;
 „Intellektuelle“, die ihren Lebensunterhalt von ihrer Gedankenproduktion beziehen, sind in der Tat kleine Warenproduzenten wie Friseure, Bäcker oder Hufschmiede.
Sie müssen – ob sie wollen oder nicht, ihre Kundschaft, ihren Markt, mit ihrer Ware beliefern und bedienen – auch wenn es sich um ein Gedankenprodukt handelt. 
Es kommt vor dass ein ganzer Ideenmarkt wegbricht - wie in den 1980er mit dem Marxismus geschehen – oder ein neuer Ideenmarkt sich öffnet, wie Umwelt und Ökologie.
In jedem Fall sind warenproduzierende Intellektuelle von ihrer Klientel abhängig. Öffnen sich neue Marktchancen, zum Beispiel wenn rechtes Gedankengut intellektuell hoffähig wird, dann steigen auch linke Intellektuelle in diesen Markt ein.
Wenn nicht, dann riskieren sie, dass ihr Marktsegment schrumpft, und sie Brot statt Kuchen essen müssen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Französische Intellektuelle pfeifen auch auf dem letzten Loch, wie Jungle-World zeigt: <a href="http://jungle-world.com/artikel/2015/50/53165.html" rel="nofollow">http://jungle-world.com/artikel/2015/50/53165.html</a><br />
<b>Mein Senf dazu:</b><br />
 „Intellektuelle“, die ihren Lebensunterhalt von ihrer Gedankenproduktion beziehen, sind in der Tat kleine Warenproduzenten wie Friseure, Bäcker oder Hufschmiede.<br />
Sie müssen – ob sie wollen oder nicht, ihre Kundschaft, ihren Markt, mit ihrer Ware beliefern und bedienen – auch wenn es sich um ein Gedankenprodukt handelt.<br />
Es kommt vor dass ein ganzer Ideenmarkt wegbricht &#8211; wie in den 1980er mit dem Marxismus geschehen – oder ein neuer Ideenmarkt sich öffnet, wie Umwelt und Ökologie.<br />
In jedem Fall sind warenproduzierende Intellektuelle von ihrer Klientel abhängig. Öffnen sich neue Marktchancen, zum Beispiel wenn rechtes Gedankengut intellektuell hoffähig wird, dann steigen auch linke Intellektuelle in diesen Markt ein.<br />
Wenn nicht, dann riskieren sie, dass ihr Marktsegment schrumpft, und sie Brot statt Kuchen essen müssen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: matrixmann</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4701#comment-40581</link>
		<dc:creator>matrixmann</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2015 08:00:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=4701#comment-40581</guid>
		<description><![CDATA[@ Wat.

Leben wäre der Oberbegriff. Alleinstehend als Antwort wäre es mir zu simpel. Denn in der fortgeschrittenen Zivilisation bedeutet das für die meisten Menschen schon etwas mehr als nur dem Ablauf der Reproduktion weiterhin nachgehen zu können.
So etwas ist was, was man von Pegida lernt - auch wenn ich das ganze Gerede über Werte und Kultur für Feigenbblätter halte. Denn, welche Werte? Ist nicht so, als würden die Deutschen den eigenen Staat niemals bescheißen.
Du kannst aber auch jegliche Bewegung dort mit hineinzählen, bei der es um Religion geht. Für einen Teil gilt auch das wie die Luft zum atmen.
Also ist es allein mit der Antwort &quot;Leben&quot; nicht getan.
Aber auch hinter diesen Facetten stecken elementare Grundbedürfnisse, die Menschen befriedigt haben wollen, auch wenn dort jeder seine eigene Ausprägung hat wie er dazu kommen will.
&quot;Glaubenssystem&quot; ist da ein Begriff, den ich da benutze, weil er den Kern umfasst, den diverse Facetten gemeinsam haben. Glaubenssystem ist der Bodensatz, dass Menschen es als Naturgesetz betrachten, bei Rot geht man nicht über die Straße, man stiehlt nicht, und man schlägt niemanden (einfach so, weil man Lust dazu hat). Die Gesamtheit der Gebote, Verbote und Maximen, die ihnen beigebracht wurden. Gleichzusetzend mit &quot;die innere Ordnung ihrer Welt&quot;.
Leute mit psychischen Problemen haben in der Regel an diesen Stellen Unsinn beigbracht bekommen und kränkeln ihr Leben lang daran um, diesen Unsinn aus ihrem Glaubenssystem wieder zu verlieren. &quot;Du bist fett&quot;, &quot;Du bist hässlich&quot;, &quot;Du bist zu nichts nutze&quot;, &quot;Du bist laut&quot;, &quot;Du bist nervig&quot;, &quot;Stell nicht so&#039;ne dumme Fragen&quot;, &quot;Wenn ich so mache, dann ziehst du dir gleich die Hosen runter, damit ich dir den Arsch versohlen kann&quot;.
Das ist der Sache allen gemein, ob dort nun eine Gottheit noch mit im Spiel ist oder nicht, eine Utopie von einer besseren Gesellschaft oder ein &quot;Zugehörigkeitsgefühl&quot; zu einer bestimmten Gruppe oder einem bestimmten Territorium.
Sieht man sich diese Geflechte an und sucht nach all ihren Gemeinsamkeiten, dann findet man seine Anhaltspunkte, warum irgendwelchen Rattenfängern hinterhergelaufen wird (und evtl. wie man ihnen auch etwas anderes unterjubeln kann, was vielleicht eher zum von den Mitläufern gewünschten Zielen führt).]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Wat.</p>
<p>Leben wäre der Oberbegriff. Alleinstehend als Antwort wäre es mir zu simpel. Denn in der fortgeschrittenen Zivilisation bedeutet das für die meisten Menschen schon etwas mehr als nur dem Ablauf der Reproduktion weiterhin nachgehen zu können.<br />
So etwas ist was, was man von Pegida lernt &#8211; auch wenn ich das ganze Gerede über Werte und Kultur für Feigenbblätter halte. Denn, welche Werte? Ist nicht so, als würden die Deutschen den eigenen Staat niemals bescheißen.<br />
Du kannst aber auch jegliche Bewegung dort mit hineinzählen, bei der es um Religion geht. Für einen Teil gilt auch das wie die Luft zum atmen.<br />
Also ist es allein mit der Antwort &#8220;Leben&#8221; nicht getan.<br />
Aber auch hinter diesen Facetten stecken elementare Grundbedürfnisse, die Menschen befriedigt haben wollen, auch wenn dort jeder seine eigene Ausprägung hat wie er dazu kommen will.<br />
&#8220;Glaubenssystem&#8221; ist da ein Begriff, den ich da benutze, weil er den Kern umfasst, den diverse Facetten gemeinsam haben. Glaubenssystem ist der Bodensatz, dass Menschen es als Naturgesetz betrachten, bei Rot geht man nicht über die Straße, man stiehlt nicht, und man schlägt niemanden (einfach so, weil man Lust dazu hat). Die Gesamtheit der Gebote, Verbote und Maximen, die ihnen beigebracht wurden. Gleichzusetzend mit &#8220;die innere Ordnung ihrer Welt&#8221;.<br />
Leute mit psychischen Problemen haben in der Regel an diesen Stellen Unsinn beigbracht bekommen und kränkeln ihr Leben lang daran um, diesen Unsinn aus ihrem Glaubenssystem wieder zu verlieren. &#8220;Du bist fett&#8221;, &#8220;Du bist hässlich&#8221;, &#8220;Du bist zu nichts nutze&#8221;, &#8220;Du bist laut&#8221;, &#8220;Du bist nervig&#8221;, &#8220;Stell nicht so&#8217;ne dumme Fragen&#8221;, &#8220;Wenn ich so mache, dann ziehst du dir gleich die Hosen runter, damit ich dir den Arsch versohlen kann&#8221;.<br />
Das ist der Sache allen gemein, ob dort nun eine Gottheit noch mit im Spiel ist oder nicht, eine Utopie von einer besseren Gesellschaft oder ein &#8220;Zugehörigkeitsgefühl&#8221; zu einer bestimmten Gruppe oder einem bestimmten Territorium.<br />
Sieht man sich diese Geflechte an und sucht nach all ihren Gemeinsamkeiten, dann findet man seine Anhaltspunkte, warum irgendwelchen Rattenfängern hinterhergelaufen wird (und evtl. wie man ihnen auch etwas anderes unterjubeln kann, was vielleicht eher zum von den Mitläufern gewünschten Zielen führt).</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4701#comment-40541</link>
		<dc:creator>Wat.</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2015 15:58:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@matrixmann(48)

&lt;i&gt;&quot;Was erhoffen sie sich davon?&quot;&lt;/i&gt;

Leben!

Ich mein&#039;, Du drückst das umständlicher aus, meinst es aber wohl auch. 
Sie wollen leben, sich reproduzieren. 
Ob ihnen das immer so bewußt ist? Echt, was drauf gesch...

Deshalb gehen sie mit anderen ein Verhältnis ein - ein (Re-)Produktionsverhältnis. Im übrigen auch der von Dir s.g. &quot;Einzelgänger&quot; - der mag vielleicht rein äußerlich allein &#039;laufen&#039;, aber leben keine drei Tage...

Sie bilden diese Verhältnisse auf dem jeweiligen Stand ihres (gemeinsamen) Wissen und Könnens, ich habe mir dafür den Begriff &quot;Produktivkräftestand&quot; gestohlen bei Menschen, die sich lange vor Dir und vor mir mit diesen &#039;Umständen&#039; befaßten.

Diese &#039;Umstände&#039;, der Stand der Produktivkräfte, die die jeweiligen Produktionsverhältnisse (ab-)bilden erzeugt eine Ideologie - die muß und kann ihnen niemand einreden - die Verhältnisse selbst tuen es.
... und dagegen ist nach meiner Auffassung kein Kraut der s.g. Manipulation gewachsen - was wiederum nicht heißen soll, daß das nicht aus allen Ecken und Enden, Rechts wie Links, immer wieder versucht würde.
Vergeblich.
Etwas im Status Quo halten, geht damit so wenig, wie was völlig neues.

Aus der Ideologie, die sich innerhalb der Produktionsverhältnisse &#039;entwickelt&#039;, leitet sich das ab, was Du &quot;Glaubenssystem&quot; nennst - jedenfalls verstehe ich Deinen Gebrauch des Wortes &quot;Glaubenssystem&quot; so.

Allein die Tatsache, daß wir was anderes glauben würden (wenn wir es so ohne weiteres könnten), änderte gar nichts - so wie &lt;i&gt;allein&lt;/i&gt; die Tatsache, daß die meisten hier an das glauben, das Gesellschaftssystem/ Produktionsverhältnis nicht erhält.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@matrixmann(48)</p>
<p><i>&#8220;Was erhoffen sie sich davon?&#8221;</i></p>
<p>Leben!</p>
<p>Ich mein&#8217;, Du drückst das umständlicher aus, meinst es aber wohl auch.<br />
Sie wollen leben, sich reproduzieren.<br />
Ob ihnen das immer so bewußt ist? Echt, was drauf gesch&#8230;</p>
<p>Deshalb gehen sie mit anderen ein Verhältnis ein &#8211; ein (Re-)Produktionsverhältnis. Im übrigen auch der von Dir s.g. &#8220;Einzelgänger&#8221; &#8211; der mag vielleicht rein äußerlich allein &#8216;laufen&#8217;, aber leben keine drei Tage&#8230;</p>
<p>Sie bilden diese Verhältnisse auf dem jeweiligen Stand ihres (gemeinsamen) Wissen und Könnens, ich habe mir dafür den Begriff &#8220;Produktivkräftestand&#8221; gestohlen bei Menschen, die sich lange vor Dir und vor mir mit diesen &#8216;Umständen&#8217; befaßten.</p>
<p>Diese &#8216;Umstände&#8217;, der Stand der Produktivkräfte, die die jeweiligen Produktionsverhältnisse (ab-)bilden erzeugt eine Ideologie &#8211; die muß und kann ihnen niemand einreden &#8211; die Verhältnisse selbst tuen es.<br />
&#8230; und dagegen ist nach meiner Auffassung kein Kraut der s.g. Manipulation gewachsen &#8211; was wiederum nicht heißen soll, daß das nicht aus allen Ecken und Enden, Rechts wie Links, immer wieder versucht würde.<br />
Vergeblich.<br />
Etwas im Status Quo halten, geht damit so wenig, wie was völlig neues.</p>
<p>Aus der Ideologie, die sich innerhalb der Produktionsverhältnisse &#8216;entwickelt&#8217;, leitet sich das ab, was Du &#8220;Glaubenssystem&#8221; nennst &#8211; jedenfalls verstehe ich Deinen Gebrauch des Wortes &#8220;Glaubenssystem&#8221; so.</p>
<p>Allein die Tatsache, daß wir was anderes glauben würden (wenn wir es so ohne weiteres könnten), änderte gar nichts &#8211; so wie <i>allein</i> die Tatsache, daß die meisten hier an das glauben, das Gesellschaftssystem/ Produktionsverhältnis nicht erhält.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: matrixmann</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4701#comment-40535</link>
		<dc:creator>matrixmann</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2015 12:04:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=4701#comment-40535</guid>
		<description><![CDATA[@ flatter

Dann kann ich dich nur dabei belassen, dass bei mir Aussagen in der Praxis nie der letzter Weisheit Schluss sind.

@ Wat.

Wenn du von dem Umstand sprichst, dass nur der geringste Anteil der Menschheit, wenn sie erwachsen sind, Einzelgänger ist, und der überwiegende Teil in einem sozialen Gefüge lebt, weil Menschen von Grund auf Herdentiere sind, und vor dem Erwachsensein wachsen sie auch in einer Herde auf, so muss ich sagen, ich habe dies alles bei der Berechnung mit drin.
Vielleicht kommt das nur nicht so rüber.
Ich brauche mich jedenfalls nicht wundern, wenn Menschen über Jahrhunderte 5 Religionen und Ideologien hinterherlaufen, die zu Grunde liegenden Probleme sich aber im Verlaufe der Jahrhunderte nicht allzu sehr verändern, wenn ich mir nie die Frage stelle &quot;Was erhoffen sie sich davon?&quot; Die Antwort darauf lässt sich nämlich häufig in elementaren menschlichen Bedürfnissen wiederfinden, die bei allen mehr oder weniger gleich sind. Und wenn bei einem Teil der Individuen bestimmte Bedürfnisse weniger ausgeprägt sind als bei anderen, dann ist es nicht nur nicht weiter schlimm, sondern ist der Tatbestand so. Weil so viel Variabilität dann doch innerhalb einer Anzahl von Individuen besteht.
Es ändert sich aber nichts daran, in diesem Pool nach Grundfesten zu suchen, was Menschen dazu bringt, hinter etwas hinterherzulaufen und dies schließlich auch noch als Masse zu tun. Allein nur das Einreden von Dingen oder der Gruppenzwang ist es auch nicht; etwas steckt in einem Glaubenssystem drin, was jeden auch &lt;b&gt;einzeln für sich anspricht&lt;/b&gt;. Sodass es dann dazu kommt, dass Massen einer Sache huldigen.
Und das ist etwas, was sich bis ganz in die Gegenwart erstreckt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ flatter</p>
<p>Dann kann ich dich nur dabei belassen, dass bei mir Aussagen in der Praxis nie der letzter Weisheit Schluss sind.</p>
<p>@ Wat.</p>
<p>Wenn du von dem Umstand sprichst, dass nur der geringste Anteil der Menschheit, wenn sie erwachsen sind, Einzelgänger ist, und der überwiegende Teil in einem sozialen Gefüge lebt, weil Menschen von Grund auf Herdentiere sind, und vor dem Erwachsensein wachsen sie auch in einer Herde auf, so muss ich sagen, ich habe dies alles bei der Berechnung mit drin.<br />
Vielleicht kommt das nur nicht so rüber.<br />
Ich brauche mich jedenfalls nicht wundern, wenn Menschen über Jahrhunderte 5 Religionen und Ideologien hinterherlaufen, die zu Grunde liegenden Probleme sich aber im Verlaufe der Jahrhunderte nicht allzu sehr verändern, wenn ich mir nie die Frage stelle &#8220;Was erhoffen sie sich davon?&#8221; Die Antwort darauf lässt sich nämlich häufig in elementaren menschlichen Bedürfnissen wiederfinden, die bei allen mehr oder weniger gleich sind. Und wenn bei einem Teil der Individuen bestimmte Bedürfnisse weniger ausgeprägt sind als bei anderen, dann ist es nicht nur nicht weiter schlimm, sondern ist der Tatbestand so. Weil so viel Variabilität dann doch innerhalb einer Anzahl von Individuen besteht.<br />
Es ändert sich aber nichts daran, in diesem Pool nach Grundfesten zu suchen, was Menschen dazu bringt, hinter etwas hinterherzulaufen und dies schließlich auch noch als Masse zu tun. Allein nur das Einreden von Dingen oder der Gruppenzwang ist es auch nicht; etwas steckt in einem Glaubenssystem drin, was jeden auch <b>einzeln für sich anspricht</b>. Sodass es dann dazu kommt, dass Massen einer Sache huldigen.<br />
Und das ist etwas, was sich bis ganz in die Gegenwart erstreckt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4701#comment-40511</link>
		<dc:creator>Wat.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2015 22:35:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=4701#comment-40511</guid>
		<description><![CDATA[@matrixmann(45)

&lt;i&gt;&quot;Politik, Revolution, gesellschaftliche Veränderung und das Hinterherlaufen hinter Rattenfänger hat doch sehr viel mit der Funktionsweise des Subjekts zu tun, was sie alle ausmacht?&quot;&lt;/i&gt;

Das Subjekt &#039;funktioniert&#039; nur nie unabhängig von allen/m anderen. 
Nicht einmal in seiner &#039;Grundfunktion&#039;.

Das Subjekt, ich nenne es mal lieber Individuum, funktioniert immer nur im Verhältnis zu anderen/m. Darum bilden wir Gemeinschaften ;)
Ergibt eine &#039;hübsche&#039; Dialektik.
Die geht nicht so weit, daß ein einzelnes Individuum die ganze Gesellschaft bestimmen oder losgelöst von ihr handeln, leben, denken kann.

Edit: und deshalb meinte ich oben, daß es nicht zielführend ist, einzig einzelne Individuen betrachten zu wollen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@matrixmann(45)</p>
<p><i>&#8220;Politik, Revolution, gesellschaftliche Veränderung und das Hinterherlaufen hinter Rattenfänger hat doch sehr viel mit der Funktionsweise des Subjekts zu tun, was sie alle ausmacht?&#8221;</i></p>
<p>Das Subjekt &#8216;funktioniert&#8217; nur nie unabhängig von allen/m anderen.<br />
Nicht einmal in seiner &#8216;Grundfunktion&#8217;.</p>
<p>Das Subjekt, ich nenne es mal lieber Individuum, funktioniert immer nur im Verhältnis zu anderen/m. Darum bilden wir Gemeinschaften ;)<br />
Ergibt eine &#8216;hübsche&#8217; Dialektik.<br />
Die geht nicht so weit, daß ein einzelnes Individuum die ganze Gesellschaft bestimmen oder losgelöst von ihr handeln, leben, denken kann.</p>
<p>Edit: und deshalb meinte ich oben, daß es nicht zielführend ist, einzig einzelne Individuen betrachten zu wollen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4701#comment-40510</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2015 22:28:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=4701#comment-40510</guid>
		<description><![CDATA[Ich lasse dich da nicht von der Kette, auch wenn ich das nicht ausdiskutieren muss, aber dein Modell ist viel! zu simpel, das ist etwas anderes als &quot;nicht perfekt&quot;.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lasse dich da nicht von der Kette, auch wenn ich das nicht ausdiskutieren muss, aber dein Modell ist viel! zu simpel, das ist etwas anderes als &#8220;nicht perfekt&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: matrixmann</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4701#comment-40509</link>
		<dc:creator>matrixmann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2015 22:17:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=4701#comment-40509</guid>
		<description><![CDATA[@ Wat. Nr. 43

Hm... Das erscheint mir jetzt überraschend.
Politik, Revolution, gesellschaftliche Veränderung und das Hinterherlaufen hinter Rattenfänger hat doch sehr viel mit der Funktionsweise des Subjekts zu tun, was sie alle ausmacht?

@ flatter Nr. 44

Mag sein, dass mein Model nicht perfekt ist. Mit der Zeit entwickelt sich auch mancher Blick weiter.
Ich würde aber meinen, das ist das Grundprinzip.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Wat. Nr. 43</p>
<p>Hm&#8230; Das erscheint mir jetzt überraschend.<br />
Politik, Revolution, gesellschaftliche Veränderung und das Hinterherlaufen hinter Rattenfänger hat doch sehr viel mit der Funktionsweise des Subjekts zu tun, was sie alle ausmacht?</p>
<p>@ flatter Nr. 44</p>
<p>Mag sein, dass mein Model nicht perfekt ist. Mit der Zeit entwickelt sich auch mancher Blick weiter.<br />
Ich würde aber meinen, das ist das Grundprinzip.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
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