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	<title>Kommentare zu: Die Jugend ist reaktionär</title>
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	<description>Keine Herren, keine Sklaven!</description>
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		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=3233#comment-24220</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 19:47:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ja,so isser. Mir war klar, dass du das nicht so gemeint hattest, Indem ich es trotzdem so beantwortet habe, gewinne ich aber noch eine andere Perspektive - und was ich dir nicht erklären muss, ist anderen vielleicht weniger deutlich.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja,so isser. Mir war klar, dass du das nicht so gemeint hattest, Indem ich es trotzdem so beantwortet habe, gewinne ich aber noch eine andere Perspektive &#8211; und was ich dir nicht erklären muss, ist anderen vielleicht weniger deutlich.</p>
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		<title>Von: Amike</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=3233#comment-24219</link>
		<dc:creator>Amike</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 19:33:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ flatter: Mein Kommentar bezog sich nicht auf deinen Artikel, ich dachte irgendwie, das wäre klar, aber war es wohl doch nicht. Habe nur schon öfter beobachtet, dass du bestimmte Themen ironisch aufgreifst (auch wenn du dabei Symptome beschreibst, die es durchaus so gibt, ich hab ja an deiner Diagnose grundsätzlich nix auszusetzen) und dann in den Kommentaren vollkommen ironie- und merkbefreit das Stammtischgesabbel losgeht. Ist schon klar, dass deine Generation genauso hier in dem Irrenhaus ausgesetzt wurde, wie meine. Allerdings habt ihr halt durchaus auch Vermittlungsarbeit geleistet. Und ja, das ist pauschalisiert, genauso wie der Spruch über &quot;die Jugend&quot; und ja, ich bin mir bewusst, dass sich das Vermitteln von gesellschaftlichen Zwangsverhältnissen als Vater oder Mutter nicht vermeiden lässt, so lange die Verhältnisse selbst nicht überwunden werden. Der Kapitalismus ist ja kein pädagogisches Problem. Ein Mindestmass an Polemik sollte mir dann ab und an auch zugebilligt werden, nix anderes war mein letzter Satz oben ;-)

@Reinplatzer: Ich kann und mag dir da in gar nix widersprechen. Ich möchte nur hinzufügen, dass man den Luxus zu solchen Einsichten zu gelangen halt erst mal haben muss. Wie du selbst schreibst, gestatten die Verhältnisse immer weniger Schlupfwinkel - auch für die Gedanken, möchte ich hinzufügen. Das wirkt sich eben auch auf die Menschen aus, die in den Zeiten schwindender Schlupfwinkel aufwachsen. Ausserdem kann sich so ein Leben verdammt lang anfühlen, wenn man schon mit zwanzig keine andere Möglichkeit sieht als sich am Manegenrand einzurichten. Aber den Graben zwischen Generation X und Y zu ziehen ist m.E. auch ziemlich unnötig. We&#039;re in this together. Zusammen ist man offenbar genauso allein.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ flatter: Mein Kommentar bezog sich nicht auf deinen Artikel, ich dachte irgendwie, das wäre klar, aber war es wohl doch nicht. Habe nur schon öfter beobachtet, dass du bestimmte Themen ironisch aufgreifst (auch wenn du dabei Symptome beschreibst, die es durchaus so gibt, ich hab ja an deiner Diagnose grundsätzlich nix auszusetzen) und dann in den Kommentaren vollkommen ironie- und merkbefreit das Stammtischgesabbel losgeht. Ist schon klar, dass deine Generation genauso hier in dem Irrenhaus ausgesetzt wurde, wie meine. Allerdings habt ihr halt durchaus auch Vermittlungsarbeit geleistet. Und ja, das ist pauschalisiert, genauso wie der Spruch über &#8220;die Jugend&#8221; und ja, ich bin mir bewusst, dass sich das Vermitteln von gesellschaftlichen Zwangsverhältnissen als Vater oder Mutter nicht vermeiden lässt, so lange die Verhältnisse selbst nicht überwunden werden. Der Kapitalismus ist ja kein pädagogisches Problem. Ein Mindestmass an Polemik sollte mir dann ab und an auch zugebilligt werden, nix anderes war mein letzter Satz oben ;-)</p>
<p>@Reinplatzer: Ich kann und mag dir da in gar nix widersprechen. Ich möchte nur hinzufügen, dass man den Luxus zu solchen Einsichten zu gelangen halt erst mal haben muss. Wie du selbst schreibst, gestatten die Verhältnisse immer weniger Schlupfwinkel &#8211; auch für die Gedanken, möchte ich hinzufügen. Das wirkt sich eben auch auf die Menschen aus, die in den Zeiten schwindender Schlupfwinkel aufwachsen. Ausserdem kann sich so ein Leben verdammt lang anfühlen, wenn man schon mit zwanzig keine andere Möglichkeit sieht als sich am Manegenrand einzurichten. Aber den Graben zwischen Generation X und Y zu ziehen ist m.E. auch ziemlich unnötig. We&#8217;re in this together. Zusammen ist man offenbar genauso allein.</p>
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	<item>
		<title>Von: Reinplatzer</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=3233#comment-24216</link>
		<dc:creator>Reinplatzer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 18:53:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&lt;i&gt;Es gibt die Möglichkeit einer &quot;Aussenseiterexistenz&quot; nicht wirklich&lt;/i&gt;

Oder vielleicht gibt es nur noch Außenseiterexistenzen?

Je mehr die Schutzbarriere (Sozialsystem) zw. Markt und Einzelnem dem Kapitaldruck zum Opfer fällt, hat ausnahmslos ein Jeder sich der Konkurrenz auszusetzen. Auch Hartz-IV ist in dieser Hinsicht nichts weiter als Einübung ins Konkurrentendasein zwischen Existenzangst, Durchsetzungsvermögen und Erniedrigung, freilich mit geringst möglicher Ausschüttung, und freilich besonders ausgeprägt beim jungen Nachwuchs.

In allseitiger Konkurrenz sind Außenseiter Bedrohung, weil sie Ressourcen/ Optionen verschlingen, die der potentiellen Gewinnmarge abgehen (Gewinn heißt im Kapitalismus stets Existenzsicherung). Zugleich ist aber auch jeder Konkurrent unter Konkurrenten ein Außenseiter, der ihren Gewinn zu schmälern droht.

Das Manegendasein ist daher für Jeden zugleich Außenseiter- und Teilnehmerposition. Es gibt zuweilen ruhigere Plätze, einen geschützten Bereich gibt es indes auf keiner Ebene.

Das hat sich extrem verschärft im Bürgerdasein: die unumwundene Auslieferung des Selbst ans Konkurrenzsubjekt; die Verhältnisse gestatten immer weniger Schlupfwinkel.

Was die Mehrheit einigt, ist der Wunsch nach solchen Schlupfwinkeln. Das Konkurrieren bietet das nicht: Wer heute auf vermeintlich sicherer Seite steht, kann morgen schon pleite sein; und wer anderen das Wasser abgräbt, muss auch selbst damit rechnen; und wer Asylantenheime abbrennt, schafft ein Milieu, in dem auch er um sein Haus fürchten muss; und wer nicht allseitig Frieden will, dem wird der Krieg an die Haustür geliefert etc.

Das alles sind selbstverstärkende Konkurrenzsituationen, Aufrüstungsspiralen, und das, obwohl doch jeder das Gegenteil damit erreichen will: gesicherte Schlupfwinkel, Frieden und Wohlstand. All das gibt es aber nur durch&#039;s Umdenken, durch Verabschiedung vom konstitutierten Konkurrenzprinzip.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Es gibt die Möglichkeit einer &#8220;Aussenseiterexistenz&#8221; nicht wirklich</i></p>
<p>Oder vielleicht gibt es nur noch Außenseiterexistenzen?</p>
<p>Je mehr die Schutzbarriere (Sozialsystem) zw. Markt und Einzelnem dem Kapitaldruck zum Opfer fällt, hat ausnahmslos ein Jeder sich der Konkurrenz auszusetzen. Auch Hartz-IV ist in dieser Hinsicht nichts weiter als Einübung ins Konkurrentendasein zwischen Existenzangst, Durchsetzungsvermögen und Erniedrigung, freilich mit geringst möglicher Ausschüttung, und freilich besonders ausgeprägt beim jungen Nachwuchs.</p>
<p>In allseitiger Konkurrenz sind Außenseiter Bedrohung, weil sie Ressourcen/ Optionen verschlingen, die der potentiellen Gewinnmarge abgehen (Gewinn heißt im Kapitalismus stets Existenzsicherung). Zugleich ist aber auch jeder Konkurrent unter Konkurrenten ein Außenseiter, der ihren Gewinn zu schmälern droht.</p>
<p>Das Manegendasein ist daher für Jeden zugleich Außenseiter- und Teilnehmerposition. Es gibt zuweilen ruhigere Plätze, einen geschützten Bereich gibt es indes auf keiner Ebene.</p>
<p>Das hat sich extrem verschärft im Bürgerdasein: die unumwundene Auslieferung des Selbst ans Konkurrenzsubjekt; die Verhältnisse gestatten immer weniger Schlupfwinkel.</p>
<p>Was die Mehrheit einigt, ist der Wunsch nach solchen Schlupfwinkeln. Das Konkurrieren bietet das nicht: Wer heute auf vermeintlich sicherer Seite steht, kann morgen schon pleite sein; und wer anderen das Wasser abgräbt, muss auch selbst damit rechnen; und wer Asylantenheime abbrennt, schafft ein Milieu, in dem auch er um sein Haus fürchten muss; und wer nicht allseitig Frieden will, dem wird der Krieg an die Haustür geliefert etc.</p>
<p>Das alles sind selbstverstärkende Konkurrenzsituationen, Aufrüstungsspiralen, und das, obwohl doch jeder das Gegenteil damit erreichen will: gesicherte Schlupfwinkel, Frieden und Wohlstand. All das gibt es aber nur durch&#8217;s Umdenken, durch Verabschiedung vom konstitutierten Konkurrenzprinzip.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=3233#comment-24186</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 10:51:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich bin ja der Ansicht, dass uns alle das Kapital hinterlassen hat. Wenn ich trotz aller Ironie den Generationenkonflikt tatsächlich unter verkehrten Rollen beobachte, ist das ein weiteres Symptom für das, was hier als &#039;Kultur&#039; gilt. 
Es ist in Deutschland  (sicher auch woanders, aber für &#039;meine&#039; Kultur kann ich das sicher sagen) ungemein schwierig, zu beschreiben, Symptome zu benennen, Verhalten zu analysieren, ohne dass die Resultate sofort als Wertung aufgefasst werden. Ich kann mich dem nicht entziehen und &#039;löse&#039; das Problem oft, indem ich Widerspruch provoziere.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ja der Ansicht, dass uns alle das Kapital hinterlassen hat. Wenn ich trotz aller Ironie den Generationenkonflikt tatsächlich unter verkehrten Rollen beobachte, ist das ein weiteres Symptom für das, was hier als &#8216;Kultur&#8217; gilt.<br />
Es ist in Deutschland  (sicher auch woanders, aber für &#8216;meine&#8217; Kultur kann ich das sicher sagen) ungemein schwierig, zu beschreiben, Symptome zu benennen, Verhalten zu analysieren, ohne dass die Resultate sofort als Wertung aufgefasst werden. Ich kann mich dem nicht entziehen und &#8216;löse&#8217; das Problem oft, indem ich Widerspruch provoziere.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Amike</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=3233#comment-24180</link>
		<dc:creator>Amike</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 08:35:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ Reinplatzer: Entschuldige die späte Antwort, ich war für eine Weile in der internetlosen Welt verschwunden.

Die Situation für jüngere Leute (ganz dreist gehe ich davon aus, dass du eher dem Altersdurchschnitt hier entsprichst) sieht allerdings ein bisschen anders aus. Schonmal ein U25-Jobcenter von innen gesehen? Nicht schön. Der junge Lohnarbeitslose kann sich nicht damit trösten die mangelnde materielle Teilhabe am Leben (und das fängt nunmal schon beim Essen an, wenn man auch den nächsten Tag noch erleben möchte - es sei denn, das ist dann auch wieder zu viel &quot;Perspektive&quot;) durch mehr Zeit auszugleichen. Der wird von einem Bewerbungstraining ins nächste gejagt, solange sich nicht noch eine andere sinnlose Massnahme finden lässt. Das wichtigste ist ja, dass der junge Mensch früh aufsteht und sich genauso sinnlos durch den Tag malocht wie die Lohnarbeitenden, nur dass er halt dabei das Stigma Arbeitslosigkeit herumträgt. Gerne auch mit Sozialtickets für den öffentlichen Nahverkehr oder ähnlichem, damit es auch Wirkung zeigt. Oder halt einfach durch generell abgetragene Kleidung, Schuhe u.ä.. Da geht es nicht darum, lieber mit den neusten Markenklamotten Status zeigen zu wollen, sondern allein darum, dass das Stigma auch ja deutlich sichtbar zu sein hat.

Ich finde die beobachtende Existenz am Manegenrand, wie du schreibst, auch interessanter als die Teilnahme am Zirkus, den man gefälligst als erfüllendes Dasein zu betrachten hat. Allerdings laufen manche dabei Gefahr vom Rand nach innen gezerrt und einmal quer durch die Manege geschleift zu werden, als warnendes Exempel. Ich kenne sowohl die U25-Jobcenter als auch das Verfahren mit Ü-50-Arbeitslosen (die früher gearbeitet haben) und mit den Älteren wird definitiv eine ruhigere Schiene gefahren als mit den Jüngeren. Es gibt die Möglichkeit einer &quot;Aussenseiterexistenz&quot; nicht wirklich, wenn man nicht sein ganzes Leben damit verbringen will, sich mit dem Jobcenter herumzuschlagen und alternative Wege (die letzten Endes meistens keine tatsächliche Alternative, d.h. gesellschaftlich erweiterbar, sind, sondern meistens nur unter bestimmten persönlichen Umständen funktionieren) zu beschreiten, seine materielle Existens zu sichern. Adorno muss ich nun nicht wirklich zitieren, oder?

Ansonsten interessant, wie auch hier unter den &quot;Aufgeklärten&quot; der Reflex auf die Jugend zu schimpfen, der schon von Jahrtausenden genauso dämlich war wie heute, verbreitet ist (das geht jetzt ausdrücklich nicht an @Reinplatzer). Da muss noch die dümmlichste Anekdote als Beweis für die Verkommenheit anderer herhalten. 

Sorry, die jüngere Generation ist nur das, was ihr selber hinterlassen habt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Reinplatzer: Entschuldige die späte Antwort, ich war für eine Weile in der internetlosen Welt verschwunden.</p>
<p>Die Situation für jüngere Leute (ganz dreist gehe ich davon aus, dass du eher dem Altersdurchschnitt hier entsprichst) sieht allerdings ein bisschen anders aus. Schonmal ein U25-Jobcenter von innen gesehen? Nicht schön. Der junge Lohnarbeitslose kann sich nicht damit trösten die mangelnde materielle Teilhabe am Leben (und das fängt nunmal schon beim Essen an, wenn man auch den nächsten Tag noch erleben möchte &#8211; es sei denn, das ist dann auch wieder zu viel &#8220;Perspektive&#8221;) durch mehr Zeit auszugleichen. Der wird von einem Bewerbungstraining ins nächste gejagt, solange sich nicht noch eine andere sinnlose Massnahme finden lässt. Das wichtigste ist ja, dass der junge Mensch früh aufsteht und sich genauso sinnlos durch den Tag malocht wie die Lohnarbeitenden, nur dass er halt dabei das Stigma Arbeitslosigkeit herumträgt. Gerne auch mit Sozialtickets für den öffentlichen Nahverkehr oder ähnlichem, damit es auch Wirkung zeigt. Oder halt einfach durch generell abgetragene Kleidung, Schuhe u.ä.. Da geht es nicht darum, lieber mit den neusten Markenklamotten Status zeigen zu wollen, sondern allein darum, dass das Stigma auch ja deutlich sichtbar zu sein hat.</p>
<p>Ich finde die beobachtende Existenz am Manegenrand, wie du schreibst, auch interessanter als die Teilnahme am Zirkus, den man gefälligst als erfüllendes Dasein zu betrachten hat. Allerdings laufen manche dabei Gefahr vom Rand nach innen gezerrt und einmal quer durch die Manege geschleift zu werden, als warnendes Exempel. Ich kenne sowohl die U25-Jobcenter als auch das Verfahren mit Ü-50-Arbeitslosen (die früher gearbeitet haben) und mit den Älteren wird definitiv eine ruhigere Schiene gefahren als mit den Jüngeren. Es gibt die Möglichkeit einer &#8220;Aussenseiterexistenz&#8221; nicht wirklich, wenn man nicht sein ganzes Leben damit verbringen will, sich mit dem Jobcenter herumzuschlagen und alternative Wege (die letzten Endes meistens keine tatsächliche Alternative, d.h. gesellschaftlich erweiterbar, sind, sondern meistens nur unter bestimmten persönlichen Umständen funktionieren) zu beschreiten, seine materielle Existens zu sichern. Adorno muss ich nun nicht wirklich zitieren, oder?</p>
<p>Ansonsten interessant, wie auch hier unter den &#8220;Aufgeklärten&#8221; der Reflex auf die Jugend zu schimpfen, der schon von Jahrtausenden genauso dämlich war wie heute, verbreitet ist (das geht jetzt ausdrücklich nicht an @Reinplatzer). Da muss noch die dümmlichste Anekdote als Beweis für die Verkommenheit anderer herhalten. </p>
<p>Sorry, die jüngere Generation ist nur das, was ihr selber hinterlassen habt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Feynsinn &#187; Die neuen Stars im Netz</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=3233#comment-23866</link>
		<dc:creator>Feynsinn &#187; Die neuen Stars im Netz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2015 19:13:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...] Ich musste mir tatsächlich erklären lassen, so gehe Bloggen heute - da sind wir mitten drin im &quot;Heutzutage&quot;, und die wenigen Glücklichen, die ein Jahr auf zwei aus der immer gleichen Satzstanze zu den [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Ich musste mir tatsächlich erklären lassen, so gehe Bloggen heute &#8211; da sind wir mitten drin im &quot;Heutzutage&quot;, und die wenigen Glücklichen, die ein Jahr auf zwei aus der immer gleichen Satzstanze zu den [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=3233#comment-23818</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2015 17:00:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ja, das ist schon irre praktisch mit diesem Smartfons. Einfach ein Bild machen. Früher mussten wir das alles lesen ;-P]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das ist schon irre praktisch mit diesem Smartfons. Einfach ein Bild machen. Früher mussten wir das alles lesen ;-P</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Farnsworth</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=3233#comment-23815</link>
		<dc:creator>Farnsworth</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2015 15:14:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[:D Vielleicht hätte ich anders formulieren sollen. Sind die beiden... ach, weißt du was, du hast recht. Ich geh nächste Woche in die Bibliothek, gucke ob die sich da finden lassen und mache mir selbst ein Bild.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>:D Vielleicht hätte ich anders formulieren sollen. Sind die beiden&#8230; ach, weißt du was, du hast recht. Ich geh nächste Woche in die Bibliothek, gucke ob die sich da finden lassen und mache mir selbst ein Bild.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Katze aus dem Sack</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=3233#comment-23814</link>
		<dc:creator>Die Katze aus dem Sack</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2015 15:00:47 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ Farnsworth

Lohnt es sich im Regen raus zu gehen, um dabei nass zu werden?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Farnsworth</p>
<p>Lohnt es sich im Regen raus zu gehen, um dabei nass zu werden?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Farnsworth</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=3233#comment-23813</link>
		<dc:creator>Farnsworth</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2015 14:46:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ reinplatzer: &quot;Ein Leben am Rand des Manegenrunds, ein Aufspüren im Gegebenen, von Situationen, Menschen, Stimmungen. Anläufe des Versöhnens, gelingend, verzagend; wiederholt in unendlichen Facetten. Ein Leben ohne vorgezeichnete Zielgerade. Ja, ich glaube, das wird allgemein als perspektivlos bezeichnet.&quot;
Ich persönlich empfinde ja die Perspektive der Perspektivlosigkeit, des außenstehenden Beobachters am Manegenrand manchmal als sehr befreiend. Wenn da nicht die ständige Repression und Existenzangst dazu gehören würde, würde ich es jedem einmal, zumindest für eine zeitlang, empfehlen.
Dein Fotoprojekt finde ich btw eine tolle Idee, vielleicht mach ich sowas auch bald mal, allein schon um mal wieder regelmäßig unter Leute zu kommen.
 
[ot] hat eigentlich einer hier mal Bakunin gelesen? Oder Kropotkin? was ich so bei wikipedia rausfinden konnte klang für mich recht interessant. Lohnt es sich mal was von denen zu lesen?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ reinplatzer: &#8220;Ein Leben am Rand des Manegenrunds, ein Aufspüren im Gegebenen, von Situationen, Menschen, Stimmungen. Anläufe des Versöhnens, gelingend, verzagend; wiederholt in unendlichen Facetten. Ein Leben ohne vorgezeichnete Zielgerade. Ja, ich glaube, das wird allgemein als perspektivlos bezeichnet.&#8221;<br />
Ich persönlich empfinde ja die Perspektive der Perspektivlosigkeit, des außenstehenden Beobachters am Manegenrand manchmal als sehr befreiend. Wenn da nicht die ständige Repression und Existenzangst dazu gehören würde, würde ich es jedem einmal, zumindest für eine zeitlang, empfehlen.<br />
Dein Fotoprojekt finde ich btw eine tolle Idee, vielleicht mach ich sowas auch bald mal, allein schon um mal wieder regelmäßig unter Leute zu kommen.</p>
<p>[ot] hat eigentlich einer hier mal Bakunin gelesen? Oder Kropotkin? was ich so bei wikipedia rausfinden konnte klang für mich recht interessant. Lohnt es sich mal was von denen zu lesen?</p>
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	</item>
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