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	<title>Kommentare zu: SPD: Kleine Geschichte eines großen Verrats</title>
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	<description>Keine Herren, keine Sklaven!</description>
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		<title>Von: Wal B.</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=13571#comment-102282</link>
		<dc:creator>Wal B.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2020 06:58:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&lt;i&gt; &quot;seit 1914 verbrannte Corporate Identity&quot; der SPD?&lt;/i&gt;
Die Daten sagen es anders:
Wahlergebnis SPD 1912 = 34,8%. 
In der Revolution von 1918 stellten Sozialdemokraten fast überall die Mehrheit in den lokalen Räten. 1919 erzielte die SPD 37,9% der Wählerstimmen. Von da an gings bergab (März 1933 = 18,3%).
Den Höhepunkt der SPD in der BRD brachten die „Willy-Wahlen“ 1972 mit 45,8 %.
Die Entwicklung der Gewerkschaften verlief parallel:
1913 gab es rund 3 Millionen Gewerkschaftsmitglieder. 1919 waren es 4,8 Millionen. Von da an sanken die Mitgliederzahlen. In der großen Krise verloren die Gewerkschaften mehr als ein Viertel ihrer Mitglieder. 
Nach dem Krieg  lag der der gewerkschaftliche Organisierungsgrad 1952 bei über 40% und sank seither kontinuierlich bis auf derzeit rund 15%.
Die Sozialdemokratie wird nicht durch Krieg oder Revolution geschwächt, sondern durch Wirtschaftskrise.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i> &#8220;seit 1914 verbrannte Corporate Identity&#8221; der SPD?</i><br />
Die Daten sagen es anders:<br />
Wahlergebnis SPD 1912 = 34,8%.<br />
In der Revolution von 1918 stellten Sozialdemokraten fast überall die Mehrheit in den lokalen Räten. 1919 erzielte die SPD 37,9% der Wählerstimmen. Von da an gings bergab (März 1933 = 18,3%).<br />
Den Höhepunkt der SPD in der BRD brachten die „Willy-Wahlen“ 1972 mit 45,8 %.<br />
Die Entwicklung der Gewerkschaften verlief parallel:<br />
1913 gab es rund 3 Millionen Gewerkschaftsmitglieder. 1919 waren es 4,8 Millionen. Von da an sanken die Mitgliederzahlen. In der großen Krise verloren die Gewerkschaften mehr als ein Viertel ihrer Mitglieder.<br />
Nach dem Krieg  lag der der gewerkschaftliche Organisierungsgrad 1952 bei über 40% und sank seither kontinuierlich bis auf derzeit rund 15%.<br />
Die Sozialdemokratie wird nicht durch Krieg oder Revolution geschwächt, sondern durch Wirtschaftskrise.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: BerndH60</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=13571#comment-102272</link>
		<dc:creator>BerndH60</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2020 19:11:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@7:
Tja,so ist das nun mal, wenn man aus Dummheit Chancen nicht erkennt. 
Während das Zentrum und die Deutschliberalen nach WK2 schlau genug waren, wenigstens die Namen zu ändern, mussten die Sozis ja unbedingt unter ihrer seit 1914 verbrannten Corporate Identity weiter machen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@7:<br />
Tja,so ist das nun mal, wenn man aus Dummheit Chancen nicht erkennt.<br />
Während das Zentrum und die Deutschliberalen nach WK2 schlau genug waren, wenigstens die Namen zu ändern, mussten die Sozis ja unbedingt unter ihrer seit 1914 verbrannten Corporate Identity weiter machen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=13571#comment-102269</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2020 16:41:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nein, sie hat die Grundsätze ja nicht geändert, sondern in jeder Konsequenz dagegen verstoßen, während sie gültig waren. Immer, bis heute und egal, was im Programm steht. Das ist ein Muster bei den Sozen und keineswegs zufällig. Wer daran glaubt? Die Mitglieder, Stammwähler und Hobbypublizisten, die mir mit ihrem Gewäsch von Wollen und &#039;Richtigen am Ruder&#039; auf den Sack gehen.

Die Bibel, ach so. Dann muss es ja stimmen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, sie hat die Grundsätze ja nicht geändert, sondern in jeder Konsequenz dagegen verstoßen, während sie gültig waren. Immer, bis heute und egal, was im Programm steht. Das ist ein Muster bei den Sozen und keineswegs zufällig. Wer daran glaubt? Die Mitglieder, Stammwähler und Hobbypublizisten, die mir mit ihrem Gewäsch von Wollen und &#8216;Richtigen am Ruder&#8217; auf den Sack gehen.</p>
<p>Die Bibel, ach so. Dann muss es ja stimmen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wal B.</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=13571#comment-102268</link>
		<dc:creator>Wal B.</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2020 16:24:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Du sagst: Die Partei &quot;verriet&quot; ihre Grundsätze. Ich sage, sie änderte sie.
Hinzu kommt: Wer glaubt schon an Programme/Absichten?
Nicht die Programme zählen, sondern die Taten. 
Das sagt schon die Bibel.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du sagst: Die Partei &#8220;verriet&#8221; ihre Grundsätze. Ich sage, sie änderte sie.<br />
Hinzu kommt: Wer glaubt schon an Programme/Absichten?<br />
Nicht die Programme zählen, sondern die Taten.<br />
Das sagt schon die Bibel.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=13571#comment-102267</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2020 15:14:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://feynsinn.org/?p=13571#comment-102267</guid>
		<description><![CDATA[Ich halte nichts vom aneinander vorbei Reden. Es ist hier eine Institution (Partei), die strukturbedingt ihre programmatischen Grundsätze verrät. Ob jemand sich für heute für wen hält und morgen für etwas anderes, ist nicht mein Thema.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich halte nichts vom aneinander vorbei Reden. Es ist hier eine Institution (Partei), die strukturbedingt ihre programmatischen Grundsätze verrät. Ob jemand sich für heute für wen hält und morgen für etwas anderes, ist nicht mein Thema.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wal B.</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=13571#comment-102266</link>
		<dc:creator>Wal B.</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2020 14:04:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mit 15 war ich religiös und wollte ins Kloster gehen, bin aber mit 22 aus der Kirche ausgetreten. Mit 25 war ich Maoist und fühlte mich als Teil der Avantgarde. Mit 28 war ich Beamter, schwor einen Eid auf das Grundgesetz, weigerte mich aber gegenüber dem Dienstherrn, zur Mitgliedschaft im KBW Auskunft zu geben. Weil Kommunist wurde ich aus zwei DGB-Gewerkschaften geworfen. 
Aus Sicht der Kirche bin ich ein Verräter. Aus Sicht der Maoisten bin ich ein Verräter. Aus Sicht des Bezirkspräsidenten von Köln bin ich ein Verräter. Aus Sicht der Gewerkschaftsbürokratie bin ich ein Verräter. Ich halte nichts von dem Verratsvorwurf.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mit 15 war ich religiös und wollte ins Kloster gehen, bin aber mit 22 aus der Kirche ausgetreten. Mit 25 war ich Maoist und fühlte mich als Teil der Avantgarde. Mit 28 war ich Beamter, schwor einen Eid auf das Grundgesetz, weigerte mich aber gegenüber dem Dienstherrn, zur Mitgliedschaft im KBW Auskunft zu geben. Weil Kommunist wurde ich aus zwei DGB-Gewerkschaften geworfen.<br />
Aus Sicht der Kirche bin ich ein Verräter. Aus Sicht der Maoisten bin ich ein Verräter. Aus Sicht des Bezirkspräsidenten von Köln bin ich ein Verräter. Aus Sicht der Gewerkschaftsbürokratie bin ich ein Verräter. Ich halte nichts von dem Verratsvorwurf.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: altautonomer</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=13571#comment-102265</link>
		<dc:creator>altautonomer</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2020 12:40:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[flatter: Bezogen auf die SPD hast Du das schon mal einfacher formuliert: &quot;Versprechen ist das Gegenteil von Halten.&quot;]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>flatter: Bezogen auf die SPD hast Du das schon mal einfacher formuliert: &#8220;Versprechen ist das Gegenteil von Halten.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=13571#comment-102264</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2020 10:57:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&lt;i&gt;Dass sich die Sozialdemokraten über die Grenzen ihrer Korrumpierbarkeit »zerfleischen« würden, nimmt die Parteilinke Hilde Mattheis nicht an – »wäre auch ein blödes Bild, wenn wir das mit Tönnies in Verbindung bringen«.&lt;/i&gt;

Genauer &lt;a href=&quot;https://www.jungewelt.de/artikel/381541.nachschlag-echt-und-billig.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;nachlesen&lt;/a&gt; kann man das erst am Montag, aber es gibt auch so schon ein schönes Bild. Wobei das ja gar nicht der Punkt ist, nur dessen Konsequenz.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Dass sich die Sozialdemokraten über die Grenzen ihrer Korrumpierbarkeit »zerfleischen« würden, nimmt die Parteilinke Hilde Mattheis nicht an – »wäre auch ein blödes Bild, wenn wir das mit Tönnies in Verbindung bringen«.</i></p>
<p>Genauer <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/381541.nachschlag-echt-und-billig.html" rel="nofollow">nachlesen</a> kann man das erst am Montag, aber es gibt auch so schon ein schönes Bild. Wobei das ja gar nicht der Punkt ist, nur dessen Konsequenz.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=13571#comment-102263</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2020 09:42:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Du pflegst eine kapriziöse Lesart, die in diesem Fall auf einer falschen Definition beruht. Falsch, weil sie evident nicht auf den Text passt, an dem sie angelegt wird. Falsch auch deshalb, weil sie verkürzt ist.
&quot;Verrat&quot; ist nicht ein Delikt, das durch ein Gerichtsurteil festgestellt wird. Es ist vielmehr ein Verhältnis, das aufgrund ganz unterschiedlicher Kriterien festgestellt werden kann. Hier vor allem Verrat nicht vorrangig an jemandem, sonern an etwas, nämlich den niedergeschriebenen Grundsätzen. Die Frage ist also: Wie kommt es dazu, dass die Tat scheinbar immer von der Absicht abweicht? 
&quot;&lt;em&gt;Der ständige linke Vorwurf des Verrats durch die Sozialdemokraten hat als Grundlage den Vorwurf, dass die Sozialdemokratie ist, wie sie ist, und beinhaltet die Hoffnung, dass die Sozialdemokraten doch anders sein sollen&lt;/em&gt; ...&quot;
Keine Anhnung, ich kenne keinen &quot;linken Vorwurf&quot;. Was mich anbetrifft, ist es absurd, das zu behaupten, schreibe ich doch eben &quot;ständig&quot; das Gegenteil und verweise auch im obigen Text auf den immanenten Widerspruch, dem der Verrat bereits innewohnt. Dass es dennoch der Entscheidung bedarf, ihn zu exekutieren, lässt sich aber nicht leugnen. Es bleibt daher erstaunlich, dass sich nicht nur welche finden, die es tun, sondern dass sie willig zum Äußersten gehen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du pflegst eine kapriziöse Lesart, die in diesem Fall auf einer falschen Definition beruht. Falsch, weil sie evident nicht auf den Text passt, an dem sie angelegt wird. Falsch auch deshalb, weil sie verkürzt ist.<br />
&#8220;Verrat&#8221; ist nicht ein Delikt, das durch ein Gerichtsurteil festgestellt wird. Es ist vielmehr ein Verhältnis, das aufgrund ganz unterschiedlicher Kriterien festgestellt werden kann. Hier vor allem Verrat nicht vorrangig an jemandem, sonern an etwas, nämlich den niedergeschriebenen Grundsätzen. Die Frage ist also: Wie kommt es dazu, dass die Tat scheinbar immer von der Absicht abweicht?<br />
&#8220;<em>Der ständige linke Vorwurf des Verrats durch die Sozialdemokraten hat als Grundlage den Vorwurf, dass die Sozialdemokratie ist, wie sie ist, und beinhaltet die Hoffnung, dass die Sozialdemokraten doch anders sein sollen</em> &#8230;&#8221;<br />
Keine Anhnung, ich kenne keinen &#8220;linken Vorwurf&#8221;. Was mich anbetrifft, ist es absurd, das zu behaupten, schreibe ich doch eben &#8220;ständig&#8221; das Gegenteil und verweise auch im obigen Text auf den immanenten Widerspruch, dem der Verrat bereits innewohnt. Dass es dennoch der Entscheidung bedarf, ihn zu exekutieren, lässt sich aber nicht leugnen. Es bleibt daher erstaunlich, dass sich nicht nur welche finden, die es tun, sondern dass sie willig zum Äußersten gehen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wal B.</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=13571#comment-102262</link>
		<dc:creator>Wal B.</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2020 09:20:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://feynsinn.org/?p=13571#comment-102262</guid>
		<description><![CDATA[&lt;i&gt;Verrat = „Bruch eines Vertrauensverhältnisses, Zerstörung des Vertrauens durch eine Handlungsweise, mit der jemand hintergangen, getäuscht, betrogen o. Ä. wird...&quot; (Duden).&lt;/i&gt;
Ich sehe in dieser geschichtlichen Abfolge keinen Verrat. Es wurde niemand hintergangen, getäuscht oder betrogen. Ja, die Sozis sind von ihren ursprünglichen Ansichten abgegangen, das kann man bedauern und das sollte man verstehen lernen. 
Die Anklage „Verrat“ ist bestenfalls moralisch, schlimmstenfalls stalinistisch, wo „Verräter“ gemobbed oder gar hingerichtet wurden, nur weil sie ihre Einsichten und Ansichten geändert hatten.
&lt;i&gt;&quot;Der eigentümliche Charakter der Sozial-Demokratie fasst sich dahin zusammen, dass demokratisch-republikanische Institutionen als Mittel verlangt werden, nicht um zwei Extreme, Kapital und Lohnarbeit, beide aufzuheben, sondern um ihren Gegensatz abzuschwächen und in Harmonie zu verwandeln.&quot; KarlMarx, Der 18. Brumaire des Louis Bonaparte, MEW 8, 141&lt;/i&gt;
Der ständige linke Vorwurf des Verrats durch die Sozialdemokraten hat als Grundlage den Vorwurf, dass die Sozialdemokratie ist, wie sie ist, und beinhaltet die Hoffnung, dass die Sozialdemokraten doch anders sein sollen, damit sie für die Lohnarbeiter und für uns alle, doch das Erlösungswerk tun können, mit dem die Macht des Kapitals gebrochen, jedem Krieg eine Absage erteilt, Armut und Arbeitslosigkeit beseitigt werde und wir zu sorgenlosen und fleißigen Lohnarbeitern werden, die sich außer um ihre Arbeit und ihre Familien um nichts mehr zu kümmern brauchen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Verrat = „Bruch eines Vertrauensverhältnisses, Zerstörung des Vertrauens durch eine Handlungsweise, mit der jemand hintergangen, getäuscht, betrogen o. Ä. wird&#8230;&#8221; (Duden).</i><br />
Ich sehe in dieser geschichtlichen Abfolge keinen Verrat. Es wurde niemand hintergangen, getäuscht oder betrogen. Ja, die Sozis sind von ihren ursprünglichen Ansichten abgegangen, das kann man bedauern und das sollte man verstehen lernen.<br />
Die Anklage „Verrat“ ist bestenfalls moralisch, schlimmstenfalls stalinistisch, wo „Verräter“ gemobbed oder gar hingerichtet wurden, nur weil sie ihre Einsichten und Ansichten geändert hatten.<br />
<i>&#8220;Der eigentümliche Charakter der Sozial-Demokratie fasst sich dahin zusammen, dass demokratisch-republikanische Institutionen als Mittel verlangt werden, nicht um zwei Extreme, Kapital und Lohnarbeit, beide aufzuheben, sondern um ihren Gegensatz abzuschwächen und in Harmonie zu verwandeln.&#8221; KarlMarx, Der 18. Brumaire des Louis Bonaparte, MEW 8, 141</i><br />
Der ständige linke Vorwurf des Verrats durch die Sozialdemokraten hat als Grundlage den Vorwurf, dass die Sozialdemokratie ist, wie sie ist, und beinhaltet die Hoffnung, dass die Sozialdemokraten doch anders sein sollen, damit sie für die Lohnarbeiter und für uns alle, doch das Erlösungswerk tun können, mit dem die Macht des Kapitals gebrochen, jedem Krieg eine Absage erteilt, Armut und Arbeitslosigkeit beseitigt werde und wir zu sorgenlosen und fleißigen Lohnarbeitern werden, die sich außer um ihre Arbeit und ihre Familien um nichts mehr zu kümmern brauchen.</p>
]]></content:encoded>
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