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	<title>Kommentare zu: Auf zum letzten Gefecht</title>
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	<description>Keine Herren, keine Sklaven!</description>
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		<title>Von: Peinhart</title>
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		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2015 16:21:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/artikel/43/43910/1.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Wissenschaftsdefizite&lt;/a&gt; bezüglich der Macht des Kapitals. Die aber eben nicht - darauf weist auch der Interviewte dankenswerterweise noch einmal deutlich hin - mit der &#039;Macht der Kapitalisten&#039; verwechselt werden darf.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.heise.de/tp/artikel/43/43910/1.html" rel="nofollow">Wissenschaftsdefizite</a> bezüglich der Macht des Kapitals. Die aber eben nicht &#8211; darauf weist auch der Interviewte dankenswerterweise noch einmal deutlich hin &#8211; mit der &#8216;Macht der Kapitalisten&#8217; verwechselt werden darf.</p>
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		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=2559#comment-19994</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2015 16:10:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Schon klar, daher versuche ich mich in Texten zwischen Wissenschaftshäppchen und Entertainment, ich marxianische Bloghure.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schon klar, daher versuche ich mich in Texten zwischen Wissenschaftshäppchen und Entertainment, ich marxianische Bloghure.</p>
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		<title>Von: Samson</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=2559#comment-19990</link>
		<dc:creator>Samson</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2015 15:06:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@flatter: Ich würde es auch lieber kürzer machen, aber geht das, ohne den Zusammenhang zu behalten? Ich merke jedesmal im Gespräch mit der sog. &quot;jungen Generation&quot; (in meiner Perspektive alle etwa &lt;40) dass die von der Blaupause nicht nur &lt;i&gt;inhaltlich&lt;/i&gt; wenig bis nix wissen, sondern oftmals überhaupt nicht wissen, dass es überhaupt sowas gibt. Solchen meinetwegen Gutwilligen leuchten ggf. &quot;Rezepte&quot; alá Oxfam ein, nicht aber &lt;i&gt;warum&lt;/i&gt; das &lt;i&gt;am System&lt;/i&gt; nix ändert.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@flatter: Ich würde es auch lieber kürzer machen, aber geht das, ohne den Zusammenhang zu behalten? Ich merke jedesmal im Gespräch mit der sog. &#8220;jungen Generation&#8221; (in meiner Perspektive alle etwa &lt;40) dass die von der Blaupause nicht nur <i>inhaltlich</i> wenig bis nix wissen, sondern oftmals überhaupt nicht wissen, dass es überhaupt sowas gibt. Solchen meinetwegen Gutwilligen leuchten ggf. &#8220;Rezepte&#8221; alá Oxfam ein, nicht aber <i>warum</i> das <i>am System</i> nix ändert.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=2559#comment-19988</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2015 13:49:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Samson: Ich mag Zusammenfassungen und Zitate, die so ausgewählt sind, dass sie beim Scrollen keine Sehnenscheidenentzündung auslösen.
Die &quot;Rezepte&quot; von Oxfam ignoriere ich nicht einmal. Der Laden ist aber die Quelle einer Meldung, die gerade die Runde machte.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Samson: Ich mag Zusammenfassungen und Zitate, die so ausgewählt sind, dass sie beim Scrollen keine Sehnenscheidenentzündung auslösen.<br />
Die &#8220;Rezepte&#8221; von Oxfam ignoriere ich nicht einmal. Der Laden ist aber die Quelle einer Meldung, die gerade die Runde machte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Samson</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=2559#comment-19987</link>
		<dc:creator>Samson</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2015 13:38:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@flatter: Ich nehme mal an, die Blaupause beinhaltet den ersten Band, wen&#039;s wirklich interessiert, &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Das-Kapital-Band-Karl-Marx/dp/B00420704I&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;alle drei Bände&lt;/a&gt; gibts noch als Antiquität ;-)

Allerdings steht da eben nur, &lt;i&gt;wie kapitalistisch(er) Reichtum zustandekommt&lt;/i&gt; und dass man (d.h. die Menschen) das Kapital als den Menschen &lt;i&gt;entgegengesetze Macht abschaffen muss&lt;/i&gt;, wenn man alle daraus folgenden katastrophalen Resultate nicht will.
Im &lt;a href=&quot;http://mlwerke.de/me/me25/me25_251.htm&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;dritten Band&lt;/a&gt; liest sich das bspw. so:
&lt;em&gt;Man hat gesehn, daß die wachsende Akkumulation des Kapitals eine wachsende Konzentration desselben einschließt. So wächst die Macht des Kapitals, die im Kapitalisten personifizierte Verselbständigung der gesellschaftlichen Produktionsbedingungen gegenüber den wirklichen Produzenten. Das Kapital zeigt sich immer mehr als gesellschaftliche Macht, deren Funktionär der Kapitalist ist und die in gar keinem möglichen Verhältnisse mehr zu dem steht, was die Arbeit eines einzelnen Individuums schaffen kann - aber als entfremdete, verselbständigte gesellschaftliche Macht, die als Sache, und als Macht des Kapitalisten durch diese Sache, der Gesellschaft gegenübertritt. Der Widerspruch zwischen der allgemeinen gesellschaftlichen Macht, zu der sich das Kapital gestaltet, und der Privatmacht der einzelnen Kapitalisten über diese gesellschaftlichen Produktionsbedingungen entwickelt sich immer schreiender und schließt die Auflösung dieses Verhältnisses ein, indem sie zugleich die Herausarbeitung der Produktionsbedingungen zu allgemeinen, gemeinschaftlichen, gesellschaftlichen Produktionsbedingungen einschließt.&lt;/em&gt;
Was in der Blaupause aber &lt;i&gt;nirgends&lt;/i&gt; drin steht ist bspw., dass die &lt;a href=&quot;https://www.oxfam.de/sites/www.oxfam.de/files/ox_bessergleich_broschuere_rz_web.pdf&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Oxfam-Rezepte&lt;/a&gt; auch nur ein Jota an Konkurrenz, Privateigentum vs. Lohnarbeit etc. als &lt;i&gt;Grund&lt;/i&gt; ändern würde.

Bezügl. Ausgang des letzten Gefechts wäre ich, gerade unter Verweis auf die Blaupause so lange skeptisch, wie ausgerechnet Demokratie und Rechtsstaat den von dir prognostizierten Gang in die neuzeitliche Sklaverei verhindern könnten. Dazu brauchts nicht mal der Verschwörung. Bischen wissenschaftliche Erklärung, bspw. &lt;a href=&quot;http://mlwerke.de/me/me25/me25_451.htm&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Die Rolle des Kredits in der kapitalistischen Produktion&lt;/a&gt; genügt schon:
&lt;em&gt;3. Verwandlung des wirklich fungierenden Kapitalisten in einen bloßen Dirigenten, Verwalter fremdes Kapitals, und der Kapitaleigentümer in bloße Eigentümer, bloße Geldkapitalisten. Selbst wenn die Dividenden, die sie beziehn, den Zins und Unternehmergewinn, d.h. den Totalprofit einschließen (denn das Gehalt des Dirigenten ist, oder soll sein, bloßer Arbeitslohn einer gewissen Art geschickter Arbeit, deren Preis im Arbeitsmarkt reguliert wird, wie der jeder andren Arbeit), so wird dieser Totalprofit nur noch bezogen in der Form des Zinses, d.h. als bloße Vergütung des Kapitaleigentums, das nun ganz so von der Funktion im wirklichen Reproduktionsprozeß getrennt wird wie diese Funktion, in der Person des Dirigenten, vom Kapitaleigentum. Der Profit stellt sich so dar (nicht mehr nur der eine Teil desselben, der Zins, der seine Rechtfertigung aus dem Profit des Borgers zieht) als bloße Aneignung fremder Mehrarbeit, entspringend aus der Verwandlung der Produktionsmittel in Kapital, d.h. aus ihrer Entfremdung gegenüber den wirklichen Produzenten, aus ihrem Gegensatz als fremdes Eigentum gegenüber allen wirklich in der Produktion tätigen Individuen, vom Dirigenten bis herab zum letzten Taglöhner. In den Aktiengesellschaften ist die Funktion getrennt vom Kapitaleigentum, also auch die Arbeit gänzlich getrennt vom Eigentum an den Produktionsmitteln und an der Mehrarbeit. Es ist dies Resultat der höchsten Entwicklung der kapitalistischen Produktion ein notwendiger Durchgangspunkt zur Rückverwandlung des Kapitals in Eigentum der Produzenten, aber nicht mehr als das Privateigentum vereinzelter Produzenten, sondern als das Eigentum ihrer als assoziierter, als unmittelbares Gesellschaftseigentum. Es ist andrerseits Durchgangspunkt zur Verwandlung aller mit dem Kapitaleigentum bisher noch verknüpften Funktionen im Reproduktionsprozeß in bloße Funktionen der assoziierten Produzenten, in gesellschaftliche Funktionen.

Bevor wir weitergehn, ist noch dies ökonomisch Wichtige zu bemerken: Da der Profit hier rein die Form des Zinses annimmt, sind solche Unternehmungen noch möglich, wenn sie bloßen Zins abwerfen, und es ist dies einer der Gründe, die das Fallen der allgemeinen Profitrate aufhalten, indem diese Unternehmungen, wo das konstante Kapital in so ungeheurem Verhältnis zum variablen steht, nicht notwendig in die Ausgleichung der allgemeinen Profitrate eingehn. (...)

Es ist dies die Aufhebung der kapitalistischen Produktionsweise innerhalb der kapitalistischen Produktionsweise selbst und daher ein sich selbst aufhebender Widerspruch, der prima facie als bloßer Übergangspunkt zu einer neuen Produktionsform sich darstellt. Als solcher Widerspruch stellt er sich dann auch in der Erscheinung dar. Er stellt in gewissen Sphären das Monopol her und fordert daher die Staatseinmischung heraus. Er reproduziert eine neue Finanzaristokratie, eine neue Sorte Parasiten in Gestalt von Projektenmachern, Gründern und bloß nominellen Direktoren; ein ganzes System des Schwindels und Betrugs mit Bezug auf Gründungen, Aktienausgabe und Aktienhandel. Es ist Privatproduktion ohne die Kontrolle des Privateigentums. (...)

Wenn das Kreditwesen als Haupthebel der Überproduktion und Überspekulation im Handel erscheint, so nur, weil der Reproduktionsprozeß, der seiner Natur nach elastisch ist, hier bis zur äußersten Grenze forciert wird, und zwar deshalb forciert wird, weil ein großer Teil des gesellschaftlichen Kapitals von den Nichteigentümern desselben angewandt wird, die daher ganz anders ins Zeug gehn als der ängstlich die Schranken seines Privatkapitals erwägende Eigentümer, soweit er selbst fungiert. Es tritt damit nur hervor, daß die auf den gegensätzlichen Charakter der kapitalistischen Produktion gegründete Verwertung des Kapitals die wirkliche, freie Entwicklung nur bis zu einem gewissen Punkt erlaubt, also in der Tat eine immanente Fessel und Schranke der Produktion bildet, die beständig durch das Kreditwesen durchbrochen wird. (...)

Die dem Kreditsystem immanenten doppelseitigen Charaktere: einerseits die Triebfeder der kapitalistischen Produktion, Bereicherung durch Ausbeutung fremder Arbeit, zum reinsten und kolossalsten Spiel- und Schwindelsystem zu entwickeln und die Zahl der den gesellschaftlichen Reichtum ausbeutenden Wenigen immer mehr zu beschränken; andrerseits aber die Übergangsform zu einer neuen Produktionsweise zu bilden, - diese Doppelseitigkeit ist es, die den Hauptverkündern des Kredits von Law bis Isaak Péreire ihren angenehmen Mischcharakter von Schwindler und Prophet gibt.&lt;/em&gt;]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@flatter: Ich nehme mal an, die Blaupause beinhaltet den ersten Band, wen&#8217;s wirklich interessiert, <a href="http://www.amazon.de/Das-Kapital-Band-Karl-Marx/dp/B00420704I" rel="nofollow">alle drei Bände</a> gibts noch als Antiquität ;-)</p>
<p>Allerdings steht da eben nur, <i>wie kapitalistisch(er) Reichtum zustandekommt</i> und dass man (d.h. die Menschen) das Kapital als den Menschen <i>entgegengesetze Macht abschaffen muss</i>, wenn man alle daraus folgenden katastrophalen Resultate nicht will.<br />
Im <a href="http://mlwerke.de/me/me25/me25_251.htm" rel="nofollow">dritten Band</a> liest sich das bspw. so:<br />
<em>Man hat gesehn, daß die wachsende Akkumulation des Kapitals eine wachsende Konzentration desselben einschließt. So wächst die Macht des Kapitals, die im Kapitalisten personifizierte Verselbständigung der gesellschaftlichen Produktionsbedingungen gegenüber den wirklichen Produzenten. Das Kapital zeigt sich immer mehr als gesellschaftliche Macht, deren Funktionär der Kapitalist ist und die in gar keinem möglichen Verhältnisse mehr zu dem steht, was die Arbeit eines einzelnen Individuums schaffen kann &#8211; aber als entfremdete, verselbständigte gesellschaftliche Macht, die als Sache, und als Macht des Kapitalisten durch diese Sache, der Gesellschaft gegenübertritt. Der Widerspruch zwischen der allgemeinen gesellschaftlichen Macht, zu der sich das Kapital gestaltet, und der Privatmacht der einzelnen Kapitalisten über diese gesellschaftlichen Produktionsbedingungen entwickelt sich immer schreiender und schließt die Auflösung dieses Verhältnisses ein, indem sie zugleich die Herausarbeitung der Produktionsbedingungen zu allgemeinen, gemeinschaftlichen, gesellschaftlichen Produktionsbedingungen einschließt.</em><br />
Was in der Blaupause aber <i>nirgends</i> drin steht ist bspw., dass die <a href="https://www.oxfam.de/sites/www.oxfam.de/files/ox_bessergleich_broschuere_rz_web.pdf" rel="nofollow">Oxfam-Rezepte</a> auch nur ein Jota an Konkurrenz, Privateigentum vs. Lohnarbeit etc. als <i>Grund</i> ändern würde.</p>
<p>Bezügl. Ausgang des letzten Gefechts wäre ich, gerade unter Verweis auf die Blaupause so lange skeptisch, wie ausgerechnet Demokratie und Rechtsstaat den von dir prognostizierten Gang in die neuzeitliche Sklaverei verhindern könnten. Dazu brauchts nicht mal der Verschwörung. Bischen wissenschaftliche Erklärung, bspw. <a href="http://mlwerke.de/me/me25/me25_451.htm" rel="nofollow">Die Rolle des Kredits in der kapitalistischen Produktion</a> genügt schon:<br />
<em>3. Verwandlung des wirklich fungierenden Kapitalisten in einen bloßen Dirigenten, Verwalter fremdes Kapitals, und der Kapitaleigentümer in bloße Eigentümer, bloße Geldkapitalisten. Selbst wenn die Dividenden, die sie beziehn, den Zins und Unternehmergewinn, d.h. den Totalprofit einschließen (denn das Gehalt des Dirigenten ist, oder soll sein, bloßer Arbeitslohn einer gewissen Art geschickter Arbeit, deren Preis im Arbeitsmarkt reguliert wird, wie der jeder andren Arbeit), so wird dieser Totalprofit nur noch bezogen in der Form des Zinses, d.h. als bloße Vergütung des Kapitaleigentums, das nun ganz so von der Funktion im wirklichen Reproduktionsprozeß getrennt wird wie diese Funktion, in der Person des Dirigenten, vom Kapitaleigentum. Der Profit stellt sich so dar (nicht mehr nur der eine Teil desselben, der Zins, der seine Rechtfertigung aus dem Profit des Borgers zieht) als bloße Aneignung fremder Mehrarbeit, entspringend aus der Verwandlung der Produktionsmittel in Kapital, d.h. aus ihrer Entfremdung gegenüber den wirklichen Produzenten, aus ihrem Gegensatz als fremdes Eigentum gegenüber allen wirklich in der Produktion tätigen Individuen, vom Dirigenten bis herab zum letzten Taglöhner. In den Aktiengesellschaften ist die Funktion getrennt vom Kapitaleigentum, also auch die Arbeit gänzlich getrennt vom Eigentum an den Produktionsmitteln und an der Mehrarbeit. Es ist dies Resultat der höchsten Entwicklung der kapitalistischen Produktion ein notwendiger Durchgangspunkt zur Rückverwandlung des Kapitals in Eigentum der Produzenten, aber nicht mehr als das Privateigentum vereinzelter Produzenten, sondern als das Eigentum ihrer als assoziierter, als unmittelbares Gesellschaftseigentum. Es ist andrerseits Durchgangspunkt zur Verwandlung aller mit dem Kapitaleigentum bisher noch verknüpften Funktionen im Reproduktionsprozeß in bloße Funktionen der assoziierten Produzenten, in gesellschaftliche Funktionen.</p>
<p>Bevor wir weitergehn, ist noch dies ökonomisch Wichtige zu bemerken: Da der Profit hier rein die Form des Zinses annimmt, sind solche Unternehmungen noch möglich, wenn sie bloßen Zins abwerfen, und es ist dies einer der Gründe, die das Fallen der allgemeinen Profitrate aufhalten, indem diese Unternehmungen, wo das konstante Kapital in so ungeheurem Verhältnis zum variablen steht, nicht notwendig in die Ausgleichung der allgemeinen Profitrate eingehn. (&#8230;)</p>
<p>Es ist dies die Aufhebung der kapitalistischen Produktionsweise innerhalb der kapitalistischen Produktionsweise selbst und daher ein sich selbst aufhebender Widerspruch, der prima facie als bloßer Übergangspunkt zu einer neuen Produktionsform sich darstellt. Als solcher Widerspruch stellt er sich dann auch in der Erscheinung dar. Er stellt in gewissen Sphären das Monopol her und fordert daher die Staatseinmischung heraus. Er reproduziert eine neue Finanzaristokratie, eine neue Sorte Parasiten in Gestalt von Projektenmachern, Gründern und bloß nominellen Direktoren; ein ganzes System des Schwindels und Betrugs mit Bezug auf Gründungen, Aktienausgabe und Aktienhandel. Es ist Privatproduktion ohne die Kontrolle des Privateigentums. (&#8230;)</p>
<p>Wenn das Kreditwesen als Haupthebel der Überproduktion und Überspekulation im Handel erscheint, so nur, weil der Reproduktionsprozeß, der seiner Natur nach elastisch ist, hier bis zur äußersten Grenze forciert wird, und zwar deshalb forciert wird, weil ein großer Teil des gesellschaftlichen Kapitals von den Nichteigentümern desselben angewandt wird, die daher ganz anders ins Zeug gehn als der ängstlich die Schranken seines Privatkapitals erwägende Eigentümer, soweit er selbst fungiert. Es tritt damit nur hervor, daß die auf den gegensätzlichen Charakter der kapitalistischen Produktion gegründete Verwertung des Kapitals die wirkliche, freie Entwicklung nur bis zu einem gewissen Punkt erlaubt, also in der Tat eine immanente Fessel und Schranke der Produktion bildet, die beständig durch das Kreditwesen durchbrochen wird. (&#8230;)</p>
<p>Die dem Kreditsystem immanenten doppelseitigen Charaktere: einerseits die Triebfeder der kapitalistischen Produktion, Bereicherung durch Ausbeutung fremder Arbeit, zum reinsten und kolossalsten Spiel- und Schwindelsystem zu entwickeln und die Zahl der den gesellschaftlichen Reichtum ausbeutenden Wenigen immer mehr zu beschränken; andrerseits aber die Übergangsform zu einer neuen Produktionsweise zu bilden, &#8211; diese Doppelseitigkeit ist es, die den Hauptverkündern des Kredits von Law bis Isaak Péreire ihren angenehmen Mischcharakter von Schwindler und Prophet gibt.</em></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=2559#comment-19984</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2015 12:03:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@flatter # 12 - Religion pur: Große Wachstumslokomotive, gib uns, den in Deinem Namen an den Märkten Versammelten, ein Zeichen. Bitte! Amen!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@flatter # 12 &#8211; Religion pur: Große Wachstumslokomotive, gib uns, den in Deinem Namen an den Märkten Versammelten, ein Zeichen. Bitte! Amen!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=2559#comment-19981</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2015 11:32:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Vogel: Gux dir mal deine Mailadresse an bitte.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Vogel: Gux dir mal deine Mailadresse an bitte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Illkid</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=2559#comment-19980</link>
		<dc:creator>Illkid</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2015 10:50:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[What a flashback!  Wer hätte gedacht, dass nur 25 Jahre nach dem Ende der DDR meine alten Staatsbürgerkunde-Bücher so ein Revival erleben? 
Darin wurde von gierigen Kapitalisten, ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen und dem NATO-Imperialismus geschrieben. 
Wir fanden es damals lächerlich und propagandistisch.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>What a flashback!  Wer hätte gedacht, dass nur 25 Jahre nach dem Ende der DDR meine alten Staatsbürgerkunde-Bücher so ein Revival erleben?<br />
Darin wurde von gierigen Kapitalisten, ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen und dem NATO-Imperialismus geschrieben.<br />
Wir fanden es damals lächerlich und propagandistisch.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Vogel</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=2559#comment-19979</link>
		<dc:creator>Vogel</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2015 10:29:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Was noch on topic zu sagen ist: &lt;i&gt;&quot;Vor dem Hintergrund sogenannter &quot;Schuldenbremsen&quot; wird die Sache erst richtig appetitlich.&quot;&lt;/i&gt; Herbert Giersch hat bereits in den 90igern gefordert: &lt;i&gt;&quot;Die Verarmung des Staates als strategischer Hebel&quot;&lt;/i&gt; gegen den Staat und für Privat zu nutzen.

Gibt es also doch eine explizite Agenda ... ach was: VT!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was noch on topic zu sagen ist: <i>&#8220;Vor dem Hintergrund sogenannter &#8220;Schuldenbremsen&#8221; wird die Sache erst richtig appetitlich.&#8221;</i> Herbert Giersch hat bereits in den 90igern gefordert: <i>&#8220;Die Verarmung des Staates als strategischer Hebel&#8221;</i> gegen den Staat und für Privat zu nutzen.</p>
<p>Gibt es also doch eine explizite Agenda &#8230; ach was: VT!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=2559#comment-19978</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2015 10:22:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=2559#comment-19978</guid>
		<description><![CDATA[Bullshit des Tages: &quot;&lt;em&gt;An den Märkten macht sich Erleichterung breit, dass die globale Wachstumslokomotive nicht zu entgleisen droht&lt;/em&gt;.&quot;]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bullshit des Tages: &#8220;<em>An den Märkten macht sich Erleichterung breit, dass die globale Wachstumslokomotive nicht zu entgleisen droht</em>.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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