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	<title>Kommentare zu: Am Ende des Journalismus</title>
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	<description>Keine Herren, keine Sklaven!</description>
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		<title>Von: oblomow</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=1670#comment-10772</link>
		<dc:creator>oblomow</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2014 21:56:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein beispiel für die niederträchtigkeit der deutschen medien, hier spiegel, kopiert von daMax: 

&quot;Es gibt keinen gezielten Beschuss ostukrainischer Städte und auch nicht den Versuch, die Bevölkerung, wie er sagt, mit &quot;scharfem Feuer&quot; zu töten. [...] Die Einschläge sind zweifellos Kollateralschäden und kein gezieltes Feuer. Das verwundert nicht, wenn man weiß, wie beide Seiten ihr Artilleriefeuer führen - die Ziele werden mitunter per Google Maps angepeilt. Von wem die einschlagenden Granaten im Einzelnen stammen, ist nicht festzustellen - die Donezker halten beide Varianten für möglich. [...]&quot;. UN-GLAUB-LICH. Das ließe sich mit beispielen aus FR, SZ, TAZ, Zeit, (ARD und ZDF sind nicht besser) um nur die leider immer noch und völlig zu unrecht in &quot;gewissen kreisen&quot; einen gewissen ruf geniessenden blätter zu nennen, die konservativen blätter lasse ich da mal außen vor, ergänzen. Ja, &quot;das Geschäft der Journalisten ist, die Wahrheit zu zerstören, schlankweg zu lügen, die Wahrheit zu pervertieren, sie zu morden, zu Füßen des Mammons zu legen...&quot;. 

Das motto des HaJo Friedrich preises: “Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.”, mag man ja goutieren, es enthebt den journalisten (übrigens ebenso den historiker) nicht der verpflichtung partei zu ergreifen, ohne dabei parteiisch zu sein. Kein journalist ist neutral und behauptete neutralität/objektivität maskiert, das der &quot;herrschende journalismus&quot; lohnschreiberei ist und die herrschenden verhältnisse propagiert/legitimiert/stützt. Die medien demaskieren sich in der &quot;angelegenheit&quot; Ukraine zur zeit auf grandiose art und weise.

Jeder kann sich über die Ukraine informieren via text, bild und bewegten bildern, wie und mit welchen waffen gezielt vom ukrainischen &quot;strafkommando&quot; auf zivile einrichtungen, infrastruktur und ja doch, tatsächlich auch auf wohnviertel und zivilbevölkerung im donbass geschossen wurde und wird, sind ja nur russische untermenschen in kiewer diktion, in spiegel diktion heißt das dann kollateralschäden. Das ist infam. Genau dieses vorgehen incl. pressebegleitung ist kennzeichen faschistischen terrors und man vergleiche mit Wielun oder Rotterdam. 

Dass in diesem land presse, funk und fernsehen, politik und hier insbesondere grüne und spd, faschisten die hand zum unerschütterlichen bunde in treue fest reichen, erschüttert mich nicht nur, ich habe eine stinkwut auf diese schreibtischtäter, die genau wissen, was sie da tun. Was ist in diesem land innerhalb des letzten jahres passiert? Wurden nur die schlafenden faschistischen „&quot;triebe&quot; erweckt? Ich verfolge diese &quot;geschichte&quot; incl. der berichte deutscher medien seit einiger zeit intensiver als ich wollte und nein, ich bin kein jubel-putinist oder jubel-russe, bin jedoch in der lage fragen zu stellen, zu denken und „schlüsse zu ziehen“.

&quot;It´s not a matter of reason or justice. We all get involved in a moment of emotion and then we cannot get out.&quot; (Graham Greene) 

Ecrasez l´infame könnte ich jetzt in bezug auf deutsche &quot;journalisten&quot;, die &quot;grüne lumpenbourgeosie&quot; und die spd, die jetzt, nachdem die nazis ihr mitmachangebot 1933 ausgeschlagen haben, endlich völlig enthemmt mitmachen kann (auch innen- und sozialpolitisch), sehr frei übersetzen - ich verkneife mir das. Ich habe eine scheißwut auf deutsche medien, solch irrlichternde gestalten wie den verfechter des geistigen stillstands Jarchow und deutsche politiker und diese ohnmächtige wut vernebelt mir nicht den blick auf das, „was läuft“ - in keinster weise. Deutsche presse und deutsche (regierungs)politik oder eine überwunden geglaubte bürgerliche herrschaftsform wird wieder salonfähig gemacht (seit Schröder/Fischer, diesen kongenialen scharlatanen): man übersetze und kürze agenda 2010 in projekt faschismus 2.0 oder schrieb ich das schon mal? Und stellvertretend für die grünen: Cem Özdemir - da kotzt selbst der emir.

`Man las und konnte in diesem land mal zeitungen, mehrere, lesen, um sich besser zu informieren, heute uniformieren sie nur noch, alle bringen das gleiche, bis auf die todesanzeigen.´ (Schon das eine illusion) „Möglich, dass noch feine abschattierungen bestanden, ..., aber das gesicht darunter grinste jedenfalls überall mit dem gleichen süßlich verlogenen lächeln hervor.“ (Georg Hermann) Und dann die nachdenkseiten:  &quot;Heribert Prantl ist ein wesentlicher grund, die SZ zu lesen&quot; (gröhl), nur weil da jemand von der SZ losgeschickt wird, die immer noch etwas anderes von der SZ erwartenden leser mal wieder zu &quot;beglücken&quot; und bei der stange zu halten!? Lesen mag man zeitungen ja noch online (ich kann da auch nicht anders, ist wie ein zwang, auch wenn sie nicht mehr unter lesezeichen abgespeichert sind), geld dafür ausgeben, ein abo gar - nö.

Ich erinnere  an das sirenenlaute, ohrenbetäubende schweigen in sachen flugzeugabschuss, das nur einen schluss zulässt - eben - genau. Nicht einmal in dieser angelegenheit wurden und werden von journalisten/medien die simpelsten fragen gestellt, geschweige denn nachgehakt - stattdessen der russe wars, der russe wars, der Putin wars - unerträglich und widerlich. Ukraine ist nur ein beispiel für die verlogene scheißhauspresse, nur hier eskaliert es und demaskiert sie sich so schön, von nsu, ttip, hartz IV, fracking uswusf  will ich garnicht erst zu sprechen beginnen. Journalismus - forget it. Soviel freiwillige gleichschaltung aller medien war nie. 

Für die freunde der serien und des alkohols, dieses kleinen helferleins das alles einigermaßen zu ertragen also in maßen zu ertränken, ohne dabei zum alkoholiker zu werden, schließe ich mit A.W. Merrick (Deadwood): 

&quot;May I say, Dan, having resumed drinking alcohol, I cannot for the life of me remember why I ever gave it up.&quot;]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein beispiel für die niederträchtigkeit der deutschen medien, hier spiegel, kopiert von daMax: </p>
<p>&#8220;Es gibt keinen gezielten Beschuss ostukrainischer Städte und auch nicht den Versuch, die Bevölkerung, wie er sagt, mit &#8220;scharfem Feuer&#8221; zu töten. [...] Die Einschläge sind zweifellos Kollateralschäden und kein gezieltes Feuer. Das verwundert nicht, wenn man weiß, wie beide Seiten ihr Artilleriefeuer führen &#8211; die Ziele werden mitunter per Google Maps angepeilt. Von wem die einschlagenden Granaten im Einzelnen stammen, ist nicht festzustellen &#8211; die Donezker halten beide Varianten für möglich. [...]&#8220;. UN-GLAUB-LICH. Das ließe sich mit beispielen aus FR, SZ, TAZ, Zeit, (ARD und ZDF sind nicht besser) um nur die leider immer noch und völlig zu unrecht in &#8220;gewissen kreisen&#8221; einen gewissen ruf geniessenden blätter zu nennen, die konservativen blätter lasse ich da mal außen vor, ergänzen. Ja, &#8220;das Geschäft der Journalisten ist, die Wahrheit zu zerstören, schlankweg zu lügen, die Wahrheit zu pervertieren, sie zu morden, zu Füßen des Mammons zu legen&#8230;&#8221;. </p>
<p>Das motto des HaJo Friedrich preises: “Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.”, mag man ja goutieren, es enthebt den journalisten (übrigens ebenso den historiker) nicht der verpflichtung partei zu ergreifen, ohne dabei parteiisch zu sein. Kein journalist ist neutral und behauptete neutralität/objektivität maskiert, das der &#8220;herrschende journalismus&#8221; lohnschreiberei ist und die herrschenden verhältnisse propagiert/legitimiert/stützt. Die medien demaskieren sich in der &#8220;angelegenheit&#8221; Ukraine zur zeit auf grandiose art und weise.</p>
<p>Jeder kann sich über die Ukraine informieren via text, bild und bewegten bildern, wie und mit welchen waffen gezielt vom ukrainischen &#8220;strafkommando&#8221; auf zivile einrichtungen, infrastruktur und ja doch, tatsächlich auch auf wohnviertel und zivilbevölkerung im donbass geschossen wurde und wird, sind ja nur russische untermenschen in kiewer diktion, in spiegel diktion heißt das dann kollateralschäden. Das ist infam. Genau dieses vorgehen incl. pressebegleitung ist kennzeichen faschistischen terrors und man vergleiche mit Wielun oder Rotterdam. </p>
<p>Dass in diesem land presse, funk und fernsehen, politik und hier insbesondere grüne und spd, faschisten die hand zum unerschütterlichen bunde in treue fest reichen, erschüttert mich nicht nur, ich habe eine stinkwut auf diese schreibtischtäter, die genau wissen, was sie da tun. Was ist in diesem land innerhalb des letzten jahres passiert? Wurden nur die schlafenden faschistischen „&#8221;triebe&#8221; erweckt? Ich verfolge diese &#8220;geschichte&#8221; incl. der berichte deutscher medien seit einiger zeit intensiver als ich wollte und nein, ich bin kein jubel-putinist oder jubel-russe, bin jedoch in der lage fragen zu stellen, zu denken und „schlüsse zu ziehen“.</p>
<p>&#8220;It´s not a matter of reason or justice. We all get involved in a moment of emotion and then we cannot get out.&#8221; (Graham Greene) </p>
<p>Ecrasez l´infame könnte ich jetzt in bezug auf deutsche &#8220;journalisten&#8221;, die &#8220;grüne lumpenbourgeosie&#8221; und die spd, die jetzt, nachdem die nazis ihr mitmachangebot 1933 ausgeschlagen haben, endlich völlig enthemmt mitmachen kann (auch innen- und sozialpolitisch), sehr frei übersetzen &#8211; ich verkneife mir das. Ich habe eine scheißwut auf deutsche medien, solch irrlichternde gestalten wie den verfechter des geistigen stillstands Jarchow und deutsche politiker und diese ohnmächtige wut vernebelt mir nicht den blick auf das, „was läuft“ &#8211; in keinster weise. Deutsche presse und deutsche (regierungs)politik oder eine überwunden geglaubte bürgerliche herrschaftsform wird wieder salonfähig gemacht (seit Schröder/Fischer, diesen kongenialen scharlatanen): man übersetze und kürze agenda 2010 in projekt faschismus 2.0 oder schrieb ich das schon mal? Und stellvertretend für die grünen: Cem Özdemir &#8211; da kotzt selbst der emir.</p>
<p>`Man las und konnte in diesem land mal zeitungen, mehrere, lesen, um sich besser zu informieren, heute uniformieren sie nur noch, alle bringen das gleiche, bis auf die todesanzeigen.´ (Schon das eine illusion) „Möglich, dass noch feine abschattierungen bestanden, &#8230;, aber das gesicht darunter grinste jedenfalls überall mit dem gleichen süßlich verlogenen lächeln hervor.“ (Georg Hermann) Und dann die nachdenkseiten:  &#8220;Heribert Prantl ist ein wesentlicher grund, die SZ zu lesen&#8221; (gröhl), nur weil da jemand von der SZ losgeschickt wird, die immer noch etwas anderes von der SZ erwartenden leser mal wieder zu &#8220;beglücken&#8221; und bei der stange zu halten!? Lesen mag man zeitungen ja noch online (ich kann da auch nicht anders, ist wie ein zwang, auch wenn sie nicht mehr unter lesezeichen abgespeichert sind), geld dafür ausgeben, ein abo gar &#8211; nö.</p>
<p>Ich erinnere  an das sirenenlaute, ohrenbetäubende schweigen in sachen flugzeugabschuss, das nur einen schluss zulässt &#8211; eben &#8211; genau. Nicht einmal in dieser angelegenheit wurden und werden von journalisten/medien die simpelsten fragen gestellt, geschweige denn nachgehakt &#8211; stattdessen der russe wars, der russe wars, der Putin wars &#8211; unerträglich und widerlich. Ukraine ist nur ein beispiel für die verlogene scheißhauspresse, nur hier eskaliert es und demaskiert sie sich so schön, von nsu, ttip, hartz IV, fracking uswusf  will ich garnicht erst zu sprechen beginnen. Journalismus &#8211; forget it. Soviel freiwillige gleichschaltung aller medien war nie. </p>
<p>Für die freunde der serien und des alkohols, dieses kleinen helferleins das alles einigermaßen zu ertragen also in maßen zu ertränken, ohne dabei zum alkoholiker zu werden, schließe ich mit A.W. Merrick (Deadwood): </p>
<p>&#8220;May I say, Dan, having resumed drinking alcohol, I cannot for the life of me remember why I ever gave it up.&#8221;</p>
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		<title>Von: Revolutinho</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=1670#comment-10633</link>
		<dc:creator>Revolutinho</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Sep 2014 07:17:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ L&#039;Andratté #9
Ja richtig, lieber Obdachlosenzeitung als Spiegel kaufen.
Und wenn in der Sportschau Buyern kommt, schalte ich immer direkt aus oder um.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ L&#8217;Andratté #9<br />
Ja richtig, lieber Obdachlosenzeitung als Spiegel kaufen.<br />
Und wenn in der Sportschau Buyern kommt, schalte ich immer direkt aus oder um.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Eike</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=1670#comment-10595</link>
		<dc:creator>Eike</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2014 19:49:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&quot;Der König ist tot, lang lebe der König!&quot; Der Journalismus geht nur dahin zurück, wo er hergekommen ist. Haus- und Hofschreiberei für die Vermögenden. Da war er auch noch nie ganz von weg. Ist das beklagenswert? Vielleicht. Allerdings bleibt in der Geschichte ohnehin nur die Haus- und Hofschreiberei existent. Da ändert auch das Internet nichts daran.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Der König ist tot, lang lebe der König!&#8221; Der Journalismus geht nur dahin zurück, wo er hergekommen ist. Haus- und Hofschreiberei für die Vermögenden. Da war er auch noch nie ganz von weg. Ist das beklagenswert? Vielleicht. Allerdings bleibt in der Geschichte ohnehin nur die Haus- und Hofschreiberei existent. Da ändert auch das Internet nichts daran.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Maxim</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=1670#comment-10589</link>
		<dc:creator>Maxim</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2014 17:45:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Journalismus ist mittlerweile genau so ein leidiges Thema wie der Niedergang der SPD, ein langsamer, qualvoller Zerfallsprozess. Über den Eingängen zu Journalistenschulen müsste heute eigentlich stehen &quot;Lasst, die ihr einkehrt, jede Hoffnung fahren&quot; oder &quot;Flieht, ihr Narren!&quot;. 
Alle, die ich aus der Branche bislang gefragt habe, wissen nur Schlechtes zu berichten; wer kann, verlässt das sinkende Schiff, am besten gleich Umschulung zum Ergotherapeuten. Durchaus verständlich, denn auch der Journalismus ist natürlich schön durchquantifiziert, daher beauftragen Verleger externe Firmen, die ihre Zeitungen analysieren und pro Artikel per Tabelle einen Qualitätswert errechnen. Die schönste Geschichte ist so einen Scheißdreck wert, weil sie vielleicht ein Qualitätskriterium nicht erfüllt.

Wer sich einen Überblick über das Elend des Printjournalismus machen möchte, besorge sich zehn Tageszeitungen der Funke-Gruppe und lege diese nebeneinander. Allein im Ruhrgebiet die WAZ und ihre drei Klone - marginale Unterschiede im Lokalteil und hier und dort ein Halbsatz verändert, so geht Pluralismus. Jede Zeitung nur noch eine leere Hülle, ein Leichnam, der durch die Straßen geschleift wird, während mal jemand dringend der Führung diskret ein &quot;He&#039;s dead, Jim&quot; mitteilen müsste - womit wir wieder bei der SPD wären.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Journalismus ist mittlerweile genau so ein leidiges Thema wie der Niedergang der SPD, ein langsamer, qualvoller Zerfallsprozess. Über den Eingängen zu Journalistenschulen müsste heute eigentlich stehen &#8220;Lasst, die ihr einkehrt, jede Hoffnung fahren&#8221; oder &#8220;Flieht, ihr Narren!&#8221;.<br />
Alle, die ich aus der Branche bislang gefragt habe, wissen nur Schlechtes zu berichten; wer kann, verlässt das sinkende Schiff, am besten gleich Umschulung zum Ergotherapeuten. Durchaus verständlich, denn auch der Journalismus ist natürlich schön durchquantifiziert, daher beauftragen Verleger externe Firmen, die ihre Zeitungen analysieren und pro Artikel per Tabelle einen Qualitätswert errechnen. Die schönste Geschichte ist so einen Scheißdreck wert, weil sie vielleicht ein Qualitätskriterium nicht erfüllt.</p>
<p>Wer sich einen Überblick über das Elend des Printjournalismus machen möchte, besorge sich zehn Tageszeitungen der Funke-Gruppe und lege diese nebeneinander. Allein im Ruhrgebiet die WAZ und ihre drei Klone &#8211; marginale Unterschiede im Lokalteil und hier und dort ein Halbsatz verändert, so geht Pluralismus. Jede Zeitung nur noch eine leere Hülle, ein Leichnam, der durch die Straßen geschleift wird, während mal jemand dringend der Führung diskret ein &#8220;He&#8217;s dead, Jim&#8221; mitteilen müsste &#8211; womit wir wieder bei der SPD wären.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Vogel</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=1670#comment-10585</link>
		<dc:creator>Vogel</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2014 16:55:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@Revolutinho (5)
Geht aus dem Text hervor - Details sind imho nachrangig, &#039;s geht um den lotrechten Verfall des Schurnalismus!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Revolutinho (5)<br />
Geht aus dem Text hervor &#8211; Details sind imho nachrangig, &#8216;s geht um den lotrechten Verfall des Schurnalismus!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: L´Andratté</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=1670#comment-10583</link>
		<dc:creator>L´Andratté</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2014 16:12:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Tja, aber die überwiegende Mehrheit der Menschen wurde damals noch viel weniger angehört als heute; das ist ja der Punkt, erzählen können gerne alle, aber wem hören wir zu, wenn wir nicht allen zuhören können?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, aber die überwiegende Mehrheit der Menschen wurde damals noch viel weniger angehört als heute; das ist ja der Punkt, erzählen können gerne alle, aber wem hören wir zu, wenn wir nicht allen zuhören können?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Revolutinho</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=1670#comment-10578</link>
		<dc:creator>Revolutinho</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2014 12:56:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ L&#039;Andratté
Bin gestern zum &quot;75. / 100. Jubiläum&quot; bei einem Vortrag von Prof. Wette (Uni Freiburg) zu diesem Thema der Stimmungslage vor dem 1.WK gewesen.
Laut seinen Ausführungen gab es neben einigen Mahnern über die Ausmasse des Unheils auch im Reichstag wohl eine Mehrheit, die einen Krieg wollten. Das Kaiserreich war ja komplett durchmilitarisiert. Selbst Künstler wollten ihre entsprechenden Motive, glaubten so ein großer Krieg hätte etwas Reinigendes. Es gab auch Demos für den Frieden, in unseren Nachbarländern war die Friedensbewegung stärker ausgeprägt. 


Wem wir diese Macht der Erzählungen einräumen? Besser andersherum, keinem sollte das Recht verwehrt werden.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ L&#8217;Andratté<br />
Bin gestern zum &#8220;75. / 100. Jubiläum&#8221; bei einem Vortrag von Prof. Wette (Uni Freiburg) zu diesem Thema der Stimmungslage vor dem 1.WK gewesen.<br />
Laut seinen Ausführungen gab es neben einigen Mahnern über die Ausmasse des Unheils auch im Reichstag wohl eine Mehrheit, die einen Krieg wollten. Das Kaiserreich war ja komplett durchmilitarisiert. Selbst Künstler wollten ihre entsprechenden Motive, glaubten so ein großer Krieg hätte etwas Reinigendes. Es gab auch Demos für den Frieden, in unseren Nachbarländern war die Friedensbewegung stärker ausgeprägt. </p>
<p>Wem wir diese Macht der Erzählungen einräumen? Besser andersherum, keinem sollte das Recht verwehrt werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: L´Andratté</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=1670#comment-10571</link>
		<dc:creator>L´Andratté</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2014 10:45:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Interessant, daß ein immanentes Bedürfnis besteht, sich auf *eine* Erzählung zu einigen. Das schafft gesellschaftlichen Zusammenhalt und geht auf Kosten der (vielgesichtigen) Wahrheit.

Wenn Journalismus beides versucht, steht er mit einem Bein im Ruderboot, mit dem anderen an Land.

Die Macht der Erzählungen ist gewaltig, sie sind innere und äußere Wirklichkeit und es erfordert Eigensinn und Phantasie sie mal zu hinterfragen.
Wir sollten sehr genau prüfen, wem wir diese Macht einräumen.

Ein kleines Beispiel am Rande: neulich kam das Gespräch mit einem Freund auf die altbekannte Erzählung, wie &quot;die Deutschen&quot; 1914 jubelnd in den Krieg gezogen seien. Ich fand das immer schwer vorstellbar, in Kenntnis der menschlichen Natur, die nunmal nicht gerne sterben möchte.
Kurz darauf war ich in einer sehr interessanten Ausstellung über Propaganda im 1. WK.(Hamburg/Museum f. Kunst/Gewerbe).
Dort erfuhr ich glaubwürdig, daß diese Erzählung keineswegs der Wahrheit entsprach, daß damals eine gedrückte und ungute Stimmung im ganzen Land herrschte, und diese Jubelperser eine Schöpfung und/oder Verstärkung der damaligen Medien waren, um Stimmung für den Krieg zu machen.
Selbst wenn diese Erzählung jetzt oft dazu dient, die Absurdität des Krieges zu illustrieren, ist sie dennoch eine Lüge, die sich bis heute gehalten hat. Erstaunlich, oder?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant, daß ein immanentes Bedürfnis besteht, sich auf *eine* Erzählung zu einigen. Das schafft gesellschaftlichen Zusammenhalt und geht auf Kosten der (vielgesichtigen) Wahrheit.</p>
<p>Wenn Journalismus beides versucht, steht er mit einem Bein im Ruderboot, mit dem anderen an Land.</p>
<p>Die Macht der Erzählungen ist gewaltig, sie sind innere und äußere Wirklichkeit und es erfordert Eigensinn und Phantasie sie mal zu hinterfragen.<br />
Wir sollten sehr genau prüfen, wem wir diese Macht einräumen.</p>
<p>Ein kleines Beispiel am Rande: neulich kam das Gespräch mit einem Freund auf die altbekannte Erzählung, wie &#8220;die Deutschen&#8221; 1914 jubelnd in den Krieg gezogen seien. Ich fand das immer schwer vorstellbar, in Kenntnis der menschlichen Natur, die nunmal nicht gerne sterben möchte.<br />
Kurz darauf war ich in einer sehr interessanten Ausstellung über Propaganda im 1. WK.(Hamburg/Museum f. Kunst/Gewerbe).<br />
Dort erfuhr ich glaubwürdig, daß diese Erzählung keineswegs der Wahrheit entsprach, daß damals eine gedrückte und ungute Stimmung im ganzen Land herrschte, und diese Jubelperser eine Schöpfung und/oder Verstärkung der damaligen Medien waren, um Stimmung für den Krieg zu machen.<br />
Selbst wenn diese Erzählung jetzt oft dazu dient, die Absurdität des Krieges zu illustrieren, ist sie dennoch eine Lüge, die sich bis heute gehalten hat. Erstaunlich, oder?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=1670#comment-10566</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2014 08:57:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=1670#comment-10566</guid>
		<description><![CDATA[@Vogel (3): Tatsächlich interessiert mich nicht jede Geschichte, mit über 7 x 10⁹ wäre ich auch überfordert. Das ist aber ein guter Hinweis auf die Wirklichkeit: Die &lt;em&gt;Gatekeeper&lt;/em&gt;&#174; dampfen das zu einer einzigen ein, so geht bei denen nämlich &lt;em&gt;demokratischer Pluralismus&lt;/em&gt;&#174;. In der Tat ist die Vielfalt der Geschichten ein Anzeichen für Demokratie - das ist gefährlich für die Herrschaft.

]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Vogel (3): Tatsächlich interessiert mich nicht jede Geschichte, mit über 7 x 10⁹ wäre ich auch überfordert. Das ist aber ein guter Hinweis auf die Wirklichkeit: Die <em>Gatekeeper</em>&reg; dampfen das zu einer einzigen ein, so geht bei denen nämlich <em>demokratischer Pluralismus</em>&reg;. In der Tat ist die Vielfalt der Geschichten ein Anzeichen für Demokratie &#8211; das ist gefährlich für die Herrschaft.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Revolutinho</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=1670#comment-10563</link>
		<dc:creator>Revolutinho</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2014 08:26:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=1670#comment-10563</guid>
		<description><![CDATA[@ Brissante #2: Danke für das Zitat vom NYT-Herausgeber.
Ist ja immer schön, wenn Klartext gesprochen wird. Aber die Journalisten sollten sich immer etwas Freiraum erarbeiten können oder zumindest mit Hinweisen die Leser zum selber nachdenken anregen.

@ Vogel #4: Geht es hier darum, wie Altkanzler Schmidt BB-Präsi Tiedtmeier wegen seiner Einwände gegen den Euro in der Zeit abgebürstet hat?


Der Freitag ist vielleicht noch ein Lichtblick in der Zeitungslandschaft. Die lassen die Betroffenen erzählen, jetzt z.B. wie schwierig der Alltag in den Kriegsgebieten ist. Vor ca. einem Jahr wurde hier auch eine Debatte über das Überleben der Zunft angeregt. Aber das Bezahlen per Mausklick entwickelt sich ja nicht und wer kennt schon den Freitag? Von daher brauchen wir uns über den Untergang der Printmedien ja auch nicht wundern.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Brissante #2: Danke für das Zitat vom NYT-Herausgeber.<br />
Ist ja immer schön, wenn Klartext gesprochen wird. Aber die Journalisten sollten sich immer etwas Freiraum erarbeiten können oder zumindest mit Hinweisen die Leser zum selber nachdenken anregen.</p>
<p>@ Vogel #4: Geht es hier darum, wie Altkanzler Schmidt BB-Präsi Tiedtmeier wegen seiner Einwände gegen den Euro in der Zeit abgebürstet hat?</p>
<p>Der Freitag ist vielleicht noch ein Lichtblick in der Zeitungslandschaft. Die lassen die Betroffenen erzählen, jetzt z.B. wie schwierig der Alltag in den Kriegsgebieten ist. Vor ca. einem Jahr wurde hier auch eine Debatte über das Überleben der Zunft angeregt. Aber das Bezahlen per Mausklick entwickelt sich ja nicht und wer kennt schon den Freitag? Von daher brauchen wir uns über den Untergang der Printmedien ja auch nicht wundern.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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