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	<title>Kommentare zu: Neoliberal, rechts, autoritär</title>
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	<description>Keine Herren, keine Sklaven!</description>
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		<title>Von: Peinhart</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=10360#comment-81367</link>
		<dc:creator>Peinhart</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2018 18:25:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Noch einer zum Thema &lt;a href=&quot;https://braveneweurope.com/eric-fassin-the-neo-fascist-moment-of-neoliberalism&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;The neo-fascist moment of neoliberalism&lt;/a&gt;. Money quote: &quot;There is nothing funny about neoliberalism: economics is too important to be left to the people. Democracy, however, is worth a good laugh.&quot;]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Noch einer zum Thema <a href="https://braveneweurope.com/eric-fassin-the-neo-fascist-moment-of-neoliberalism" rel="nofollow">The neo-fascist moment of neoliberalism</a>. Money quote: &#8220;There is nothing funny about neoliberalism: economics is too important to be left to the people. Democracy, however, is worth a good laugh.&#8221;</p>
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		<title>Von: tux.</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=10360#comment-81364</link>
		<dc:creator>tux.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2018 16:31:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Apropos Helden: &lt;a href=&quot;https://www.buzzfeed.com/de/karstenschmehl/bundeswehr-plakate-gamescom-koeln-multiplayer-at-its-best&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Friendly Fire!&lt;/a&gt;]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Apropos Helden: <a href="https://www.buzzfeed.com/de/karstenschmehl/bundeswehr-plakate-gamescom-koeln-multiplayer-at-its-best" rel="nofollow">Friendly Fire!</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=10360#comment-81363</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2018 13:40:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich bin da jetzt mal durchgeflogen. Zwo kurze Eindrücke:
- Es gibt wie immer Fanboys, die ihre &#039;Helden&#039; auch dannn noch verehren, wenn die Scheiße labern. Daher mein immerwährendes Insistieren auf &lt;em&gt;Texte&lt;/em&gt; und deren Lektüre, anstatt Autoren zu labeln.
- Es ist nicht das erste Beispiel dafür, dass einer die (teils geniale) Analyse verlässt und auf dem Weg in vermeintliche Praxis bescheuerte Vorschläge macht.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin da jetzt mal durchgeflogen. Zwo kurze Eindrücke:<br />
- Es gibt wie immer Fanboys, die ihre &#8216;Helden&#8217; auch dannn noch verehren, wenn die Scheiße labern. Daher mein immerwährendes Insistieren auf <em>Texte</em> und deren Lektüre, anstatt Autoren zu labeln.<br />
- Es ist nicht das erste Beispiel dafür, dass einer die (teils geniale) Analyse verlässt und auf dem Weg in vermeintliche Praxis bescheuerte Vorschläge macht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: oblomow</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=10360#comment-81361</link>
		<dc:creator>oblomow</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2018 11:19:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nicht mehr bei &lt;a href=&quot;https://oxiblog.de/syriza-kein-verrat-sondern-verantwortliche-politik-griechenland-euro-krisenpolitik/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Tro(o)st&lt;/a&gt;: &quot;Innerhalb der gegebenen Rahmenbedingungen Kompromisse zu schließen, zugleich aber seinen langfristigen Zielen treu zu bleiben, ist ein schwieriger Spagat, den die Linkspartei hierzulande aus Regierungsbeteiligungen in den Ländern und auf kommunaler Ebene kennt. Unter begrenzten Spielräumen konkrete Politik zu machen, ist jedenfalls kein Verrat, sondern verantwortliche Politik.&quot;

Na endlich: INL = Initiative Neoliberale Linke (euphemistisch natürlich N = Neue, das nebelt so schön - siehe auch New Labour/Blair oder Neue Mitte/Schröder, auch da lese man neoliberal, dann passt das).

Und wegen des mannes mit der &quot;werkzeugkiste&quot;: &quot;dass man diesen ort der wahrheitsbildung (...) einfach sich selbst überlassen muss, mit sowenig interventionen wie möglich, gerade damit er sowohl seine wahrheit formulieren und sie der regierungspraxis als regel und norm vorschlagen kann. Dieser ort der wahrheit ist (...) der markt.&quot; 

„ … the problem is to estimate an optimal distance between a decision taken and the individual concerned, so that the individual has a voice in the matter and so that the decision is intelligible to him. At the same time, it is important to be able to adapt to his situation without having to pass through an inextricable maze of regulations.“ (Foucault)

Der markt als prinzip der &quot;veridiktion&quot;: Foucault &quot;fasst ihn als eine abwesende Gottheit, nicht anders als Hayek, Stigler, Friedman oder Buchanan. (...) als den archimedischen Punkt, der eine Kritik der autokratischen Staatsmacht ermöglicht.&quot; (Mirowski)

Drei links:

 &lt;a href=&quot;https://www.jacobinmag.com/2014/12/michel-foucault-responsibility-socialist/#_ftnref1&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Foucault’s Responsibility&lt;/a&gt;

&lt;a href=&quot;https://www.jacobinmag.com/2014/12/foucault-interview/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Can We Criticize Foucault?&lt;/a&gt;

&lt;a href=&quot;https://www.nzz.ch/feuilleton/foucault-ein-neoliberaler-ld.1376702&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Foucault ein Neoliberaler?&lt;/a&gt; Dort unter dem gleichen datum auch ein interview mit Francois Ewald.

Nichts gegen Foucaults &quot;werkzeugkiste&quot;, allein schon dieses einen satzes wegen: &quot;Vieles, was ich getan habe, war mir lange Zeit selbst nicht ganz klar.&quot; Und wenn gar nichts mehr weiterhilft, kein argument, keine &#039;vernunft&#039;, dann, ja dann, bleibt als letzte form des widersetzens, mit Foucault gesprochen: der schrei der unvernunft - prost.

»Tröste Dich«, versetzte Münchhausen, »es ist immer besser, daß uns die Leute ›garnicht‹ verstehen; wie leicht könnten sie uns ›mißverstehen‹ und uns für politische Revolutionäre halten und uns ins Gefängnis sperren lassen.« (Scheerbart)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht mehr bei <a href="https://oxiblog.de/syriza-kein-verrat-sondern-verantwortliche-politik-griechenland-euro-krisenpolitik/" rel="nofollow">Tro(o)st</a>: &#8220;Innerhalb der gegebenen Rahmenbedingungen Kompromisse zu schließen, zugleich aber seinen langfristigen Zielen treu zu bleiben, ist ein schwieriger Spagat, den die Linkspartei hierzulande aus Regierungsbeteiligungen in den Ländern und auf kommunaler Ebene kennt. Unter begrenzten Spielräumen konkrete Politik zu machen, ist jedenfalls kein Verrat, sondern verantwortliche Politik.&#8221;</p>
<p>Na endlich: INL = Initiative Neoliberale Linke (euphemistisch natürlich N = Neue, das nebelt so schön &#8211; siehe auch New Labour/Blair oder Neue Mitte/Schröder, auch da lese man neoliberal, dann passt das).</p>
<p>Und wegen des mannes mit der &#8220;werkzeugkiste&#8221;: &#8220;dass man diesen ort der wahrheitsbildung (&#8230;) einfach sich selbst überlassen muss, mit sowenig interventionen wie möglich, gerade damit er sowohl seine wahrheit formulieren und sie der regierungspraxis als regel und norm vorschlagen kann. Dieser ort der wahrheit ist (&#8230;) der markt.&#8221; </p>
<p>„ … the problem is to estimate an optimal distance between a decision taken and the individual concerned, so that the individual has a voice in the matter and so that the decision is intelligible to him. At the same time, it is important to be able to adapt to his situation without having to pass through an inextricable maze of regulations.“ (Foucault)</p>
<p>Der markt als prinzip der &#8220;veridiktion&#8221;: Foucault &#8220;fasst ihn als eine abwesende Gottheit, nicht anders als Hayek, Stigler, Friedman oder Buchanan. (&#8230;) als den archimedischen Punkt, der eine Kritik der autokratischen Staatsmacht ermöglicht.&#8221; (Mirowski)</p>
<p>Drei links:</p>
<p> <a href="https://www.jacobinmag.com/2014/12/michel-foucault-responsibility-socialist/#_ftnref1" rel="nofollow">Foucault’s Responsibility</a></p>
<p><a href="https://www.jacobinmag.com/2014/12/foucault-interview/" rel="nofollow">Can We Criticize Foucault?</a></p>
<p><a href="https://www.nzz.ch/feuilleton/foucault-ein-neoliberaler-ld.1376702" rel="nofollow">Foucault ein Neoliberaler?</a> Dort unter dem gleichen datum auch ein interview mit Francois Ewald.</p>
<p>Nichts gegen Foucaults &#8220;werkzeugkiste&#8221;, allein schon dieses einen satzes wegen: &#8220;Vieles, was ich getan habe, war mir lange Zeit selbst nicht ganz klar.&#8221; Und wenn gar nichts mehr weiterhilft, kein argument, keine &#8216;vernunft&#8217;, dann, ja dann, bleibt als letzte form des widersetzens, mit Foucault gesprochen: der schrei der unvernunft &#8211; prost.</p>
<p>»Tröste Dich«, versetzte Münchhausen, »es ist immer besser, daß uns die Leute ›garnicht‹ verstehen; wie leicht könnten sie uns ›mißverstehen‹ und uns für politische Revolutionäre halten und uns ins Gefängnis sperren lassen.« (Scheerbart)</p>
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	<item>
		<title>Von: Vogel</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=10360#comment-81155</link>
		<dc:creator>Vogel</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Aug 2018 09:41:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hayek: &lt;i&gt;&quot;Das bedeutet nicht weniger als dass das ganze Bildungs- und Erziehungswesen in den Dienst der guten Sache einer Markt-Ökonomie einzuspannen ist.&quot;&lt;/i&gt; &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Center_for_Excellence_in_Education&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Beispiel&lt;/a&gt; Das geht vom Kindergarten an, schließt Lehrer und Eltern ein, 28 Bundesstaaten der US hängen bereits an der Angel, 26 sollen schon feste Verträge mit dem CEE haben (Link leider verbaselt, wenn&#039;s einer kennt, bitte her damit, Danke): Alles wird auf Mehnschtriem gepolt!

Btw.: Entweder sind die betreffenden Intellektuellen in Politik und Meinung nich intellektuell – die merken nix – oder es sind die gleichen Gangster. Zutreffendes bitte ankreuzen.

Nachtrach: Worte unserer Zeit: &quot;wertebasiert&quot; und &quot;regelbasiert&quot; (&quot;marktkonform&quot; iss ja schon Geschicht und damit Tatsache, gell!)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hayek: <i>&#8220;Das bedeutet nicht weniger als dass das ganze Bildungs- und Erziehungswesen in den Dienst der guten Sache einer Markt-Ökonomie einzuspannen ist.&#8221;</i> <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Center_for_Excellence_in_Education" rel="nofollow">Beispiel</a> Das geht vom Kindergarten an, schließt Lehrer und Eltern ein, 28 Bundesstaaten der US hängen bereits an der Angel, 26 sollen schon feste Verträge mit dem CEE haben (Link leider verbaselt, wenn&#8217;s einer kennt, bitte her damit, Danke): Alles wird auf Mehnschtriem gepolt!</p>
<p>Btw.: Entweder sind die betreffenden Intellektuellen in Politik und Meinung nich intellektuell – die merken nix – oder es sind die gleichen Gangster. Zutreffendes bitte ankreuzen.</p>
<p>Nachtrach: Worte unserer Zeit: &#8220;wertebasiert&#8221; und &#8220;regelbasiert&#8221; (&#8220;marktkonform&#8221; iss ja schon Geschicht und damit Tatsache, gell!)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: tux.</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=10360#comment-81096</link>
		<dc:creator>tux.</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Aug 2018 22:14:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich mache mir referenzierte Darlegungen selten in Gänze zueigen. Ich bin doch nicht bei der FAZ.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mache mir referenzierte Darlegungen selten in Gänze zueigen. Ich bin doch nicht bei der FAZ.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: flatter</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=10360#comment-81094</link>
		<dc:creator>flatter</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Aug 2018 22:10:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@oblomow/tux.:
Schon interessant, dass man mit Bezug auf einen religiösen Marktfanatiker wie Hayek &#039;kritisieren&#039; kann, dass ein &quot;Volk&quot;  &quot;erzogen&quot; werden solle. Dazu einmal mehr Foucault: &quot;&lt;em&gt;Das Absurde runiert das &#039;Und&#039; der Aufzählung&lt;/em&gt;&quot;.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@oblomow/tux.:<br />
Schon interessant, dass man mit Bezug auf einen religiösen Marktfanatiker wie Hayek &#8216;kritisieren&#8217; kann, dass ein &#8220;Volk&#8221;  &#8220;erzogen&#8221; werden solle. Dazu einmal mehr Foucault: &#8220;<em>Das Absurde runiert das &#8216;Und&#8217; der Aufzählung</em>&#8220;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Arbo</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=10360#comment-81093</link>
		<dc:creator>Arbo</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Aug 2018 21:12:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es ist ein paar Jahre her, aber da gab es einen Beitrag auf der &quot;Gegenblende&quot;, der in eine ähnliche Problematik thematisierte: Rohe Bürgerlichkeit und der Sozialstaat -&gt; http://gegenblende.dgb.de/++co++b4a826b6-d7fa-11e2-a40c-52540066f352

(Wenig später gab&#039;s dann auch auf den NDS - damals noch mit Wolfgang Lieb - ein längeres Interview: Der Ökonom als Menschenfeind? -&gt; https://www.nachdenkseiten.de/?p=19065 )]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein paar Jahre her, aber da gab es einen Beitrag auf der &#8220;Gegenblende&#8221;, der in eine ähnliche Problematik thematisierte: Rohe Bürgerlichkeit und der Sozialstaat -&gt; <a href="http://gegenblende.dgb.de/++co++b4a826b6-d7fa-11e2-a40c-52540066f352" rel="nofollow">http://gegenblende.dgb.de/++co++b4a826b6-d7fa-11e2-a40c-52540066f352</a></p>
<p>(Wenig später gab&#8217;s dann auch auf den NDS &#8211; damals noch mit Wolfgang Lieb &#8211; ein längeres Interview: Der Ökonom als Menschenfeind? -&gt; <a href="https://www.nachdenkseiten.de/?p=19065" rel="nofollow">https://www.nachdenkseiten.de/?p=19065</a> )</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: oblomow</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=10360#comment-81092</link>
		<dc:creator>oblomow</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Aug 2018 21:10:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://feynsinn.org/?p=10360#comment-81092</guid>
		<description><![CDATA[Anschließend an &quot;marktkonforme Demokratie&quot;: da da - und das ist gaga - eine &#039;bewegung in gründung&#039; an Ludwig Erhard &#039;anknüpfen&#039; möchte, erlaube ich mir mal: &quot;Wenn heute die »Soziale Marktwirtschaft« Ludwig Erhards explizit als Alternative zum Neoliberalismus ins Feld geführt wird, kann ein Studium der Geschichte des Neoliberalismus vor Verwirrungen bewahren. Gerhard Schwarz hat zu Recht daran erinnert, daß »Soziale Marktwirtschaft ... für ihn [Erhard] eine Verkaufsformel [war], die zum Ausdruck bringen sollte, daß die Marktwirtschaft sozial ist« (NZZ 1./2.1997, 21).&quot; Dazu aus der Anmerkung: &quot;Laut Michael Novak, Direktor des American Enterprise Institutes, hat Erhard den Begriff »soziale Marktwirtschaft« vor allem aus taktischen Gründen gewählt. Auf die Einwendung von Hayeks, daß es ein Fehler sei, dem Begriff Marktwirtschaft sozial beizufügen, habe er seinerzeit geantwortet: »Erhard gab ihm Recht, fügte aber hinzu, daß die Deutschen den freien Markt ohne das Wort &#039;sozial&#039; nicht annehmen würden« (Novak 1996). Besonders perfide wird die Geschichte der vermeintlich antifaschistischen Errungenschaft dieser »Sozialen Marktwirtschaft«, indem Milton Friedman dem chilenischen Diktator Pinochet neben dem Kampf gegen die Inflation eine »gesunde soziale Marktwirtschaft« anempfiehlt, die mit Hilfe einer »Schocktherapie« eingeführt werden soll (vgl. Friedman/Friedman 1998, 591-594, Appendix A: Briefwechsel Friedman/Pinochet).&quot; 

„Die neoliberale Formel für Demokratie besagt, daß sie nur geduldet ist, wenn sie die »Marktwirtschaft« nicht stört (vgl. Plehwe/Walpen 1998a, 378). Über diese Bedingung wachen wiederum die marktradikalen Intellektuellen und Eliten, die mit dem Verweis auf ihre quasi naturwissenschaftlichen Erkenntnisse und Einsichten, jeglichen Einwand mit ernster Miene zurückweisen. ... Zur Erinnerung an die neoliberale Agenda der Vergangenheit (und bei Bedarf Zukunft): Friedrich August von Hayek äußerte sich folgendermaßen über das chilenische Regime General Pinochets:

»Eine freie Gesellschaft benötigt eine bestimmte Moral, die sich letztlich auf die Erhaltung des Lebens beschränkt: nicht auf die Erhaltung allen Lebens, denn es könnte notwendig werden, das eine oder andere individuelle Leben zu opfern zugunsten der Rettung einer größeren Anzahl anderen Lebens. Die einzig gültigen moralischen Maßstäbe für die &#039;Kalkulation des Lebens&#039; können daher nur sein: das Privateigentum und der Vertrag.« (Interview mit von Hayek in: El Mercurio [Santiago de Chile], 19.4.1981; anläßlich der in diesem Jahr in Chile stattfindenden, regionalen MPS-Tagung)“

zu finden in Prokla 115/1999 - Plehwe/Walpen. 

Auch hier noch einmal der hinweis auf Mirowskis „Untote“: eine rezension bei: &lt;a href=&quot;http://stuetzle.cc/2016/01/aufgeblaettert-oekonom-und-ideologiekritiker-philip-mirowski-geht-der-kugelsicherheit-des-neoliberalismus-nach/#more-4034&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Ingo Stützle&lt;/a&gt;,  zwei lesbare findet man auch bei amazon und aus dem buch selbst, leider nur englisch: &lt;a href=&quot;http://www.the-utopian.org/post/53360513384/the-thirteen-commandments-of-neoliberalism&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Die Dreizehn Gebote des Neoliberalismus&lt;/a&gt;.  Ötsch wiederum scheint einer der wenigen ökonomen zu sein, die Mirowski im deutschen sprachraum aufgreifen, siehe etwa &lt;a href=&quot;https://www.google.com/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=13&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwjO9aiwoOXcAhVI46QKHd90BXMQFjAMegQIAhAC&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.wu.ac.at%2Ffileadmin%2Fwu%2Fd%2Fi%2Fwipaed%2Fkongresse%2Fwd4%2FUnterlagen%2Foetsch.pdf&amp;usg=AOvVaw1VZsnM5lw-dGzdrU7i7G88&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.

#2 Neolib Lucke (der missionar im schafspelz) und seine LKR: „Ziel der Partei ist die Stärkung der sozialen Marktwirtschaft im Sinne Ludwig Erhards durch Förderung von Leistung, Verantwortung und Schutz des Eigentums“. Lucke, von Mises, fehlt nur noch Hayek, hoppla, da ist er ja: &lt;a href=&quot;https://tuxproject.de/blog/2018/03/sieben-annahmen-zum-linkssein/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Sieben Annahmen zum Linkssein&lt;/a&gt; und dem dort unter sieben verlinkten artikel bei sciencefiles (aua), woselbst einem Hayek gleich mal ins gesicht springt - nee, nä?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Anschließend an &#8220;marktkonforme Demokratie&#8221;: da da &#8211; und das ist gaga &#8211; eine &#8216;bewegung in gründung&#8217; an Ludwig Erhard &#8216;anknüpfen&#8217; möchte, erlaube ich mir mal: &#8220;Wenn heute die »Soziale Marktwirtschaft« Ludwig Erhards explizit als Alternative zum Neoliberalismus ins Feld geführt wird, kann ein Studium der Geschichte des Neoliberalismus vor Verwirrungen bewahren. Gerhard Schwarz hat zu Recht daran erinnert, daß »Soziale Marktwirtschaft &#8230; für ihn [Erhard] eine Verkaufsformel [war], die zum Ausdruck bringen sollte, daß die Marktwirtschaft sozial ist« (NZZ 1./2.1997, 21).&#8221; Dazu aus der Anmerkung: &#8220;Laut Michael Novak, Direktor des American Enterprise Institutes, hat Erhard den Begriff »soziale Marktwirtschaft« vor allem aus taktischen Gründen gewählt. Auf die Einwendung von Hayeks, daß es ein Fehler sei, dem Begriff Marktwirtschaft sozial beizufügen, habe er seinerzeit geantwortet: »Erhard gab ihm Recht, fügte aber hinzu, daß die Deutschen den freien Markt ohne das Wort &#8216;sozial&#8217; nicht annehmen würden« (Novak 1996). Besonders perfide wird die Geschichte der vermeintlich antifaschistischen Errungenschaft dieser »Sozialen Marktwirtschaft«, indem Milton Friedman dem chilenischen Diktator Pinochet neben dem Kampf gegen die Inflation eine »gesunde soziale Marktwirtschaft« anempfiehlt, die mit Hilfe einer »Schocktherapie« eingeführt werden soll (vgl. Friedman/Friedman 1998, 591-594, Appendix A: Briefwechsel Friedman/Pinochet).&#8221; </p>
<p>„Die neoliberale Formel für Demokratie besagt, daß sie nur geduldet ist, wenn sie die »Marktwirtschaft« nicht stört (vgl. Plehwe/Walpen 1998a, 378). Über diese Bedingung wachen wiederum die marktradikalen Intellektuellen und Eliten, die mit dem Verweis auf ihre quasi naturwissenschaftlichen Erkenntnisse und Einsichten, jeglichen Einwand mit ernster Miene zurückweisen. &#8230; Zur Erinnerung an die neoliberale Agenda der Vergangenheit (und bei Bedarf Zukunft): Friedrich August von Hayek äußerte sich folgendermaßen über das chilenische Regime General Pinochets:</p>
<p>»Eine freie Gesellschaft benötigt eine bestimmte Moral, die sich letztlich auf die Erhaltung des Lebens beschränkt: nicht auf die Erhaltung allen Lebens, denn es könnte notwendig werden, das eine oder andere individuelle Leben zu opfern zugunsten der Rettung einer größeren Anzahl anderen Lebens. Die einzig gültigen moralischen Maßstäbe für die &#8216;Kalkulation des Lebens&#8217; können daher nur sein: das Privateigentum und der Vertrag.« (Interview mit von Hayek in: El Mercurio [Santiago de Chile], 19.4.1981; anläßlich der in diesem Jahr in Chile stattfindenden, regionalen MPS-Tagung)“</p>
<p>zu finden in Prokla 115/1999 &#8211; Plehwe/Walpen. </p>
<p>Auch hier noch einmal der hinweis auf Mirowskis „Untote“: eine rezension bei: <a href="http://stuetzle.cc/2016/01/aufgeblaettert-oekonom-und-ideologiekritiker-philip-mirowski-geht-der-kugelsicherheit-des-neoliberalismus-nach/#more-4034" rel="nofollow">Ingo Stützle</a>,  zwei lesbare findet man auch bei amazon und aus dem buch selbst, leider nur englisch: <a href="http://www.the-utopian.org/post/53360513384/the-thirteen-commandments-of-neoliberalism" rel="nofollow">Die Dreizehn Gebote des Neoliberalismus</a>.  Ötsch wiederum scheint einer der wenigen ökonomen zu sein, die Mirowski im deutschen sprachraum aufgreifen, siehe etwa <a href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=13&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwjO9aiwoOXcAhVI46QKHd90BXMQFjAMegQIAhAC&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.wu.ac.at%2Ffileadmin%2Fwu%2Fd%2Fi%2Fwipaed%2Fkongresse%2Fwd4%2FUnterlagen%2Foetsch.pdf&amp;usg=AOvVaw1VZsnM5lw-dGzdrU7i7G88" rel="nofollow">hier</a>.</p>
<p>#2 Neolib Lucke (der missionar im schafspelz) und seine LKR: „Ziel der Partei ist die Stärkung der sozialen Marktwirtschaft im Sinne Ludwig Erhards durch Förderung von Leistung, Verantwortung und Schutz des Eigentums“. Lucke, von Mises, fehlt nur noch Hayek, hoppla, da ist er ja: <a href="https://tuxproject.de/blog/2018/03/sieben-annahmen-zum-linkssein/" rel="nofollow">Sieben Annahmen zum Linkssein</a> und dem dort unter sieben verlinkten artikel bei sciencefiles (aua), woselbst einem Hayek gleich mal ins gesicht springt &#8211; nee, nä?</p>
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		<title>Von: Klaus Baum</title>
		<link>https://archiv2.feynsinn.org/?p=10360#comment-81091</link>
		<dc:creator>Klaus Baum</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Aug 2018 20:48:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich hab das glaube ich schon 1998 geschrieben: die Nähe der Neoliberalen zur fasch. Menschenverachtung. 
Als dann 2004/05, so zur Jahreswende, Hartz IV realisiert wurde, habe ich diese Nähe bildlich dargestellt. U.a. über eine attac-Liste. Man warf mir dort vor, ich verharmlose den Holocaust.
Für diese Vorwerfer gilt wohl bis heute nicht: Wehret den Anfängen. Für sie gibt es keinen Weg Richtung KZ, ihnen zufolge kann man den Holocaust nur mit sich selbst vergleichen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab das glaube ich schon 1998 geschrieben: die Nähe der Neoliberalen zur fasch. Menschenverachtung.<br />
Als dann 2004/05, so zur Jahreswende, Hartz IV realisiert wurde, habe ich diese Nähe bildlich dargestellt. U.a. über eine attac-Liste. Man warf mir dort vor, ich verharmlose den Holocaust.<br />
Für diese Vorwerfer gilt wohl bis heute nicht: Wehret den Anfängen. Für sie gibt es keinen Weg Richtung KZ, ihnen zufolge kann man den Holocaust nur mit sich selbst vergleichen.</p>
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