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	<title>Kommentare zu: Aus, der Traum</title>
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	<description>Keine Herren, keine Sklaven!</description>
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	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4189#comment-35878</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2015 07:03:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Da ist auf jeden Fall was dran. Das &#039;Wertgesetz&#039; gilt nur auf der Ebene des Gesamtkapitals - die Waren werden mitsamt &#039;ihren&#039; Werten auf den (Gesamt-)Markt geworfen, und dort erst bestimmt die Konkurrenz, wie viel Wert die einzelnen Kapitalien mit dem Verkauf ihrer Waren auf sich ziehen können. Es ist daher reiner Zufall, wenn eine Ware &#039;am Markt&#039; tatsächlich einmal den &#039;in ihr&#039; steckenden Wert erlöst, ansonsten haben wir eher einerseits Firmen wie zB Apple, die durch geschicktes Marketing etc weit mehr Wert einkassieren, als in ihrem Zeug steckt und auf der anderen Seite Hersteller, die beim Kampf um ihren Anteil am Gesamtmehrwert nahezu leer ausgehen oder nicht einmal ihre Kosten mehr hereinholen können und Pleite gehen, obwohl sie ihre Arbeiter in der Produktion natürlich ganz genauso &#039;gut&#039; ausbeuten wie die erfolgreichere Konkurrenz. 

Und der &#039;Arbeitsmarkt&#039;, obwohl Sozialdemokraten das nicht gerne hören, ist halt auch nur eine Art Kartoffelmarkt, da gibt es auf der einen Seite angestellte Dax-Vorstände und auf der anderen vorzugsweise PflegerInnen, die auch nicht mal mehr ihre spärliche Reproduktion herausziehen können. Die &#039;öffentliche Meinung&#039; wiederum wird maßgeblich von Leuten gestaltet, die sich auf der &#039;guten Seite&#039; befinden, und dies, wenn schon nicht in dieser Form wissen, so doch zumindest deutlich spüren. Und zwar noch um so deutlicher, je gähnender auf der anderen Seite der Abgrund grüßt...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da ist auf jeden Fall was dran. Das &#8216;Wertgesetz&#8217; gilt nur auf der Ebene des Gesamtkapitals &#8211; die Waren werden mitsamt &#8216;ihren&#8217; Werten auf den (Gesamt-)Markt geworfen, und dort erst bestimmt die Konkurrenz, wie viel Wert die einzelnen Kapitalien mit dem Verkauf ihrer Waren auf sich ziehen können. Es ist daher reiner Zufall, wenn eine Ware &#8216;am Markt&#8217; tatsächlich einmal den &#8216;in ihr&#8217; steckenden Wert erlöst, ansonsten haben wir eher einerseits Firmen wie zB Apple, die durch geschicktes Marketing etc weit mehr Wert einkassieren, als in ihrem Zeug steckt und auf der anderen Seite Hersteller, die beim Kampf um ihren Anteil am Gesamtmehrwert nahezu leer ausgehen oder nicht einmal ihre Kosten mehr hereinholen können und Pleite gehen, obwohl sie ihre Arbeiter in der Produktion natürlich ganz genauso &#8216;gut&#8217; ausbeuten wie die erfolgreichere Konkurrenz. </p>
<p>Und der &#8216;Arbeitsmarkt&#8217;, obwohl Sozialdemokraten das nicht gerne hören, ist halt auch nur eine Art Kartoffelmarkt, da gibt es auf der einen Seite angestellte Dax-Vorstände und auf der anderen vorzugsweise PflegerInnen, die auch nicht mal mehr ihre spärliche Reproduktion herausziehen können. Die &#8216;öffentliche Meinung&#8217; wiederum wird maßgeblich von Leuten gestaltet, die sich auf der &#8216;guten Seite&#8217; befinden, und dies, wenn schon nicht in dieser Form wissen, so doch zumindest deutlich spüren. Und zwar noch um so deutlicher, je gähnender auf der anderen Seite der Abgrund grüßt&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Samson</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4189#comment-35858</link>
		<dc:creator>Samson</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2015 21:51:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich weiß nicht ob das was zum Verständnis beiträgt, aber  bei &lt;a href=&quot;https://www.marxists.org/deutsch/archiv/mattick/1973/xx/mandel.htm&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Paul Mattick&lt;/a&gt; findet sich was zu meinetwegen &#039;Produktivität&#039; und &#039;sozialem Verhältnis&#039;:
&quot;&lt;i&gt;Im Kapitalismus herrscht der Wert nicht, weil er durch Arbeitszeit bestimmt ist, sondern weil sich die Ausbeutung der Arbeiter über den Tausch vollzieht. Ohne dieses soziale Verhältnis gäbe es wohl eine durch Arbeitszeit bestimmte Produktion, ohne daß sich diese als Wertverhältnis darzustellen hätte. Wenn man sagt, daß der Wert der Ware Arbeitskraft wie der jeder anderen Ware bestimmt ist, ergibt dies schon den Mehrwert (oder: die Extraarbeit für den Kapitalisten). Der Warenmarkt setzt sich aus der Produktion der angewandten Gesamtarbeitszeit zusammen, aber ein Austausch von Arbeitszeitäquivalenten findet nicht statt, da der Kapitalist nichts auszutauschen hat, sondern nur einen Teil der Gesamtproduktion appropriiert. Das Wertgesetz kann so weder eine „unmittelbare“ noch eine „mittelbare“ reale Existenz im Austausch haben.&lt;/i&gt;&quot;

Da ist schon was dran, und das macht es halt so sauschwer, Leuten die &#039;Spaß im Job&#039; haben und womöglich mehr &#039;verdienen&#039; als sie (ver)brauchen können, was von Ausbeutung zu vertickern und weshalb sie sich mit den Habenichtsen solidarisieren müssten, um das Schweinesystem zu beseitigen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß nicht ob das was zum Verständnis beiträgt, aber  bei <a href="https://www.marxists.org/deutsch/archiv/mattick/1973/xx/mandel.htm" rel="nofollow">Paul Mattick</a> findet sich was zu meinetwegen &#8216;Produktivität&#8217; und &#8216;sozialem Verhältnis&#8217;:<br />
&#8220;<i>Im Kapitalismus herrscht der Wert nicht, weil er durch Arbeitszeit bestimmt ist, sondern weil sich die Ausbeutung der Arbeiter über den Tausch vollzieht. Ohne dieses soziale Verhältnis gäbe es wohl eine durch Arbeitszeit bestimmte Produktion, ohne daß sich diese als Wertverhältnis darzustellen hätte. Wenn man sagt, daß der Wert der Ware Arbeitskraft wie der jeder anderen Ware bestimmt ist, ergibt dies schon den Mehrwert (oder: die Extraarbeit für den Kapitalisten). Der Warenmarkt setzt sich aus der Produktion der angewandten Gesamtarbeitszeit zusammen, aber ein Austausch von Arbeitszeitäquivalenten findet nicht statt, da der Kapitalist nichts auszutauschen hat, sondern nur einen Teil der Gesamtproduktion appropriiert. Das Wertgesetz kann so weder eine „unmittelbare“ noch eine „mittelbare“ reale Existenz im Austausch haben.</i>&#8221;</p>
<p>Da ist schon was dran, und das macht es halt so sauschwer, Leuten die &#8216;Spaß im Job&#8217; haben und womöglich mehr &#8216;verdienen&#8217; als sie (ver)brauchen können, was von Ausbeutung zu vertickern und weshalb sie sich mit den Habenichtsen solidarisieren müssten, um das Schweinesystem zu beseitigen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4189#comment-35845</link>
		<dc:creator>Wat.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2015 17:56:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich schrub, daß es den Bruch mit den Verhältnissen braucht, nicht nur den mit den Eigentümern.
Steht da &quot;Eigentümer&quot; oder &quot;Eigentum&quot;?

Nett, wenn hier gedacht wird, ich würde mir mit meinen Formulierungen so rein gar nichts denken...
... und dann prompt die Belehrung bekomme, daß das Eigentum das Verhältnis ist. 
Achnee, is&#039;n Ding. Nachts isset auch kälter als draußen.

Wenn dann ergibt jeweils die &#039;Beziehung&#039; bzw. Stellung zum Eigentum ein Verhältnis im Reproduktionsprozeß.
Darum daß da mal &#039;einer&#039; gesagt hat, daß die Kommunisten diejenigen sind, die in der Bwegung die Eigentumsfrage immer wieder einbringen, ergibt sich weder, daß Eigentum immer ein Verhältnis ist, noch daß das ohne Bewegung eine Monstranz sein könnte, die wir so plakativ vor uns hertragen.

Und auch präziser ausgeführt, da bin ich mal ganz mit @Troptard, ist die Eigentumsfrage zwar auch für mich das unbestritten wichtigste, aber nicht das einzige.

Es geht eben mE nicht darum, nur die jetzigen Eigentümer zu enteignen, wie ich @Samson bisher immer verstand. Denn dann sind es nur die jetzigen los, damit ist noch lange nicht geklärt, wer es dann hat!!!1!!1!
Haben wird es nämlich dann der, der enteignet hat.
Wer ist das?

Ich irre mich gern, daß meine Auffassung da km von &#039;Euch&#039; weg ist. 

Macht es dann überhaupt Sinn, hier etwas zu schreiben, was vielleicht wenigstens in der Nuance @flatters &lt;i&gt;&quot;Für Letzeres hätte ich gern einmal die Spur einer Idee, wie sich das entwickeln soll. Wer oder was kann wie dorthin führen&quot;&lt;/i&gt; anzudeuten versucht?

Ich mein, mir wäre da auch schon mal nach Echokammer :P

PS - ich habe jetzt nur erstmal etwas aus den Vorposts herausgegriffen... die Länge muß mE ja auch noch irgendwie lesbar sein...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schrub, daß es den Bruch mit den Verhältnissen braucht, nicht nur den mit den Eigentümern.<br />
Steht da &#8220;Eigentümer&#8221; oder &#8220;Eigentum&#8221;?</p>
<p>Nett, wenn hier gedacht wird, ich würde mir mit meinen Formulierungen so rein gar nichts denken&#8230;<br />
&#8230; und dann prompt die Belehrung bekomme, daß das Eigentum das Verhältnis ist.<br />
Achnee, is&#8217;n Ding. Nachts isset auch kälter als draußen.</p>
<p>Wenn dann ergibt jeweils die &#8216;Beziehung&#8217; bzw. Stellung zum Eigentum ein Verhältnis im Reproduktionsprozeß.<br />
Darum daß da mal &#8216;einer&#8217; gesagt hat, daß die Kommunisten diejenigen sind, die in der Bwegung die Eigentumsfrage immer wieder einbringen, ergibt sich weder, daß Eigentum immer ein Verhältnis ist, noch daß das ohne Bewegung eine Monstranz sein könnte, die wir so plakativ vor uns hertragen.</p>
<p>Und auch präziser ausgeführt, da bin ich mal ganz mit @Troptard, ist die Eigentumsfrage zwar auch für mich das unbestritten wichtigste, aber nicht das einzige.</p>
<p>Es geht eben mE nicht darum, nur die jetzigen Eigentümer zu enteignen, wie ich @Samson bisher immer verstand. Denn dann sind es nur die jetzigen los, damit ist noch lange nicht geklärt, wer es dann hat!!!1!!1!<br />
Haben wird es nämlich dann der, der enteignet hat.<br />
Wer ist das?</p>
<p>Ich irre mich gern, daß meine Auffassung da km von &#8216;Euch&#8217; weg ist. </p>
<p>Macht es dann überhaupt Sinn, hier etwas zu schreiben, was vielleicht wenigstens in der Nuance @flatters <i>&#8220;Für Letzeres hätte ich gern einmal die Spur einer Idee, wie sich das entwickeln soll. Wer oder was kann wie dorthin führen&#8221;</i> anzudeuten versucht?</p>
<p>Ich mein, mir wäre da auch schon mal nach Echokammer :P</p>
<p>PS &#8211; ich habe jetzt nur erstmal etwas aus den Vorposts herausgegriffen&#8230; die Länge muß mE ja auch noch irgendwie lesbar sein&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Troptard</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4189#comment-35839</link>
		<dc:creator>Troptard</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2015 16:08:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=4189#comment-35839</guid>
		<description><![CDATA[@ Hallo Wat

&quot;Es braucht den Bruch mit den Verhältnissen, nicht nur mit den Eigentümern.&quot;

Ich habe Deinen Satz so verstanden, oder möchte ihn so verstehen, dass die Eigentumsfrage keineswegs hinreichend sein kann für eine Gesellschaft, die sich von ihrer Vergangenheit emanzipieren will.

Aber was hat es nun inhaltlich mit diesem &quot;Bruch mit den Verhältnissen&quot; auf sich, wenn es nicht nur die Eigentumsfrage sein kann ? 

Hier wage ich mal eine steile These:

 Vielleicht ist das &quot;zentrale Hindernis für eine bewusste Gestaltung der Verhältnisse(Peinhart)&quot; in der Linken selbst angelegt: Ihr ungebrochenes Verhältnis zum Staat und zur Arbeit.

Bei den Sozialdemokraten lässt sich das historisch auch gut nachvollziehen (bei ihrer Klientel, den Arbeitern ebenso). Die Deutsche Volksgemeinschaft dürfte bei dieser Betrachtung nicht ausgesperrt werden.

Der Bruch müsste dann mit weiten Teilen der Linken selbst erfolgen, und auch mit den Vorstellungen, dass der Schritt zur Emanzipation zunächst nur über den Umweg staatlicher Institutionen erfolgen kann, als unvermeidlicher und notwendiger Zwischenschritt.

Wie die dann verlaufen, diese Zwischenschritte, ist ja auch hinreichend belegt.

Ich persönlich bin weit davon entfernt, so etwas wie vage Vorstellungen zur Emanzipation einer Gesellschaft entwickeln zu können.

Ich mag auch keine Planspiele dazu, weil meine Vorstellungen sich an der Realität mehr als blamieren würden.

Und wo würde ich das Subjekt finden, das meine Ideen für vernünftig halten würde?

LG Troptard]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Hallo Wat</p>
<p>&#8220;Es braucht den Bruch mit den Verhältnissen, nicht nur mit den Eigentümern.&#8221;</p>
<p>Ich habe Deinen Satz so verstanden, oder möchte ihn so verstehen, dass die Eigentumsfrage keineswegs hinreichend sein kann für eine Gesellschaft, die sich von ihrer Vergangenheit emanzipieren will.</p>
<p>Aber was hat es nun inhaltlich mit diesem &#8220;Bruch mit den Verhältnissen&#8221; auf sich, wenn es nicht nur die Eigentumsfrage sein kann ? </p>
<p>Hier wage ich mal eine steile These:</p>
<p> Vielleicht ist das &#8220;zentrale Hindernis für eine bewusste Gestaltung der Verhältnisse(Peinhart)&#8221; in der Linken selbst angelegt: Ihr ungebrochenes Verhältnis zum Staat und zur Arbeit.</p>
<p>Bei den Sozialdemokraten lässt sich das historisch auch gut nachvollziehen (bei ihrer Klientel, den Arbeitern ebenso). Die Deutsche Volksgemeinschaft dürfte bei dieser Betrachtung nicht ausgesperrt werden.</p>
<p>Der Bruch müsste dann mit weiten Teilen der Linken selbst erfolgen, und auch mit den Vorstellungen, dass der Schritt zur Emanzipation zunächst nur über den Umweg staatlicher Institutionen erfolgen kann, als unvermeidlicher und notwendiger Zwischenschritt.</p>
<p>Wie die dann verlaufen, diese Zwischenschritte, ist ja auch hinreichend belegt.</p>
<p>Ich persönlich bin weit davon entfernt, so etwas wie vage Vorstellungen zur Emanzipation einer Gesellschaft entwickeln zu können.</p>
<p>Ich mag auch keine Planspiele dazu, weil meine Vorstellungen sich an der Realität mehr als blamieren würden.</p>
<p>Und wo würde ich das Subjekt finden, das meine Ideen für vernünftig halten würde?</p>
<p>LG Troptard</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4189#comment-35824</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2015 08:54:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Wat.(140): &quot;&lt;em&gt;Woher kommt dieses Primat denn auf einmal&lt;/em&gt;?&quot;
Aus dem Zusammenbruch der Ökonomie, aus einer Revolution. Aus Einsicht eher nicht, obwohl die auch dazu führen könnte.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Wat.(140): &#8220;<em>Woher kommt dieses Primat denn auf einmal</em>?&#8221;<br />
Aus dem Zusammenbruch der Ökonomie, aus einer Revolution. Aus Einsicht eher nicht, obwohl die auch dazu führen könnte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4189#comment-35821</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2015 07:42:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&lt;i&gt;Der Geschichte ist nicht vorzugreifen. Die Produktivkräfte entwickeln sich nicht für einen politischen Überbau, sie entwickeln diesen.&lt;/i&gt;

Ich sehe eine Friedhofsbank. Der Mensch ist raus aus der &#039;Gechichte&#039;, die Produktivkräfte, die sich hoffentlich mal &#039;selbst organsierende Arbeit&#039; ist ihr Subjekt. Nur sehe ich ebenfalls nicht, wie sie das machen sollte, ohne dass Menschen handeln und also wieder der Geschichte vorgreifen bzw &#039;sie machen&#039;. Du verneinst doch damit genau die Möglichkeit, die sich gerade laut Marx aus dem Anwachsen der Produktivkräfte ergeben soll: die bewusste Gestaltung der Geschichte. Zugespitzt: du ersetzt den Kapitalfetisch durch einen Arbeitsfetisch. 

&lt;i&gt;Woher kommt dieses Primat denn auf einmal?&lt;/i&gt;

Es steht in der Verfassung. Mit dem allgemeinen Wahlrecht ist, wieder laut Marx, die zentrale Voraussetzung für eine &#039;Diktatur des Proletariats&#039; gegeben. Dass dieses Primat nicht wahrgenommen wird, dafür sorgt allerdings die selbe Verfassung in zahlreichen Detailregelungen. Zugespitzt: die Politik nimmt ihr Primat wahr, indem sie es nicht wahrnimmt. Politik im Kapitalismus ist immer eine Form von laissez faire, egal wie &#039;eingehegt&#039; sich das Kapital dabei vorkommen mag. 

&lt;i&gt;Es reicht nicht, gegen eine herrschende Klasse zu sein...&lt;/i&gt;

Das sehe ich genauso. Aber inwiefern &#039;herrscht&#039; denn eine Klasse wirklich, die sich ihrerseits auch nur irgendwelchen &#039;Bewegungsgesetzen&#039; unterwirft? Ist sie nicht, ungeachtet aller auch persönlichen Vorteile, die sie aus ihrer Stellung bezieht, sowohl im Kapitalismus wie im gewesenen Resozismus tatsächlich nur eine &#039;Koordinatorenklasse&#039;, die wie die &#039;Koordinierten&#039; auch nur einem fetischisierten Prinzip dient(e)? Und liegt nicht genau in dieser &#039;Fetischhaftigkeit&#039; [wie in &#039;früheren&#039; Gesellschaften übrigens auch] das zentrale Hindernis für eine bewusste Gestaltung der Verhältnisse? Sie wissen es nicht, aber tun es...?

@Samson - Kann ich mich nur anschliessen...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Der Geschichte ist nicht vorzugreifen. Die Produktivkräfte entwickeln sich nicht für einen politischen Überbau, sie entwickeln diesen.</i></p>
<p>Ich sehe eine Friedhofsbank. Der Mensch ist raus aus der &#8216;Gechichte&#8217;, die Produktivkräfte, die sich hoffentlich mal &#8216;selbst organsierende Arbeit&#8217; ist ihr Subjekt. Nur sehe ich ebenfalls nicht, wie sie das machen sollte, ohne dass Menschen handeln und also wieder der Geschichte vorgreifen bzw &#8216;sie machen&#8217;. Du verneinst doch damit genau die Möglichkeit, die sich gerade laut Marx aus dem Anwachsen der Produktivkräfte ergeben soll: die bewusste Gestaltung der Geschichte. Zugespitzt: du ersetzt den Kapitalfetisch durch einen Arbeitsfetisch. </p>
<p><i>Woher kommt dieses Primat denn auf einmal?</i></p>
<p>Es steht in der Verfassung. Mit dem allgemeinen Wahlrecht ist, wieder laut Marx, die zentrale Voraussetzung für eine &#8216;Diktatur des Proletariats&#8217; gegeben. Dass dieses Primat nicht wahrgenommen wird, dafür sorgt allerdings die selbe Verfassung in zahlreichen Detailregelungen. Zugespitzt: die Politik nimmt ihr Primat wahr, indem sie es nicht wahrnimmt. Politik im Kapitalismus ist immer eine Form von laissez faire, egal wie &#8216;eingehegt&#8217; sich das Kapital dabei vorkommen mag. </p>
<p><i>Es reicht nicht, gegen eine herrschende Klasse zu sein&#8230;</i></p>
<p>Das sehe ich genauso. Aber inwiefern &#8216;herrscht&#8217; denn eine Klasse wirklich, die sich ihrerseits auch nur irgendwelchen &#8216;Bewegungsgesetzen&#8217; unterwirft? Ist sie nicht, ungeachtet aller auch persönlichen Vorteile, die sie aus ihrer Stellung bezieht, sowohl im Kapitalismus wie im gewesenen Resozismus tatsächlich nur eine &#8216;Koordinatorenklasse&#8217;, die wie die &#8216;Koordinierten&#8217; auch nur einem fetischisierten Prinzip dient(e)? Und liegt nicht genau in dieser &#8216;Fetischhaftigkeit&#8217; [wie in 'früheren' Gesellschaften übrigens auch] das zentrale Hindernis für eine bewusste Gestaltung der Verhältnisse? Sie wissen es nicht, aber tun es&#8230;?</p>
<p>@Samson &#8211; Kann ich mich nur anschliessen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Samson</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4189#comment-35820</link>
		<dc:creator>Samson</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2015 07:40:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nur ganz kurz:
&quot;&lt;i&gt;Die Produktivkräfte entwickeln sich nicht für einen politischen Überbau, sie entwickeln diesen.&lt;/i&gt;&quot;
Das laässt sich &lt;i&gt;historisch&lt;/i&gt; nicht belegen, wenn sich nicht umgekehrt ein bestimmter Überbau in bestimmten Eigentumsverhältnissen widerspiegeln soll.

&quot;&lt;i&gt;Es braucht den Bruch mit den Verhältnissen, nicht bloß den mit den Eigentümern.&lt;/i&gt;&quot;
Das Eigentum &lt;b&gt;ist&lt;/b&gt; das Verhältnis.

&quot;&lt;i&gt;Das ist mE solange so, wie sich Arbeit nicht selbst und untereinander organisiert, sondern einen &#039;Koordinator&#039; braucht.&lt;/i&gt;&quot;
Holzweg, Arbeit wird sich nie selbst organisieren, weil sie immer Mittel zum Zweck ist. Die Frage ist eben, &lt;i&gt;welcher&lt;/i&gt; Zweck. Die berühmte Teilung der Arbeit wird sich fortsetzen, die Teilung der Arbeitsresultate nach Ansprüchen (Eigentum), die dem &#039;Charakter&#039; der Arbeit (&lt;i&gt;gesellschaftliche&lt;/i&gt;) widersprechen, gehört beseitigt. Dann ändert sich auch der Zweck der Arbeit. Koordiniert werden muss die aber immer.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nur ganz kurz:<br />
&#8220;<i>Die Produktivkräfte entwickeln sich nicht für einen politischen Überbau, sie entwickeln diesen.</i>&#8221;<br />
Das laässt sich <i>historisch</i> nicht belegen, wenn sich nicht umgekehrt ein bestimmter Überbau in bestimmten Eigentumsverhältnissen widerspiegeln soll.</p>
<p>&#8220;<i>Es braucht den Bruch mit den Verhältnissen, nicht bloß den mit den Eigentümern.</i>&#8221;<br />
Das Eigentum <b>ist</b> das Verhältnis.</p>
<p>&#8220;<i>Das ist mE solange so, wie sich Arbeit nicht selbst und untereinander organisiert, sondern einen &#8216;Koordinator&#8217; braucht.</i>&#8221;<br />
Holzweg, Arbeit wird sich nie selbst organisieren, weil sie immer Mittel zum Zweck ist. Die Frage ist eben, <i>welcher</i> Zweck. Die berühmte Teilung der Arbeit wird sich fortsetzen, die Teilung der Arbeitsresultate nach Ansprüchen (Eigentum), die dem &#8216;Charakter&#8217; der Arbeit (<i>gesellschaftliche</i>) widersprechen, gehört beseitigt. Dann ändert sich auch der Zweck der Arbeit. Koordiniert werden muss die aber immer.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4189#comment-35802</link>
		<dc:creator>Wat.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2015 02:44:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=4189#comment-35802</guid>
		<description><![CDATA[&lt;i&gt;&quot;Ich sehe keine mögliche Veränderung, die nicht den Weg über das Primat der Politik ginge.&quot;&lt;/i&gt;
Es gibt also doch ein Primat der Politik?
Woher kommt dieses Primat denn auf einmal?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>&#8220;Ich sehe keine mögliche Veränderung, die nicht den Weg über das Primat der Politik ginge.&#8221;</i><br />
Es gibt also doch ein Primat der Politik?<br />
Woher kommt dieses Primat denn auf einmal?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4189#comment-35788</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2015 21:53:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=4189#comment-35788</guid>
		<description><![CDATA[Für Letzeres hätte ich gern einmal die Spur einer Idee, wie sich das entwickeln soll. Wer oder was kann wie dorthin führen? Eine Art heilger Geist, der über die Menschen kommt und sie völlig von aller bisherigen persönlichen Erfahrung ablöst? Organisiert sich Arbeit von selbst, wenn etwas bestimmtes geschieht? Und was kann überhaupt geschehen, um Produktion auf komplexen Niveau zu bewerkstelligen, (denn selbst nach einem völligen Kollaps der heutigen Zivilisation bliebe sie das, was ich auch sehr begrüße), damit sich Arbeit frei entwickelt, ohne dass jemand organisatorisch nachhilft? 
Ich kann mir kein Szenario vorstellen, in dem nicht eine bewusste Neuorganisation der Produktion so etwas bewerkstelligt, was wiederum heißt, dass es entsprechender Institutionen bedarf, die neue Produktionsbedingungen festlegen - und eben erst viel später umgekehrt. Noch weniger kann ich mir vorstellen, dass es (wie auch immer übergangsweise) keine gesellschaftlichen Institutionen gibt, die Produktion und! politische Macht organisieren. Ich sehe keine mögliche Veränderung, die nicht den Weg über das Primat der Politik ginge. 
Hilf mir und skizziere eine konkrete Alternative dazu.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Für Letzeres hätte ich gern einmal die Spur einer Idee, wie sich das entwickeln soll. Wer oder was kann wie dorthin führen? Eine Art heilger Geist, der über die Menschen kommt und sie völlig von aller bisherigen persönlichen Erfahrung ablöst? Organisiert sich Arbeit von selbst, wenn etwas bestimmtes geschieht? Und was kann überhaupt geschehen, um Produktion auf komplexen Niveau zu bewerkstelligen, (denn selbst nach einem völligen Kollaps der heutigen Zivilisation bliebe sie das, was ich auch sehr begrüße), damit sich Arbeit frei entwickelt, ohne dass jemand organisatorisch nachhilft?<br />
Ich kann mir kein Szenario vorstellen, in dem nicht eine bewusste Neuorganisation der Produktion so etwas bewerkstelligt, was wiederum heißt, dass es entsprechender Institutionen bedarf, die neue Produktionsbedingungen festlegen &#8211; und eben erst viel später umgekehrt. Noch weniger kann ich mir vorstellen, dass es (wie auch immer übergangsweise) keine gesellschaftlichen Institutionen gibt, die Produktion und! politische Macht organisieren. Ich sehe keine mögliche Veränderung, die nicht den Weg über das Primat der Politik ginge.<br />
Hilf mir und skizziere eine konkrete Alternative dazu.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wat.</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=4189#comment-35786</link>
		<dc:creator>Wat.</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2015 21:36:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gesellschaftliches Eigentum, na super, wenn ich nicht andauernd das Wort &quot;Quark&quot; benutzen soll, dann schreib Du bitte so etwas nicht. Gesellschaftliches Eigentum in der DDR ist inhaltlich so ungefähr das gleiche wie hier alles der Allgemeinheit dienen soll.
Und wer ist nun die Gesellschaft und wer die Allgemeinheit und wer bestimmt das...

Die Produktionsmittel untereinander wurden ja auch ohne WertBezug &#039;gerechnet&#039; und &#039;nur&#039; zugewiesen.
Feste Größen lassen sich &#039;dirigieren&#039;, Menschen aber nicht. Die organisieren sich auf ihrem jeweiligen Produktivkräfte-Stand.

Ich lasse mich hier auch nicht mit Nebenschlachten von meinem eigentlichen Anliegen ablenken...
... und das heißt immer noch und immer wieder:

Der Geschichte ist nicht vorzugreifen. Die Produktivkräfte entwickeln sich nicht für einen politischen Überbau, sie entwickeln diesen.
Oder eben nicht. Dann braucht es den auch nicht.

Um Arbeit nicht gegeneinander aufzurechnen, braucht es mehr als ein Diktat dazu und auch &#039;etwas&#039; mehr als den guten Willen.
Es braucht den Bruch mit den Verhältnissen, nicht bloß den mit den Eigentümern.

Anders ausgedrückt: Es reicht nicht, gegen eine herrschende Klasse zu sein, wenn die Bedingungen/ Verhältnisse untereinander weiterhin eine &#039;fordern&#039;.
Das ist mE solange so, wie sich Arbeit nicht selbst und untereinander organisiert, sondern einen &#039;Koordinator&#039; braucht.

Sleep well.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gesellschaftliches Eigentum, na super, wenn ich nicht andauernd das Wort &#8220;Quark&#8221; benutzen soll, dann schreib Du bitte so etwas nicht. Gesellschaftliches Eigentum in der DDR ist inhaltlich so ungefähr das gleiche wie hier alles der Allgemeinheit dienen soll.<br />
Und wer ist nun die Gesellschaft und wer die Allgemeinheit und wer bestimmt das&#8230;</p>
<p>Die Produktionsmittel untereinander wurden ja auch ohne WertBezug &#8216;gerechnet&#8217; und &#8216;nur&#8217; zugewiesen.<br />
Feste Größen lassen sich &#8216;dirigieren&#8217;, Menschen aber nicht. Die organisieren sich auf ihrem jeweiligen Produktivkräfte-Stand.</p>
<p>Ich lasse mich hier auch nicht mit Nebenschlachten von meinem eigentlichen Anliegen ablenken&#8230;<br />
&#8230; und das heißt immer noch und immer wieder:</p>
<p>Der Geschichte ist nicht vorzugreifen. Die Produktivkräfte entwickeln sich nicht für einen politischen Überbau, sie entwickeln diesen.<br />
Oder eben nicht. Dann braucht es den auch nicht.</p>
<p>Um Arbeit nicht gegeneinander aufzurechnen, braucht es mehr als ein Diktat dazu und auch &#8216;etwas&#8217; mehr als den guten Willen.<br />
Es braucht den Bruch mit den Verhältnissen, nicht bloß den mit den Eigentümern.</p>
<p>Anders ausgedrückt: Es reicht nicht, gegen eine herrschende Klasse zu sein, wenn die Bedingungen/ Verhältnisse untereinander weiterhin eine &#8216;fordern&#8217;.<br />
Das ist mE solange so, wie sich Arbeit nicht selbst und untereinander organisiert, sondern einen &#8216;Koordinator&#8217; braucht.</p>
<p>Sleep well.</p>
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