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	<title>Kommentare zu: Reimsprechgesangsfingerübung</title>
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	<description>Keine Herren, keine Sklaven!</description>
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		<title>Von: oblomow</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=1067#comment-5121</link>
		<dc:creator>oblomow</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2014 23:49:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Jetzt auch noch gedichte - fein und die gelegenheit ergreife ich hier mal Rolf Dieter Brinkmann unterzubringen, zu erinnern - als anregung - vielleicht (nix für ungut, mir war grad danach).

&quot;Ich bin keineswegs der gängigen ansicht, dass das gedicht heute nur noch ein abfallprodukt sein kann, wenn es auch meiner ansicht nach nur das an material aufnehmen kann, was wirklich alltäglich abfällt. Ich denke, dass das gedicht die geeignetste form ist, spontan erfasste vorgänge und bewegungen, eine nur in einem augenblick sich deutlich zeigende empfindlichkeit konkret als snap-shot festzuhalten. ... Häufig höre ich von leuten, ..., dass dies nun eigentlich keine gedichte mehr seien ... Sie sagen, das hier sei ja alles einfach, man könne es ja verstehen, und das wiederum macht ihnen meine gedichte unverständlich. Diesen vorgang finde ich witzig. Was soll man da machen? Das Klischee, die ganze abstrakte vorstellung vom &quot;eigentlichen&quot; gedicht noch einmal aufdecken? Es gibt kein anderes material als das, was allen zugänglich ist und womit jeder alltäglich umgeht, was man aufnimmt, wenn man aus dem fenster guckt, auf der straße steht, an einem schaufenster vorbeigeht ... Man muss vergessen, dass es so etwas wie kunst gibt! Und einfach anfangen.&quot; (RDB, Die Piloten, Notiz, 1968)

und dazu ein gedicht:


Zwischen den Zeilen

Zwischen
den Zeilen
steht nichts
geschrieben.

Jedes Wort 
ist schwarz
auf weiß
nachprüfbar.



Na, und dieses hier noch:

Schnee

Schnee: wer
dieses Wort zu Ende
denken könnte
bis dahin
wo es sich auflöst
und wieder zu Wasser wird

das die Wege aufweicht
und den Himmel in
einer schwarzen

blanken Pfütze
spiegelt, als wär er
aus nichtrostendem Stahl

und bliebe
unverändert blau.

(beide aus: Le Chant du Monde, 1963-64)

Gedichte &quot;klingen&quot; - laut, leise und still gelesen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt auch noch gedichte &#8211; fein und die gelegenheit ergreife ich hier mal Rolf Dieter Brinkmann unterzubringen, zu erinnern &#8211; als anregung &#8211; vielleicht (nix für ungut, mir war grad danach).</p>
<p>&#8220;Ich bin keineswegs der gängigen ansicht, dass das gedicht heute nur noch ein abfallprodukt sein kann, wenn es auch meiner ansicht nach nur das an material aufnehmen kann, was wirklich alltäglich abfällt. Ich denke, dass das gedicht die geeignetste form ist, spontan erfasste vorgänge und bewegungen, eine nur in einem augenblick sich deutlich zeigende empfindlichkeit konkret als snap-shot festzuhalten. &#8230; Häufig höre ich von leuten, &#8230;, dass dies nun eigentlich keine gedichte mehr seien &#8230; Sie sagen, das hier sei ja alles einfach, man könne es ja verstehen, und das wiederum macht ihnen meine gedichte unverständlich. Diesen vorgang finde ich witzig. Was soll man da machen? Das Klischee, die ganze abstrakte vorstellung vom &#8220;eigentlichen&#8221; gedicht noch einmal aufdecken? Es gibt kein anderes material als das, was allen zugänglich ist und womit jeder alltäglich umgeht, was man aufnimmt, wenn man aus dem fenster guckt, auf der straße steht, an einem schaufenster vorbeigeht &#8230; Man muss vergessen, dass es so etwas wie kunst gibt! Und einfach anfangen.&#8221; (RDB, Die Piloten, Notiz, 1968)</p>
<p>und dazu ein gedicht:</p>
<p>Zwischen den Zeilen</p>
<p>Zwischen<br />
den Zeilen<br />
steht nichts<br />
geschrieben.</p>
<p>Jedes Wort<br />
ist schwarz<br />
auf weiß<br />
nachprüfbar.</p>
<p>Na, und dieses hier noch:</p>
<p>Schnee</p>
<p>Schnee: wer<br />
dieses Wort zu Ende<br />
denken könnte<br />
bis dahin<br />
wo es sich auflöst<br />
und wieder zu Wasser wird</p>
<p>das die Wege aufweicht<br />
und den Himmel in<br />
einer schwarzen</p>
<p>blanken Pfütze<br />
spiegelt, als wär er<br />
aus nichtrostendem Stahl</p>
<p>und bliebe<br />
unverändert blau.</p>
<p>(beide aus: Le Chant du Monde, 1963-64)</p>
<p>Gedichte &#8220;klingen&#8221; &#8211; laut, leise und still gelesen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=1067#comment-5113</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2014 20:09:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Lies es halt laut und rhythmisch ;-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lies es halt laut und rhythmisch ;-)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred Peters</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=1067#comment-5108</link>
		<dc:creator>Manfred Peters</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2014 17:22:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&lt;b&gt;&lt;a href=&quot;http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/einen-antrag-auf-erteilung&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt; Gibt es auch eine vertonte Version? &lt;/a&gt;&lt;/b&gt;]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><b><a href="http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/einen-antrag-auf-erteilung" rel="nofollow"> Gibt es auch eine vertonte Version? </a></b></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=1067#comment-5101</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2014 14:24:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Danke. :-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke. :-)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: HAL9000</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=1067#comment-5097</link>
		<dc:creator>HAL9000</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2014 13:10:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ööööhmmm...
*g*
pffff...
ääääähhh...

Es wäre wirklich schade, wenn an dieser Stelle kein würdigender Kommentar stünde. Deshalb erbarme ich mich, versuche etwas Sinnstiftendes zu Tastatur zu bringen:

Die deutsche Sprache ist schon recht geil, Digga!
Like it!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ööööhmmm&#8230;<br />
*g*<br />
pffff&#8230;<br />
ääääähhh&#8230;</p>
<p>Es wäre wirklich schade, wenn an dieser Stelle kein würdigender Kommentar stünde. Deshalb erbarme ich mich, versuche etwas Sinnstiftendes zu Tastatur zu bringen:</p>
<p>Die deutsche Sprache ist schon recht geil, Digga!<br />
Like it!</p>
]]></content:encoded>
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